Die beste Vision bleibt ohne erfolgreiche Umsetzung nur ein Traum

Ruum Projektmanagement Tool für Unternehmensmitarbeiter

Stellen Sie sich und das Startup Ruum doch kurz unseren Lesern vor!
Hey, wir sind Stefan und Florian, Gründer von Ruum, einem SAP-finanzierten Start-up. Wir haben Ruum 2016 mit dem Ziel Projektmanagement zu revolutionieren gegründet – und zwar für jeden Unternehmensmitarbeiter. Mit Ruum geben wir leistungsorientierten Teams alles was sie benötigen um reibungslos zwischen Back- und Front-Office zu arbeiten.

Wie ist die Idee zu Ruum entstanden?
Als SAP Mitarbeiter haben wir viele unserer Kunden und ihre Probleme durch das sogenannte Job Shadowing beobachten können. Dabei sahen wir wie viele Herausforderungen es in dem Übergang von SAP Systemen hinüber zu Kollaborationstools wie Email, Chat oder Messengers gibt. Sogar bei den besten Teams bleiben hier manchmal wichtige Themen auf der Strecke. Da dachten wir: Das muss besser gehen, da können wir helfen.

Mit SAPs neu eingeführtem Inkubator SAP.iO, der unter anderem auch Mitarbeiter-geführte Startups fördert, hatten wir die Möglichkeit innerhalb der Firma unser eigenes Produkt wie ein Startup zu launchen. Das war die Geburtsstunde von Ruum.

Welche Vision steckt hinter Ruum?
Über Jahrzehnte waren Unternehmenssysteme und Produktivitätstools voneinander getrennt. Ruum hilft Mitarbeitern nun dabei Geschäftsprozesse in effektive Projektpläne zu übersetzen, mit denen alle beteiligten Personen durch Kollaboration die gesteckten Ziele erreichen können.

Ruum wird somit zu SAPs neuer Plattform für Transparenz und Teamwork. Wir vereinen simples Aufgabenmanagement, Zeitachsen, Kollaborationsmöglichkeiten und nahtlose Übergänge zu mehr als 10 SAP-Anwendungen (C/4HANA, S/4HANA, Ariba etc.) sowie Front-Office-Lösungen wie MS Teams, Box und SharePoint.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben ein Seed-Investment von SAP.iO, SAP’s Startup Inkubator erhalten, um unsere Geschäftsidee in einem sogenannten Venture Studio zu realisieren. Die größten Herausforderungen waren und sind ähnlich wie bei jedem neuen Business: Wie bekomme ich die ersten Kunden? Wie differenziere ich mich am Markt? Und: Wie schaffe ich nachhaltig Mehrwert für meine Kunden?

Wer ist die Zielgruppe von Ruum?
Von Enterprise bis Start-up, jeder im Unternehmen kann Ruum nutzen um seine Projekte voranzutreiben. Die meisten unserer Nutzer sitzen in Bereichen, die normalerweise keine Projektmanagement-Software benutzen, wie z.B. Vertrieb, Logistik, oder Finanzen.

Wie wir auch im eigenen Arbeitsalltag sehen, müssen heute die meisten Mitarbeiter viele Projekte parallel schaukeln – das können zwischen 15-20 oder sogar noch mehr sein. Wir fanden kein Tool am Markt, das Unternehmensdaten mit Team-Zusammenarbeit ausreichend verbindet.

Mit Ruum können nun insbesondere kleine Teams auf einfache Art und Weise ihre Projekte mit Backend-Anbindungen durchführen – und das effektiver denn je.

Wie funktioniert Ruum?
Ruum ist ein Online-Tool, das es Nutzern ermöglicht mit Teams an gemeinsamen Aufgaben, Dokumenten, Umfragen und vielem mehr zu arbeiten – und dabei die Projekt-Timeline immer im Blick zu haben. Innerhalb von zwei Minuten ist man angemeldet und kann loslegen.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=n-6IZXeu2w8&t=

Welche Vorteile bietet Ruum? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Als einziges Lightweight-Kollaborationstool, ist Ruum mit SAP-Systemen und Drittanbietern integriert. Ein Ruum (inklusive Datenanbindung) ist in Sekundenschnelle aufgesetzt – so schnell ist kein anderes Tool.

Einer unserer Kunden, die Beiersdorf AG, hat es einmal so formuliert: “Ruum setzt überladenen Email-Ketten ein Ende und bringt die richtigen Personen mit den richtigen Daten zur richtigen Zeit zusammen.” (Martin Böhm, Chief Digital Officer)

Ruum, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir arbeiten hart daran ein Tool zu bauen, das zum zentralen Punkt und dem Zuhause jeglicher Geschäftsprozesse wird, seien es Lieferketten-Eskalationen, HR-Prozesse, Marketing- oder Medienprojekte. Ruum wird zu der einen Plattform, die Transparenz und Kollaboration in jeden Arbeitsalltag bringt – die eine Kollaborationsplattform auf allen Enterprise-Systemen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Als Gründer musst du ständig aus deiner Komfortzone raus, denn es wird öfters mal ungemütlich. Vielleicht kennst du dieses “Messerschneide-Gefühl”: An einem Tag fühlt sich dein Vorhaben noch wie ein großer Erfolg an, nur um im nächsten Moment zu drohen in Rauch und Asche zu verfallen. Wichtig ist, dass du dich in all dem Gewirr nicht verlierst, sondern es schaffst dich auch einmal rauszunehmen. Versuch auf das große Ganze zu schauen um zu erkennen ob es tendenziell in die richtige Richtung geht. Dafür gibt es bei Startups oft keine fixen Prozesse auf die man sich verlassen kann, sondern ein generelles “Hin-tendieren” zur richtigen Lösung.

Am Anfang dreht sich alles nur um den Kunden und die Nutzer eures Produkts. Ihre Bedürfnisse sollten im Vordergrund stehen, denn du musst wirklich verstehen wie man für sie ehrlichen Mehrwert generiert. Ab 10 Mitarbeitern ändert sich dann die Rolle der Gründer, denn in der Prioritätenreihenfolge muss das Team nun an erster Stelle stehen. Ohne ein großartiges Team kann man niemals ein erfolgreiches Startup auf die Beine stellen. Vielleicht haben die Gründer die ursprüngliche Idee, aber das Team macht es zu einem Produkt und einem Business. Nach unserer Erfahrung, muss jede und jeder einzelne im Team die Kunden verstehen und für sie an einem Strang ziehen. Auch die beste Vision bleibt ohne erfolgreiche Umsetzung nur ein Traum. Daher auch Nummer 3…

Execution is everything.

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Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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