Auf sich selbst und die Idee vertrauen und gleichzeitig offen für Neues bleiben

Roomle: Möbelhaus in der Hosentasche

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Roomle doch kurz unseren Lesern vor!
Roomle innoviert den Möbelkauf Prozess und vereinfacht das Planen und Einrichten von Räumen. Ohne Training und Schulung kann jeder selbständig Pläne erstellen, Möbel auswählen, individuell konfigurieren und auf Knopfdruck kaufen. Das Ergebnis kann in überzeugenden 3D- und Augmented Reality-Darstellungen erlebt werden. Roomle ist quasi das „Möbelhaus in der Hosentasche ”, also die erste cloudbasierte Plattform für den planungsbasierten Möbelkauf und im Web als auch mobil über Phone oder Tablet verfügbar. Ganz oben stehen Inspiration und Beratung – und das aus der Hosentasche heraus.

Wie ist die Idee zu Roomle entstanden?
Die Möbelkäufer von heute erwarten sich spielerische Planungszugänge, trendige Einrichtungsservices und intelligente Visualisierungsmöglichkeiten. Sie wollen Möbel wie T-shirts kaufen: jederzeit, im Shop, mobil oder von zuhause aus. Die Idee zu Roomle ist genau aus der Intention heraus entstanden. So selbstverständlich wie man heute online Kleidung kauft, sollte der Kauf eines Sofas sein. Und hier wollen wir die Möbelindustrie auf das gleiche Niveau bringen.

albert_ortigVon der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist sicher, das Produkt parallel zum Business Modell zu entwickeln und stetig anzupassen. Wir arbeiten in einem sehr wendigen Markt. Um die Learnings von draußen einzubauen und gleichzeitig an unseren Zielen bzw. Ideen weiterzuarbeiten braucht es Flexibilität und Beweglichkeit. Es gilt also hoch agil zu agieren und technisch fundierte Grundlagen sicherzustellen. Die Finanzierung wurde aus Eigenmitteln und von Venture Capital Partnern zur Verfügung gestellt.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Im September feierten wir die 1 millionste Registrierung. Seit der Gründung im Jahr 2014 wurde Roomle weltweit von 1,5 Million Kunden installiert. In mehr als 3 Millionen qualitativ hochwertigen Plänen wurden über 20 Millionen Einrichtungsgegenstände aus dem Roomle Katalog eingefügt – und hier stehen wir erst am Anfang. Die Resonanz von Endkonsumenten, Herstellern und Händlern ist sehr gut und bestärkt uns, dass gerade in der Möbelbranche hier noch erhebliches Wachstumspotenzial steckt.

Wer ist die Zielgruppe von Roomle?
Jeder, der sich mit dem Thema Einrichten privat oder beruflich beschäftigt. Zu unseren Kunden zählen u.a. Designer, Architekten, Leute die Umziehen, ihre neuen oder alten 4-Wände gestalten wollen und sich ihre Ideen mit den Visualisierungsmöglichkeiten und Inspirationen von Roomle besser vorstellen wollen. Wir sind auch in Kontakt mit anderen Start-ups, die Roomle für ihr Business Modell integrieren wollen.

Wie funktioniert Roomle?
Egal, ob ich zuhause mit dem Partner vom Sofa aus plane, mobil unterwegs bin und sehen möchte, ob das Sofa in der Auslage in mein Wohnzimmer passt, oder ob ich als Händler stationär die Wohnung meiner Kunden plane: wir holen die Nutzer in ihrem “Jetzt-Bedürfnis” ab. Die Zugänge sind unterschiedlich, die Funktionen für alle gleich. Und das macht uns einzigartig. Oberste Prämisse ist: Das Arbeiten mit Roomle ist simpel und für jeden verständlich – jede Idee ist nur einen Fingertip entfernt.

Welche Vorteile hat man mit Roomle?
Grundrisse mit den Fingerspitzen zeichnen, Räume einrichten, Möbel auswählen verplanen und konfigurieren, visualisieren und auf Knopfdruck kaufen.

Kontinuierlich wachsender Demo- und Echt-Möbelkatalog.
3D-Ansicht: Fertig eingerichtete Räume durchwandern und betrachten.
Augmented Reality-View: Möbel und Einrichtungsgegenstände in der echten Umgebung darstellen.
Roomle steht im Web, mobil und über Drittplattformen zur Verfügung.
Pläne mit Roomle.com synchronisieren und nahtlos auf allen Roomle-Plattformen (iOS, Web) weiterarbeiten.
Pläne mit Familie, Freunden oder Kollegen teilen.
Roomle bildet im Hintergrund Prozessketten ab, die v.a. für die Möbelindustrie relevant sind.
… und vieles mehr!

Roomle, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im Mittelpunkt steht der Nutzer, den wir in allen Lebenslagen bestmöglich bedienen wollen. Mit neuen Funktionalitäten und angepasst an die zukünftigen Bedürfnisse des Möbelmarktes werden wir weiterhin neue Technologien mit einfachster Handhabung verbinden. Bei einer Vielzahl der verfügbaren Informationen stehen wir allerdings erst am Anfang. Der Fokus der derzeitigen Entwicklungen liegt im Ausbau unserer Augmented (AR) und Virtual Reality (VR) Funktionalitäten und auf der Integration der Artificial Intelligence (A.I.). Konkret arbeiten wir daran, das Einrichten mit künstlicher Intelligenz zu unterstützen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Auf sich selbst und die Idee vertrauen und gleichzeitig offen für Neues bleiben. Generell glaube ich aber, dass es fürs Gründen keine Tipps gibt. Gründen wird von jedem anders erlebt. Für manche ist es leicht, andere kämpfen in der ersten Phase. Letztendlich geht es beim Gründen aber nicht um Leben und Tod, sondern darum Neues zu schaffen und den Spaß nicht aus den Augen zu verlieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Albert Ortig für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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