Fokus auf die wesentlichen Themen, die für den Unternehmenserfolg relevant sind

Mit rise bieten wir die Möglichkeit, den Servicemitarbeiter aus der Ferne zu unterstützen

Stellen Sie sich und das Startup rise technologies doch kurz unseren Lesern vor!
Mit rise entwickeln wir eine Remote Support Plattform für den industriellen Service. Bei technisch komplexen Maschinen z.B. bei Baumaschinen kommt es häufig vor, dass ein Servicemitarbeiter vor Ort ein aufgetretenes Problem lösen muss, allerdings ohne Hilfe nicht weiterkommt. In den meisten Fällen wird dann telefonischer Support aus der Zentrale angefordert oder es werden zahlreiche Emails ausgetauscht. Im Worst Case muss dann ein weiterer Mitarbeiter anreisen, um den Kollegen vor Ort zu unterstützen. Das bedeutet Reisezeit und hohe Reisekosten.

Mit rise bieten wir die Möglichkeit, den Servicemitarbeiter aus der Ferne zu unterstützen und damit das Problem über eine „digitale Zusammenarbeit“ zu lösen, u.a. über Smart Glasses.

Wie ist die Idee zu rise technologies entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee bzw. das Bewusstsein für das Thema ist in meinem letzten Unternehmen entstanden. Dort haben wir kleine Windkraftanalgen entwickelt, die mit über 300 Einzelkomponenten doch relativ komplex waren. Unser Serviceingenieur, der unsere Anlagen gewartet hat, hat regelmäßig in der Zentrale angerufen, um sich Hilfe von unseren Ingenieuren zu holen. In vielen Fällen mussten unsere Ingenieure dann selbst zu den Anlagen fahren und bei der Reparatur helfen. Bei unseren Zulieferern war das nicht anders.

So war schnell klar, dass digitale Fernunterstützung ein sehr spannendes Thema ist und ein großes Problem im Markt löst. Mit meinem Mitgründer Human habe ich schon bei meinem letzten Startup zusammengearbeitet. Er hat sich außerdem nach einem neuen Job umgesehen. Da kam dann die Idee zu rise genau zur richtigen Zeit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Da rise nicht mein erstes Startup ist, haben sich die unerwarteten Herausforderungen in Grenzen gehalten. Holprig war es trotzdem. Wir mussten erst einen neuen Markt kennen lernen und uns auf die Kunden einstellen. Größte Herausforderung bisher war es gute Entwickler zu finden.
Finanziert haben wir uns durch eigenes Geld und durch eine Gruppe von Angel Investoren, die uns auch tatkräftig unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von rise technologies?
Unsere Zielgruppe sind primär Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die ein Serviceteam haben und ihr Maschinen selbst warten. Dazu gehören z.B. Hersteller von industriellen Druckmaschinen, die Hersteller von Bau- und Landmaschinen oder auch Sondermaschinenhersteller, z.B. für Recycling.

Wie funktioniert rise?
rise ist eine Kommunikations- bzw. Fernunterstützungsplattform. Unsere Kunden erstellen in rise Servicefälle bzw. Tickets, innerhalb der Fälle können dann Nachrichten, Bilder, Videos und Dateien ausgetauscht aber auch bearbeitet werden, um den Servicemitarbeitern im Feld die Informationen bereit zu stellen, die sie für Ihren Auftrag benötigen. Sollte eine unmittelbare Zusammenarbeit notwendig sein, dann können innerhalb von rise Videokonferenzen gestartet werden, die um Werkzeuge zur Zusammenarbeit ergänzt sind. Am Ende lassen sich die Fälle dann archivieren, um eine Wissensdatenbank aufzuauen.

Sehr einfach formuliert bieten wir „Whatsapp“ kombiniert mit „Skype“ für den industriellen Service an. Im Gegensatz zu den beiden, ist rise allerdings in den Serviceworkflow angepasst, ist wesentlich interaktiver d.h. bietet viel mehr Möglichkeiten Inhalte zu bearbeiten und zu interagieren und ist hochgradig sicher. Und, rise läuft zusätzlich auf Smart Glasses, um Unterstützung zu erhalten, dabei aber die Hände frei zu haben.

Welche Vorteile bietet rise technologies?
Im Kern lösen wir das Problem von aufwendigen Reisen inkl. des hohen Zeitaufwands und der hohen Kosten. Gleichzeitig helfen wir dabei, dass die Maschinenstillstandszeiten minimiert werden.
rise selbst ist sehr einfach zu bedienen, setzt keinen Invest in neue Geräte oder Umstellungen der IT-Landschaft voraus und ist hochgradig sicher.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback aus dem Markt und insbesondere von unseren Kunden ist sehr positiv. Zuletzt erst haben wir erfahren, dass ein Kunde schon im ersten Monat der Nutzung von rise zwei Reisen ins Ausland einsparen konnte. Das macht uns natürlich sehr glücklich und bestärkt uns auf unserem weiteren Weg.

rise technologies, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst wollen wir uns im Markt etablieren. Ich denke, dass wir hier sehr gut auf Kurs sind. Unsere Vision ist es, dass im Endeffekt jeder Servicemitarbeiter im Feld ein Experte ist. Stand jetzt wird er Experte durch die digitale Zusammenarbeit mit der Zentrale. In Zukunft wollen wir dem Servicemitarbeiter im Feld an Hand der Daten aus vergangenen Fällen automatisiert die Informationen bereitstellen, die er zur Lösung seines technischen Problems benötigt.

Dadurch, dass die Maschinen immer komplexer werden, die Märkte globaler und der Wettbewerbsdruck größer, sind wir überzeugt, dass wir damit einen enormen Mehrwert für die deutsche Industrie bieten können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Extrem nah am Kunden sein und nur das entwickeln, was den Kunden nutzt bzw. was die Kunden brauchen
2. Durchhaltevermögen, gerade im B2B Umfeld
3. Fokus auf die wesentlichen Themen, die für den Unternehmenserfolg relevant sind

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Riedel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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