Ohne Fokus geht es nicht

roadsurfer: VW Camper Vermietung die sich auf VW Bullis spezialisiert hat

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen roadsurfer doch kurz unseren Lesern vor!
„Roadsurfer.com – Deine VW Camper Vermietung.“ ist die erste Reisemobil-Vermietung in Deutschland, die sich ausschließlich auf die Vermietung der kultigen VW Bullis spezialisiert hat und diese bundesweit mit den Hauptstandorten Frankfurt und München betreibt. Hamburg und Berlin sollen im Laufe des Jahres dazukommen. Wir vermieten die neuesten VW T6 California Ocean und individuelle, eigen ausgebaute VW T6 Camper – alle Fahrzeuge sind ausschließlich Neuwagen.

Wie ist die Idee zu roadsurfer entstanden?
Unser Gründerteam besteht aus mehreren Personen. Darunter sind sowohl passionierte Camper, die einen eigenen VW Bus besitzen, als auch Neu-Camper, die Erfahrungen mit Miet-Campern gemacht haben. Bei einem gemeinsamen Camping-Urlaub an der französischen Atlantik-Küste ist die Idee entstanden, eine Vermietung der Kult-Bullis gewerblich zu betreiben. Dass der Bedarf an Miet-Campern der VW Modelle bei weitem nicht vom Markt gedeckt wird haben wir bei der eigenen Urlaubsplanung erfahren. Das war im August 2016. Drei Monate später haben wir bereits gegründet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zu den größten Herausforderungen gehört definitiv die Marke in der Form bekannt zu machen, dass auch schon im ersten Jahr die Busse die nötige Miet-Auslastung bekommen. Insofern haben wir in den ersten Monaten viel in Online-Maßnahmen wie Website-Gestaltung, Facebook und Adwords-Kampagnen investiert. Durch unseren persönlichen Background konnten wir dies aber ohne Dienstleister oder weiteres Personal umsetzen. Die Konfiguration und die Finanzierung der Fahrzeuge ist bzw. war eine weitere große Herausforderung. Großkunden-Rabatte und günstige VW Bank-Konditionen ermöglichten uns aber schon im ersten Jahr eine Order von 25 Fahrzeugen. Weitere sollen folgen. Daher wurde das Unternehmen bisher komplett aus eigenen Mitteln finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von roadsurfer?
Wir richten uns vor allem an Paare und Familien mit kleinen Kindern, die einen Campingurlaub in Europa einem teuren Hotel-Urlaub oder einer Fernreise mit Flugzeug vorziehen. Besonders sind unsere VW Bullis auch bei jungen Familien in Elternzeit beliebt. Genauso richten wir uns mit unseren Campern aber an Paare, die Europa mit einem Roadtrip für sich allein entdecken wollen. Für Städtetrips eignen sich die klassischen Wohnmobile ja eher nicht, da fährt es sich mit unseren Campern sehr bequem. Aktiv-Sportler wie Surfer oder Mountainbiker sprechen wir mit unserem „Einsteiger“-Modell an. Im Kern ist unsere Zielgruppe 23-49 Jahre jung.

Was ist das Besondere an den Campern?
Die VW T6 California Ocean sind Neuwagen aus dem Jahr 2017 und vollwertige Wohnmobile, aber dabei bequem und leicht zu fahren wie PKWs. Sie sind in der „Luxus-Variante“ Ocean ausgestattet, haben also sogar eine Außendusche. Eine Campingtoilette kann man noch dazu buchen. Küche und bequeme Betten für 4 Personen mit Lattenrost sind inklusive. Die VW T6 Camper sind eigen ausgebaute Busse nach unseren Vorstellungen, Erfahrungen und Designs. Wir arbeiten mit einem professionellen VW Ausbauer in Berlin, der viel Liebe ins Detail steckt. Wir werden alles in schöner edler Holzoptik ausstatten, auch Decke und Boden. Die Schränke sind weiß, aber die Innen-Dekoration von uns wird cool, bunt und stylisch.

Wo und von wem werden Sie ausgestattet?
Unser Partner für den Innenausbau der VW Busse ist die Freizeit Wittke GmbH in Berlin. In München ist unser Lieferant für die Busse die VW Mahag.

Wie funktioniert das Mieten?
Bei uns kann man bequem und einfach online buchen. Wir haben uns für ein professionelles Online-Buchungssystem entschieden, das sehr übersichtlich und einfach ist. Die Bus-Übergaben finden dann bei Reiseantritt an einem gemeinsam mit dem Mieter vereinbarten Ort statt – bisher im Zentrum Frankfurt oder München. Für den Umkreis von ca. 150Km haben wir einen Bring- und Abholservice eingerichtet.

Wie ist das Feedback?
Sensationell. Als Eltern, Camper und Europa-Fans bewegen wir uns natürlich auch im Umfeld von potentiellen Mietern und können so sehr schnell auf Bedürfnisse eingehen bzw. diese im Vorfeld abfragen. Den Blick auf Details sowie ein professioneller Online-Auftritt und eine freundliche, verbindliche Ansprache von Kunden hat uns bisher sehr viel Lob eingebracht. Uns spielt natürlich in die Karten, dass der VW Bus an sich als Kultobjekt schon sehr positiv besetzt ist.

roadsurfer, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir möchten unser Startup in den nächsten 5 Jahren mit einer stetig wachsenden Flotte vergrößern und in andere europäische Länder expandieren. Im besten Fall kann man in 3-5 Jahren unsere Camper in allen deutschen Großstädten mieten und sie z.B. an einer unserer Stationen in Portugal wieder abgeben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Man muss nicht alles im Alleingang machen. Sich mit anderen Gründern zusammen zu tun, bietet ein breites Spektrum an Know-How und spart zunächst Personalkosten, die meist ein großer Faktor bei jeder Unternehmensgründung sind.
2. Fleißig sein. Ohne Fokus geht es nicht. Der ewig Mythos: „Wer gründet, muss sein Leben dem Unternehmen vollständig unterordnen“. NEIN! Aber man muss hart arbeiten und dranbleiben, sich ständig informieren und fleißig sein.Und das geht auch als Mutter von zwei Kindern.
3. Youtube-Tutorials! Hier kann man wirklich „fast“ alles irgendwie lernen und sich aneignen!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dr. Susanne Dickhardt – Geschäftsführende Gesellschafterin roadsurfer GmbH für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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