Immer an einen realistischen Umfang des Business denken!

Sake Markt hochwertiger Reiswein aus Japan

Stellen Sie sich und das Startup Sake Markt doch kurz unseren Lesern vor!
Unser Start-Up verknüpft Japanischen Trinkgenuss und Deutsche Neugierde. Ziel ist, das feine Japanische Produkt „Sake“ europaweit bekannt zu machen und mehr Japan-Fans zu gewinnen.

Wie ist die Idee zu Sake Markt entstanden?
Als ich in Japan war, habe ich bei einer Wein-Importfirma gearbeitet, die Deutschen Wein importierte. Nach meiner Heirat kam ich nach Deutschland und wollte wieder in der Weinbranche berufstätig sein, aber leider hatte ich keine Chance. Dann hat mein Mann mich darauf hingewiesen, dass ich mich doch selbstständig machen könnte. Außerdem könnte ich dabei den Vorteil nutzen, dass ich als Japanerin nicht Deutschen Wein, sondern Japanischen Sake verkaufen könnte! Diese Idee hat mich total begeistert.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bevor ich das Start-up offiziell gegründet habe, war ich zunächst damit beschäftigt, Lieferanten zu suchen. Auf Grund meiner Erfahrungen aus der Weinbranche wollte ich unbedingt mit kleinen aber renommierten Sake-Brauereien zusammenarbeiten. Aber die meisten Brauereien, bei denen ich angefragt habe, haben generell gar keine Erfahrung mit dem Sake-Export und fanden es irgendwie „lästig“, mir Sake zu verkaufen. Jetzt kann ich aber sehr gut verstehen, warum sie auf meine Anfrage nicht so positiv reagiert haben. Ich war dabei nur eine Pre-Gründerin ohne Namen und ohne Geschäftserfolge. Darum hat es länger gedauert, bis ich ideale Lieferanten gefunden hatte. Da ich keine Finanzierung von Geldinstituten wollte, habe ich nur kleine Mengen Sake importiert, die ich mit meinem Eigenkapital bezahlte.

Wer ist die Zielgruppe von Sake Markt?
Japan – Fans und Liebhaber von edlen alkoholischen Getränken, wie Wein und Whisky

Was findet man auf Sake Markt?
Auf Sake Markt findet man Japanische Sake für Genießer, die auf Qualität setzen. Das sind filigrane Sake, die handwerklich hergestellt werden.

Woher stammt der Sake?
Aus meinem Heimatland Japan! Die von mir importierten Sake kommen aus meinem Geburtsort Nara und aus Kyoto, wo mein Mann seine zweite Heimat hat. Beide Städte sind übrigens alte Kaiserstädte.

Wie ist das Feedback?
Ich verkaufe Sake seit April 2015 im Online-Shop. Mittlerweile kommen Stück für Stück „Repeater“, die Sake wiederholt bestellen. Zufälligerweise geben sie mir ein ähnliches Feedback: „Ich konnte bisher keine Freude beim Wein-Trinken finden aber mit dem Sake schon.“ Außerdem organisiere ich private Sake-Tastings und Sake-Verkauf bei Japanischen Kampfsportevents. Da kommen meistens Leute, die nie Sake verkostet haben. Sie reagieren echt unterschiedlich. Manche kommentieren, dass der Sake ihnen seltsam schmecken würde und manche sind total überrascht, dass der Sake, obwohl er nur aus Reis hergestellt wird, einen so eleganten und noblen Geschmack hätte.

Sake Markt, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mein Wunsch ist es, ein langfristig gesundes Unternehmen aufzubauen. Ich möchte daher nachhaltig wachsen. Dafür möchte ich Deutschen Genießer noch mehr Gelegenheiten und Erlebnisse anbieten, Sake kennenzulernen , also mehr Sake-Verkostungen und Sake-Verkaufsevents. Mein Ziel in fünf Jahren ist es zunächst einmal, hochwertige Sake auch in der Gastronomie-Branche in Deutschland bekannter zu machen .

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Erstens gut vorbereitetes Marketing: Da ich immer wieder mit dem Marketing kämpfen muss, möchte ich als ein „negative Beispiel“ Pre-Gründern sagen, dass das im voraus gut vorbereitete Marketing sehr sinnvoll ist. Potenziale Kunden suchen und Verkaufskanäle im voraus sichern, hilft nach dem Startup sehr. Daher braucht man eine sehr intensive Analyse des Marktes, in welchen man einsteigen will.

Zweitens, gute Unterstützer suchen: möglichst viele Hilfen aus Existenzgründungsagenturen oder Wirtschaftsförderungsgesellschaften nutzen. Die Kurse und Programme, die sie anbieten, sollte man auch nutzen. Dort kann man mit anderen Teilnehmern nützliche Infos austauschen und eventuell einen gemeinsamen Vertrieb entwickeln.

Drittens, immer an einen realistischen Umfang des Business denken! Es ist üblich das Startup ganz allein oder in einer sehr kleinen Gruppe zu gründen. Das heißt, man muss alles selber machen, was bei einem großen Unternehmen von tausenden von Angestellten erledigt wird. Nicht so hart zu sich selbst sein! „Tun, was ich kann“ ist manchmal wichtiger als „Tun, was ich will“.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Akiko Buchtmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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