Risikofaktor Cybercrime: Immer größere Schäden durch Hackerangriffe

Die Möglichkeiten der Digitalisierung sind für Unternehmer beinahe grenzenlos: Neben neuen Vertriebswegen und der Erschließung zusätzlicher Kundengruppen lassen sich viele Arbeitsprozesse deutlich vereinfachen. Voraussetzung für diese Rationalisierungsbestrebungen ist allerdings eine leistungsfähige IT. Neben der notwendigen Infrastruktur müssen vor allem Gefahren abgewehrt werden, die vor einigen Jahren noch kein Thema waren. Cyberangriffe bergen ein großes Gefahrenpotenzial, weil sie letztlich auf den Kern heutiger Unternehmen abzielen: Dem eigenen Know-how, sowie wichtigen Kundendaten – und damit letztlich auch dem Vertrauen der Auftraggeber. Ein gelungener, umfangreicher Cyberangriff kann den Betrieb nicht nur für lange Zeit lahmlegen, sondern aufgrund der verursachten Schäden in eine existenzbedrohende Schieflage bringen.

Problematische Industriespionage

Selbst Privatleute sind mit den Gefahren von Cyberkriminalität heute bestens vertraut: Vor wenigen Jahren führte ein Virenangriff lediglich dazu, dass das System nicht mehr reibungslos nutzbar war. Spätestens mit der Formatierung der Festplatte und dem erneuten Aufsetzen des Betriebssystems war das Problem beseitigt. Diese Zeiten sind heute aus zwei Gründen vorbei: Zum einen kann das Hacken von Accounts teuer werden – letztlich ist auch das eigene Bankkonto in Gefahr. Auch Unternehmer unterliegen dem Risiko, dass ein Angriff auf die Geschäftskonten stattfindet. Zum zweiten werden weitaus sensibler Daten auf dem Rechner verwaltet – immer häufiger, ohne dass überhaupt noch ein Ausdruck vorgenommen wird. Die in den Dateien gespeicherten Informationen sind nur noch digital verfügbar. Kommt es hier zu einem Datenverlust, sind die Folgen ungleich schwerwiegender.

Unternehmer sehen sich zusätzlich noch dem Risiko von Industriespionage ausgesetzt. In Deutschland gibt es viele sogenannte „Hidden Champions“. Dabei handelt es sich um mittelständische Betriebe, die in einer Nischenbranche eine führende Stellung einnehmen, dem Endkunden aber wenig bekannt sind. Hier trifft ein Know-how, welches seinesgleichen sucht, auf eine IT-Infrastruktur, die nicht immer nach höchsten Sicherheitsstandards abgesichert ist.

Expertise in Gefahr

Selbst Kleinunternehmen und Selbständige werden schnell feststellen, dass der Aufbau von Expertenwissen und einem Kundenstamm letztlich den Schlüssel zum Geschäftserfolg darstellen. Durch einen einzigen Angriff können letztlich genau diese Faktoren erheblich geschädigt werden. Fachleuten zufolge beträgt der globale Schaden durch Cybercrime heute bereits mehr als 400 Milliarden Dollar jährlich, jedes zehnte Unternehmen ist betroffen. Schon jetzt werden die Schäden in Deutschland mit etwa 1,5 % des Bruttoinlandsproduktes beziffert – Tendenz steigend. Insofern ergibt sich für hierzulande tätige Unternehmer die unbedingte Empfehlung, sich zusätzlich abzusichern.

Wie sich Cybercrime verhindern lässt

Häufig wird ein Angriff nicht aber bemerkt, weil sich Spyware unentdeckt auf dem eigenen Rechner eingenistet hat. Bereits 36 % der deutschen Internetnutzer haben mit solcher Schadsoftware bereits Erfahrungen gesammelt, die Dunkelziffer dürfte noch weitaus höher sein – eben, weil das Abgreifen von Daten nicht immer bemerkt wird. Hieraus ergibt sich natürlich die Frage, wie sich der eigene Rechner grundsätzlich schützen lässt. Zunächst einmal ist es ratsam, sämtliche Software auf dem aktuellen Stand zu behalten. Insbesondere Betriebssystem und Browser sind gefährdet, hier finden sich die häufigsten Sicherheitslücken. Wird ein Rechner zu Geschäftszwecken verwendet, sollte auf Online-Gaming vom selben Gerät verzichtet werden. In den letzten Monaten haben sich insbesondere Online-Spiele als Einfallstor für Viren und Trojaner gezeigt.

Des Weiteren sollte in jedem Fall eine Antivirensoftware installiert werden, die zusätzlich über eine Firewall verfügt und sämtliche Datenströme überwacht. Wie das Verbraucherportal Netzsieger in einem kürzlich durchgeführten Test feststellte, kann der Virenschutz von Avast in dieser Hinsicht durchaus überzeugen. Insbesondere die Möglichkeit, einen sicheren „SafeZone“-Browser für sicherheitskritische Aufgaben wie Online-Banking zu nutzen, dürfte für viele Selbständige hilfreich sein. Eine Sandbox verhindert, dass von kritischen Dateien oder unbekannten USB-Stick größere Gefahren ausgehen; auch die eigenen Passwörter werden sicher verwaltet. In Verbindung mit einem gesunden Misstrauen können die im Internet lauernden Gefahren erheblich abgemildert werden – sodass am Ende ausschließlich die Vorteile der Digitalisierung zum Tragen kommen.

Foto: © Brian Jackson – Fotolia.com

Quelle Avast

redaktion

Startups sind mit ihrer Innovationskraft und Kreativität der Motor der globalen Wirtschaft und der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir bieten akribisch recherchierte Informationen über Gründer und Startups. Neben Porträts junger Unternehmer und erfolgreicher Startups und deren Erfahrungen liegt der Fokus auf KnowHow von A bis Z sowohl für Gründer und Startups als auch für Investoren, Ideengeber und Interessierte. Wir begleiten, Startups von der Gründungsphase bis zum erfolgreichen Exit.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

X