Bleibt euch selber treu!

Oliver Rokitta mit Rokitta’s Rostschreck in der Höhle der Löwen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Rokitta’s Rostschreck doch kurz vor!
Oliver Rokitta, Baujahr 1969. Gründer & Erfinder von Rokitta`s Rostschreck. Freiberuflich tätig als Fachberater für Haushaltswaren und Markenbotschafter der WMF Group. Jetzt Geschäftsführer der Rokitta`s GmbH.

Wie ist die Idee zu Rokitta’s Rostschreck entstanden?
Oliver Rokitta: Als Fachberater für Haushaltswaren im Einzelhandel wurde ich immer wieder von meinen Kunden auf das Problem des Flugrosts an Bestecken angesprochen. Leider konnte ich nie ein wirklich hilfreiches Mittel gegen dieses Problem anbieten, außer das ständige Nachpolieren. Also setzte ich mich hin und tüftelte an einer Lösung. Das Ergebnis ist der Rostschreck.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Oliver Rokitta: Ich war schon immer selbstständig tätig, somit war es kein großer Schritt. Das einzige das sich geändert hat, ist dass ich keine Auftraggeber mehr habe sondern den Rostschreck vermarkten muss. Ich bin nicht der Typ der am Schreibtisch sitzt oder sich gerne von anderen sagen lässt, was zu tun ist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Oliver Rokitta: Hier in Deutschland selbstständig zu sein heißt, dass du selbst und ständig arbeiten musst. Um den Rostschreck nach vorne zu bringen war mein Job als Fachberater schon hilfreich, damit ich Dinge wie Marketing, Produktentwicklung usw. finanzieren konnte. Ich habe Messen gebucht, Ware bestellt – das kostet erst einmal richtig Geld. Jeder Euro der durch den Verkauf vom Rostschreck reinkommt wird auch gleich wieder investiert.

Da wir für 2017 einige Messen gebucht haben war dann die Frage, was wird aus meinem Geldjob? Messen und Fachberater im Einzelhandel geht nicht. Also habe ich meinen Job an den Nagel gehängt und tingel nun mit dem Rostschreck über große Verbrauchermessen in Süddeutschland. Und der Erfolg gibt mir Recht.

Dank meiner Lebensgefährtin, die mir den Rücken frei hält, kann der Rostschreck langsam aber stetig wachsen. Kredite waren für mich kein Thema und auch zu kompliziert.

Wer ist die Zielgruppe von Rokitta’s Rostschreck?
Der Rostschreck ist der Problemlöser für alle Haushalte mit Spülmaschinen die sich über Flugrost an Bestecken ärgern. Und da es laut Statistik 80 Millionen Spülmaschinen in Deutschland gibt, könnten das einige sein.

Wie funktioniert das?
Rokitta`s Rostschreck hilft nicht erst wenn es schon zu spät ist, sondern wirkt präventiv. Der handliche Stab wird einfach in den Besteckkorb oder Besteckschublade der Spülmaschine gelegt und saugt so den Flugrost an. Die umherwirbelnden Partikel werden vom Rostschreck angezogen und festgehalten. Wie ein kleiner Staubsauger. Er kommt gänzlich ohne Chemie aus.

Wie ist das Feedback?
Wir waren jetzt schon auf einigen Verbrauchermessen unterwegs und die Kunden dort haben den Rostschreck nicht nur gekauft sondern sind auch einige Tage später noch einmal an den Stand gekommen und haben sich bedankt das der Rostschreck ein Problem gelöst hat. Der Kleine ist da draußen sehr beliebt .

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Wie Millionen Menschen auch, saßen mein Schatz und ich dienstags vor dem TV und haben „Die Höhle der Löwen“ geguckt. Als aber die Abflussfee gesendet wurde war uns klar, dass wir ja auch einen Problemlöser am Start haben. Also ab an die Bewerbung.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Das ging so schnell, dass ich so gut wie keine Zeit hatte mich vorzubereiten. Ich habe eher wie immer aus dem Bauch raus agiert. Meistens geht das gut.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Ein Format wie die VOX-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“ ist für so einen kleinen Erfinder wie mich ein Riesending. Ob es nun klappt oder nicht, ist egal. Wichtig ist doch schon mal, dass der Rostschreck so interessant ist, dass er es überhaupt in so ein Format schafft.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Rokitta’s Rostschreck aufmerksam werden?
Das ist für den Rostschreck eine super Sache. Wie sonst kommt man an so viel Aufmerksamkeit? Auf Messen stehen sie unter 750 Aussteller und müssen ewig lange den Rostschreck erklären. Ob und wann dann ein Kunde kauft ist auch ungewiss. Durch „Die Höhle der Löwen“ kennen die Leute den Rostschreck dann etwas besser.

Ziel der Show „Die Höhle der Löwen“ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Wenn überhaupt ein Löwe zuschnappt wäre das sensationell!!
Aber der Rostschreck gehört ins Regal der Verbrauchermärkte und ins Teleshopping. Eine Judith Williams oder ein Ralf Dümmel erkennen hoffentlich, dass der Rostschreck Potenzial hat.

Rokitta’s Rostschreck, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Tja, wo geht der Weg hin? Das kommt darauf an wer noch so mitgeht. Muss ich ihn alleine gehen dann werden wir noch einen steinigen Weg haben und auf Messen und Märkten den Rostschreck vermarkten. Und jeden Cent weiter ins Unternehmen stecken. In fünf Jahren wäre es schön, wenn man den Rostschreck überall dort auf der Welt kaufen kann wo es Spülmaschinen und das Problem Flugrost gibt.

Zum Schluss: Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist nicht einfach. Von der Idee bis zum Start vergeht viel Zeit und es kostet sehr viel Geld und Nerven.

1.Bleibt euch selber treu
2.Nur wer an seine Idee oder sein Produkt zu 100 Prozent glaubt, soll es auch machen
3.Achte auf die Finanzierung und bedenke das man auch noch private Kosten wie die Miete etc. hat.

Bild: Oliver Rokitta präsentiert sein Produkt Rokitta´s Rostschreck in der Höhle der Löwen Foto: MG RTL D / Frank Hempel

Sehen Sie Rokitta´s Rostschreck am 17.Oktober in #DHDL

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns Oliver Rokitta für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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