Umgib dich mit Persönlichkeiten, die dich weiterbringen!

Rocketlife: Chinchilla plastikfreie und umweltfreundliche Produkte

Stellen Sie sich und das Startup Chinchilla kurz unseren Lesern vor!
Die Rocketlife ist ein Start-Up Unternehmen mit Sitz im schönen Sauerland. Rocketlife vereint die Entwicklung von Eigenmarken und die professionelle Beratung für Hersteller. Im April 2018 gründete ich die Rocketlife GmbH. Mit Teamgeist, Durchsetzungskraft und Disziplin möchten wir als Team das Unternehmen und die Eigenmarken innerhalb kürzester Zeit im Bereich E-Commerce aber auch im Einzelhandel etablieren. Als noch junges Startup haben wir uns bewusst für eCommerce entscheiden: nah bei den Kunden, schnell und weltweit.

So vertreiben wir unter der ersten Eigenmarke Chinchilla bis Ende Januar mehr als 10 plastikfreie und umweltfreundliche Produkte in den Bereichen Pflege, Home & Living über unsere Webseite und über Amazon.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Bereits 2013 habe ich während meiner Nachtschicht in der Industrie an verschiedenen Geschäftsmodellen gearbeitet und mein erstes Unternehmen gegründet. Ich habe für mich beschlossen nicht mehr Zeit-gegen-Geld zu tauschen. Hier bin ich im Dezember 2017 schweren Herzens als Geschäftsführender Gesellschafter ausgestiegen, weil ich einfach merkte, dass ich nicht mehr mit Begeisterung dabei war. Wieder zurück in die Arbeitnehmerrolle war für mich keine Alternative, weshalb ich mich dann relativ schnell für eine Neugründung entschieden habe. Hier fiel der Startschuss für ein neues Kapitel, die Gründung der Rocketlife GmbH.

Welche Vision steckt hinter Chinchilla?
Wer im Supermarkt oder Online einkauft, kommt in der Regel nicht um einen Berg an Produkten aus Plastik und Verpackungsmüll herum. Ist das einem einmal wirklich bewusst geworden, gewinnen Umweltaspekte wie Nachhaltigkeit bei der Kaufentscheidung immer mehr an Relevanz. Genau hier positionieren wir uns als nachhaltige Lifestyle-Marke, eben dort wo man sich anders entscheiden kann.

Plastik nervt und schadet der Umwelt.

Das Thema Plastikmüll und Verpackungen beschäftigt mich als Konsument schon seit einer Weile. In einem normalen Supermarkt auf Nachhaltigkeit achten? Noch sehr kompliziert, denn Plastik ist leicht, vielseitig, billig und in unserem Alltag allgegenwärtig. Es gibt leider derzeit noch sehr wenig Alternativen zur herkömmlichen Alltagsprodukten wie zum Beispiel Zahnseide, Zahnbürste, Wattestäbchen, Trinkhalme, Frischhaltetücher… Hier kommen wir ins Spiel.

Für uns sollte dieser Lifestyle nicht automatisch schwieriger sein als ein konventioneller. Wir haben bei Chinchilla bewusst drauf geachtet, dass der Austausch von Plastik und herkömmlichen Kunststoffen nicht zugunsten der gewohnten Qualität geopfert wird und möchten Chinchilla sowohl online als auch offline platzieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war definitiv die Finanzierungsrunde, welche über 6 Monate Zeit in Anspruch genommen hat. Von Banktermin zu Banktermin und das ständige hoffen und bangen nun endlich loslegen zu können oder wieder neue Termine zu vereinbaren. Ich konnte dann endlich im Sommer meinen Finanzierungspartner finden.

Wer ist die Zielgruppe von Chinchilla?
Dass es ein Problem mit Plastik im Meer gibt hat inzwischen jeder mitbekommen. Wird einem der eigene Umgang mit Plastik einmal bewusst, müssen Alternativen her. Wichtig ist, dass unsere Kunden ihre Gewohnheiten nicht ändern oder auf etwas verzichten müssen. Sie müssen nur zur Alternative greifen. Und diese Alternative sind unsere Produkte von Chinchilla! Chinchilla als Lifestyle-Marke zum Mitmachen auf Instagram, Pinterest, Facebook, Amazon und im Einzelhandel.

Hier erreichen wir gezielt unsere Kunden und positionieren uns als „Wir-Marke“ zum Mitmachen.

Welche Produkte haben Sie im Portfolio?
Gestartet sind wir im November mit der kompostierbaren Naturzahnseide, einer biologisch abbaubaren Zahnbürste und den Bambus Wattestäbchen. Im Januar werden wir das Sortiment auf insgesamt 10 Chinchilla Alternativen erweitern. Sie dürfen gespannt sein auf Glastrinkhalme, waschbare Abschminkpads, Bienenwachs-Frischhaltetücher, Obst- und Gemüsebeutel, Sisal-Seifensäcken, Konjac-Schwämme und Kokosnuss-Müslischalen…

Aus welchem Material und wo werden die Produkte hergestellt?
Bei den Produktions-Prozessen müssen wir immer sehr penibel darauf achten, dass kein Plastik verwendet wird, alle Spezifikationen eingehalten werden und vor allem muss einfach die Qualität stimmen. Haben wir neue Produkte entwickelt, lassen wir die Muster meistens im Freundes- und Bekanntenkreis intensiv über mehrere Tage testen, bevor wir wie im Beispiel der kompostierbaren Zahnbürste 30.000 Stück produzieren lassen.

Ein wichtiger Aspekt bei Chinchilla ist, dass sich unser Nachhaltigkeitskonzept nicht nur auf das Produkt beschränkt. Deshalb haben wir für jedes Produkt eine Verpackung aus Recyclingkarton entwickelt, sodass die Produkte nicht in einem typischen Plastikbeutel an den Kunden geliefert werden.
Die 30 Meter Naturzahnseide besteht aus einem tierischen Faserstoff. Sie wird aus den Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, gewonnen. Für unterwegs ist alles im nachfüllbaren und stylischen Glasflakon.

Die Wattestäbchen aus Bambus und Baumwolle werden in einem praktischen 800er Spender geliefert und ist für uns die ökologische und ressourcenschonende Alternative zu herkömmlichen Plastik-Wattestäbchen.

Stroh ersetzt Plastik! Der Griff der Chinchilla Zahnbürsten wird aus einem neue kompostierbarem Verbundstoff aus Plastik und Stroh hergestellt, was nicht nur eine moderne Optik bedeutet, sondern auch dass dieser biologisch abbaubar ist.

Wie ist das Feedback?
Nach knapp 6 Wochen seit dem Verkaufsstart ist das Feedback einfach nur überwältigend. Das Interesse der Kunden an umweltfreundlichen Alternativen brachte uns bereits nach wenigen Tagen die ersten Feedbacks und kletterten sehr schnell in die Sichtbarkeit im www.

Chinchilla, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ehrlich gesagt betrachten wir zunächst nur das Geschäftsjahr 2019 und 2020. Wir möchten das Portfolio ausweiten und die Marke zu einer ökologischen und nachhaltigen Kultmarke national und international ausbauen.

Chinchilla halt!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründer/innen mit auf den Weg geben?
Umgib dich mit Persönlichkeiten, die dich weiterbringen.
Geh raus und erzähle von deiner Gründung.
Satte Menschen haben keinen Hunger.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Florian Nölling für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X