Rocket Beans: Websender rund um Popkultur, Games und Nerdkosmos

Rocket Beans vom kleinen Sender für Nerds zum erfolgreichen Social Media Sender : „Geht nicht“ gibt’s nicht

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Rocket Beans doch kurz vor!
Moin Moin, wir sind die Rocket Beans. Wir sind ein Web-Sender, der sich sämtlichen Regenbogenfarben des Nerd-Kosmos verschrieben hat. Shows zu Filmen, Spielen, Popkultur, Musik, Büchern und Comics wechseln sich ab mit verrückten, interaktiven Sendungen und kuriosen Events. Wir leben unseren Sender und unsere Community ist ein wichtiger Teil dieses Projekts. Wir sind ein Social Media Sender, der sich ebenso schnell wandelt wie das Netz und wir sind noch ganz furchtbar jung, klein und flauschig.

Wie ist die Idee zu Rocket Beans entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee dazu entstand vor über 15 Jahren während unserer Arbeit an der täglichen zweistündigen Live-Sendung Giga Games. Über sechs Jahre lang lernten wir hier die Grundlagen des anarchischen Fernsehens, die wir während der folgenden acht Jahre durch die Produktion des (Grimme-Preis nominierten) Games-Magazins Game One für MTV, VIVA und Comedy Central weiter ausbauen konnten.
Parallel begannen wir mit dem Ausbau des eigenen Youtube-Kanals Rocket Beans TV (Gewinner des Webvideopreises 2014 in der Kategorie „FYI“ und des Webvideopreises 2015 in der Kategorie „Person of the Year“), der nach der letzten Game One-Folge im Dezember 2014 nahtlos zu unserem neuen Hauptquartier wurde. Durch die parallele Live-Ausstrahlung auf twitch.tv und eine umfangreiche Youtube-Mediathek war der Sender „Rocket Beans TV“ geboren, den wir seitdem konsequent weiter ausbauen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Initialzündung kam durch eine Spendenaktion unserer Community, die es uns überhaupt erst ermöglicht hat, die für unser ambitioniertes Projekt notwendige Technik auszubauen. Mittlerweile steht unser Sender auf deutlich mehr Säulen wie z.B. den Erträgen aus unserem Merchandise-Shop, Amazon-Refshare-Budget, Sponsoren wie z.B. Vodafone (Gadget Inspectors) oder – ganz aktuell – Expert. Außerdem arbeiten wir mit dem Jugendportal RTL2U zusammen und produzieren diverse Inhalte für dieses und andere Web-Portale. Die Finanzierung dieses Projektes ist und bleibt die größte Herausforderung, denn in der schnelllebigen Zeit von heute muss man sich ständig neu erfinden, um relevant zu bleiben.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir haben unseren Sender rigoros professionalisiert, ohne dabei unsere Authentizität zu verlieren oder gar inhaltlich den „großen“ Sendern hinterher zu hecheln. Wir sind von knapp zwei Dutzend Mitarbeitern zu „Game One“-Zeit auf über 60 Mitarbeiter angewachsen und haben viel in zusätzliche Technik, Studios und Räumlichkeiten investiert. Wir haben diverse Preise gewonnen und viele positive Meinungen aus der TV- und Web-Industrie sowie der Games-Branche gesammelt. Man kennt und respektiert uns, dennoch müssen wir uns stetig weiterentwickeln, um unsere Plattformen langfristig bekannter und lukrativer zu machen. Wir sind mit der bisherigen Entwicklung sehr zufrieden, doch es gibt noch eine Menge zu tun. Das wir auf dem richtigen Weg sind, merken wir daran, dass mittlerweile große Senderkonzerne und Netzwerke im Rückspiegel auftauchen und ähnliche Projekte wie Rocket Beans TV starten.

Wer ist die Zielgruppe von Rocket Beans?
Wir haben eine jugendliche, Internet-, Gaming- und Technik-affine Zielgruppe, die sich jedoch stetig vergrößert. Unser Angebot wird vielfältiger und zukünftig noch individueller, weshalb wir davon ausgehen, diese Zielgruppe künftig noch mehr erweitern zu können.

Welche Programme senden Sie?
Natürlich zählen sämtliche Medien zu unseren Themengebieten und werden durch verrückte, interaktive Spielshows wie Chatduell oder Nerd Quiz und kuriose Events wie Beans on Ice, unserer Eiskunstlauf-Show oder Pen und Paper, unserer Rollenspiel-Show ergänzt. Das alles ist jedoch nur ein kleiner Teil, denn so vielfältig wie die Interessensgebiete heutiger Jugendlicher sind, so unterschiedlich sind auch unsere Produktionen. Auch das Netz an sich wird bei uns zum Thema und in Shows wie Verflixxte Klixx konsequent verwurstet. Wir sind thematisch also außerordentlich offen, mutig und vielfältig und haben anders als etablierte Sender die Möglichkeiten, um einfach mal „drauflos“ zu experimentieren.

Rocket Beans, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser wichtigstes Ziel ist wohl, in fünf Jahren noch immer relevant und präsent zu sein. Hoffentlich werden wir unser Angebot weiter ausgebaut und individualisiert haben. Rocket Beans TV könnte als universelle Plattform fungieren, die noch mehr Menschen ein junges, kreatives und professionelles, dabei aber dennoch ungewöhnliches und authentisches Programm bietet. Ma guck’n.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
„Geht nicht“ gibt’s nicht.
– Heutzutage ist alles offen, unklar und in einem stetigem Fluss. Macht es wie Bruce Lee, verhaltet euch wie Wasser. Habt einen klaren Plan, aber seid flexibel.
– Wenn die Konkurrenz über die eigenen Pläne lacht, ist man oft auf dem richtigen Weg.
– Trotzdem: Manche Ideen sind schlichtweg nicht gut. Man sollte an Träumen nicht zu lange festhalten, sondern sich der Realität anpassen.

Wir bedanken uns bei Simon Krätschmer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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