Lasst euch nie in einem goldenen Käfig einsperren

Robin Zug bringt den Bahnpendlern bei Zugverspätungen ihr Geld zurück!

Stellen Sie sich und das Startup Robin Zug kurz unseren Lesern vor!

Robin-Zug bietet den Bahnpendlern, die häufig unter Verspätungen und Ausfällen leiden, die einfache online Abwicklung von Erstattungsanträgen bei Zugverspätung. Dank unserer umfangreichen Datenbank ist die Reklamation mit wenigen Klicks erledigt. Auch Fahrten bis 2017 können in manchen Fällen noch erstattet werden

Hinter dem Projekt steht ein deutsch-französisches Team: Barbara, Jean und Alexandre.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Nach zehn Jahren in der Großkonzernwelt ist die Gründung eines Unternehmens die Chance gewesen, eine eigene Idee und gleichzeitig ein eigenes Ideal der Arbeitswelt zu verwirklichen. Wichtiger ist aber die Mission, die wir uns vorgenommen haben: Mit Robin Zug fordern wir einen langetablierten Global Player heraus und engagieren uns gleichzeitig für Verbraucherschutz und nachhaltige Mobilitätslösungen.

Welche Vision steckt hinter Robin Zug?

Aktuell fokussiert sich Robin Zug in Anlehnung an Robin Hood auf die Durchsetzung der Rechte der Bahnfahrer. Wir sind überzeugt, dass wir damit eine Plattform für einen fairen und transparenteren Kundendialog mit den Bahnfahrern aufbauen können.

Dazu liegt uns lokales Engagement sehr am Herzen: wir haben bewusst in Augsburg gegründet und wollen zur Entwicklung der Tech-Szene außerhalb der üblichen deutschen Start-Up Zentren beitragen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Größte Herausforderung war es den ersten Schritt zu wagen: raus aus der Komfortzone!

Danach kam die Skalierung, um den Service bundesweit erweitern zu können: von der Technik bis zum Vertrieb musste alles umgedacht und automatisiert werden.

Das Projekt konnte aus eigenen Mitteln gestartet werden und war schon nach drei Monaten profitabel. Damit wurde das Interesse durch unsere Zielgruppe bestätigt. Wir werden uns bald auf der Suche nach Kapital begeben, um Weiterentwicklungen zu finanzieren und unser Wachstum zu beschleunigen.

Wer ist die Zielgruppe von Robin Zug?

Die Deutsche Bahn befördert jährlich 2,8 Milliarden Passagiere. Bei 140.000 Zugausfällen und jedem 4ten verspäteten Fernzug im vergangenen Jahr entsteht daraus eine signifikante Menge unzufriedener Kunden. Diesen Menschen wollen wir mit Robin Zug helfen.

Wie funktioniert Robin Zug? Wo liegen die Vorteile?

Wir schaffen Transparenz: mit Robin-Zug erfährt der Reisende per Smartphone, Tablet oder PC schnell und intuitiv, welche Rechte ihm bei einer Zugverspätung oder -ausfall zustehen: Erstattungen, Übernahme einer Taxi- oder Hotelrechnung, usw. Sich mit den Feinheiten der Beförderungsbedingung auszukennen, ist nicht mehr nötig.

Wir machen es den Fahrgästen einfach, ihre Rechte geltend zu machen: Um zur Erstattung zu kommen, muss lediglich ein Bild der Zeitkarte hochgeladen werden. Dann erhält der Pendler die Liste der erstattungsfähigen Verspätungen auf seiner und kann damit entschädigt werden. Damit wird das sonst umständliche Fahrgastrechte-Formular automatisch ausgefüllt und der Bahn übermittelt, bis die Entschädigungssumme in der Regel 30 Tage später ausgezahlt wird.

Wir ersparen unnötige Kosten: Weil die Bahn im Gegenteil zu Fluggesellschaften unabhängig von der Ursache einer Verspätung den Reisenden entschädigen muss, reagiert sie in der Regel unkomplizierter auf Reklamationen. Das macht den Einsatz eines Anwalts häufig überflüssig und ermöglicht niedrige Servicegebühren für Robin-Zug: zwischen 69 und 99 Cent pauschal pro erfolgreich abgewickelte Reklamation. Dazu sind die drei ersten Reklamationen kostenlos.

Wie ist das Feedback?

Äußerst positiv aus zwei Aspekten:

  • Die meisten unserer Nutzer hatten davor noch nie eine Reklamation eingereicht: entweder kannten Sie Ihre Rechte gar nicht oder der administrative Aufwand war zu groß– Verspätungen notieren, Fahrgastrechte-Formular ausfüllen und per Post verschicken und eventuell der Bahn später hinterherlaufen, falls nicht geantwortet wird oder ein Dokument nachgereicht werden soll. Die Hürde war für viele Reklamierende zu hoch
  • Unser Service ist sehr beliebt: jeder 3. Bahnpendler, der auf unseren Stammstrecken unterwegs ist, nutzt ihn regelmäßig und manche haben sogar gebeichtet, dass sie sich dank Robin Zug auf Zugverspätungen -fast- freuen.

Insgesamt haben wir schon über 27.000 Reklamation erfolgreich abgewickelt

Robin Zug, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In 2019 werden wir bundesweit Robin-Zug als Anti-Verspätung Marke bekannt machen und einen signifikanten Anteil der Reklamationen, die an die Bahn adressiert werden, abwickeln. Bis 2024 wird Robin-Zug sich in eine Plattform für nachhaltige Mobilität verwandeln und damit einen Raum für weitere Produkte und Services, die das Reisen mit dem öffentlichen Verkehr einfacher, angenehmer und effizienter machen, schaffen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  • Konfrontiert euer Konzept mit dem Markt so früh wie möglich.
  • Sucht euch ein vielfältiges Team aus: Meinungsverschiedenheiten sind eine Bereicherung.
  • Lasst euch nie in einem goldenen Käfig einsperren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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