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Ron Elba – Hamburg Dry Rum in Handarbeit destilliert

Stellen Sie sich und das Startup RON ELBA doch kurz unseren Lesern vor!
Ron Elba ist das Baby von Hannes und Daniel, von Haus aus Ingenieur und Jurist/Unternehmer. Daniel als bereits sehr erfolgreicher Gründer berät Hannes, dem der gesamte technische Part näherliegt, bei allen Fallstricken, die das gesamte Business so bereithält. Wir haben beiden den Wandel vom „Wirkungs- zum Genusstrinker“ vollzogen und insofern gemeinsames Interesse an hochwertigen Destillaten. Und weil wir fanden, dass Hamburg als Hafenstadt, auf jeden Fall noch einen ordentlichen Rum vertragen kann haben wir das Destillat und die Marke RON ELBA – Hamburg Dry Rum erschaffen.

Wie ist die Idee zu RON ELBA entstanden?
Ursprung zu RON ELBA ist die generelle Lust am Selbermachen – handwerklich sauber und eben ohne Schnick-Schnack. Gerade bei Rum werden traditionell viele Zusatzstoffe beigegeben (Zucker, Gylcerin, Vanillin, Farbstoffe, etc). Wir sind da sehr puristisch unterwegs. Hochwertige Spirituosen sollten ohne künstliche Zusätze auskommen uns so reizt und fasziniert uns die Möglichkeit, mithilfe der Destillation Aromen aus einem guten Rohstoff in einem Getränk aufzukonzentrieren.

Welche Vision steckt hinter RON ELBA?
Helmut Schmidt wird ja gerne mit dem Bonmot zitiert:“ Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ – Dennoch: Wir wollten nachweisen, daß man sehr wohl auch in Deutschland einen handwerklichen tollen Rum herstellen kann, auch wenn Zuckerrohr nachweislich nicht sonderlich gut im Hamburger Umland gedeiht. Zudem sollte dieser Rum von so guter Qualität sein, daß er schon direkt nach dem Brennvorgang genießbar sein sollte. Die Verpackung sollte geschmackvoll und modern sein und sich von denen der etablierten Hersteller abheben. Insgesamt freuen wir uns jedes mal wenn wir RON ELBA irgendwo sehen und sind auch schon etwas stolz drauf.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Für die frühe Phase der Marke hatten wir uns entschieden, alles zu bootstrappen, um in der so wichtigen Phase der Designfindung und Prozesserstellung der Produktion völlig unabhängig agieren zu können. Diese Phase haben wir erfolgreich hinter uns gebracht und gehen nun sehr viel offener mit dem Thema „Investor“ um. Allerdings sind wir mit Herz uns Seele dabei und erwarten von einem Investor auch mehr als „nur“ Geld.
Die größte Herausforderung ist ganz eindeutig der Verkauf und ein gutes Marketing. Das haben wir anfänglich unterschätzt und müssen deswegen da auch noch ein paar Schippen drauflegen.

Wer ist die Zielgruppe von RON ELBA?
Eigentlich möchten wir alle ansprechen, die Spaß dran haben. Von Liebhabern hochwertiger Spirituosen bis zu denjenigen, die einen klassischen Drink und Cocktail schätzen, in denen weißer (und demnächst auch gereifter) Rum verwendet wird. Insgesamt eben die größer werdende Gruppe derjenigen, die unverfälschte Lebens- und Genussmitteln schätzen – clean, neat und ohne Schnickschnack.

Was ist das Besondere an dem Rum?
Passt gut zum letzten Satz von oben: Wir legen großen Wert darauf und sind nach wie vor stolz, daß wir ohne irgendwelche Zusatzstoffe wie Zucker, Glycerin, Vanillin und ähnliches Gerümpel auskommen. Die haben nämlich in einem ehrlichen Rum aus Norddeutschland nichts verloren.

Zudem ist die Aromatik für einen melassebasierten Rum recht besonders – auf der Hanse Spirit wurde er in Blindverkostung nicht nur einmal für einen (aus frischem Zuckerrohr hergestellten) Rhum agricole gehalten.

Wie ist das Feedback?
Generell erfahren wir viel Lob für unseren RON ELBA. Klar, es gibt selbstverständlich auch Leute, denen bspw. 47% Vol zu viel sind. Geschmack ist halt rein subjektiv und wir heben uns eben klar von industriellen Produkten ab. Grade solchen Stimmen hören wir sehr aufmerksam zu, freuen uns aber natürlich auch über viel Lob, den wir von allen Seiten bekommen.

RON ELBA, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren möchten wir eine eigene, erfolgreiche Rumbrennerei in Hamburg aufgebaut und ein paar – ziemlich geile – Arbeitsplätze geschaffen haben. Zeit für die Gründer, in ihren ledernen Clubsesseln im vergoldeten Direktorat der Rumbrennerei beim Light ´n Stormy (RON ELBA · Ginger Beer · Lime Juice) dem Daydrinking zu fröhnen wird dennoch nicht oft bleiben, wir haben noch einiges an Ideen für die Vergrößerung der RON ELBA Familie in der Pipeline – und das wird uns auch dann sicher noch beschäftigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lasst Euch vor allen Dingen nicht ins Bockshorn jagen von den typischen, sauertöpfischen Leuten, die Euch Eure Idee schlechtreden und in jeder Ecke immer nur Risiken sehen. Klar beinhaltet ein eigenes Business Risiken.

Habt aber vor allem Spaß an dem Was ihr tut und tut es mit Herzblut. Das hilft über manche Durststrecke hinweg.

Und sucht Euch Partner, die Euch ergänzen. Ihr könnt nicht alles selber machen.

Fotograf/Bildquelle: P. EGGERS post@phillip-eggers.de

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Hannes und Daniel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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