Man sollte an die Sache Gründung mit dem Wissen herangehen, dass viel Arbeit auf einen zu kommt

Riopo Versicherung im Internet suchen und vergleichen mit direktem Ansprechpartner

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Riopo doch kurz unseren Lesern vor!
Das Internet bietet hinsichtlich der Versicherungssuche sehr viele Möglichkeiten. So kann man gängige Vergleichsportale besuchen und günstige Direktversicherungen ohne direkten Ansprechpartner abschließen. Doch für Individuen, die eine Versicherung mit einem Ansprechpartner für Fragen oder im Schadensfall präferieren, hat bisher allerdings die Möglichkeit gefehlt, mit einem Versicherungsgesuch oder -vergleich in Eigeninitiative viele Versicherungsvertreter (sowohl gebundene Vertreter als auch Mehrfirmenvertreter oder Makler) auf einmal über das Internet zu erreichen. So war die Alternative, Vertreter per Telefon zu kontaktieren oder persönlich im Büro anzutreffen. Folglich war ein Vergleich verschiedener Angebote nur mit viel Aufwand möglich. Hier möchte Riopo ansetzen, um zwei Ziele zu erreichen:
– Versicherungssuchenden ermöglichen, kostenfrei und anonym Versicherungsvertreter verschiedener Gesellschaften ohne viel Aufwand über das Internet zu erreichen und
– den Prozess der Kundenakquise für Versicherungsvertreter über das Internet zu revolutionieren.
Was Riopo von anderen InsurTech-Startups abhebt, ist vor allem die Tatsache, dass die Webseite ausschließlich über die Einnahmen von Premium-Accounts für Versicherungsvertreter sowie Werbung finanziert wird. Eine Provisionsbeteiligung für abgeschlossene Verträge kommt für uns nicht in Frage.
Der Gründer und Unternehmenseigner heißt David Warmuth. Er ist 29 Jahre jung und lebt in München. Beruflich ist er in der Finanzberatung (Insurance) tätig und daher mit der Materie vertraut. Zudem ist er sehr IT-versiert, weshalb er die Webseite auf eigene Faust neben der Arbeit innerhalb von 1,5 Jahren aufgebaut hat.

Wie ist die Idee zu Riopo entstanden?
Nach dem Studium habe ich mich im Internet informiert, welche Versicherungen ich mir zulegen sollte. Dabei ist mir aufgefallen, dass es keine unabhängige Möglichkeit gibt, viele Vertreter gleichzeitig zu erreichen. Nach erfolgloser Suche nach einem Riopo-ähnlichen Portal war die Idee geboren.

Von der Idee bis zum Start – was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war, die Basis für dieses Startup – die Homepage – neben Beruf und Privatleben aufzubauen und zu entwickeln. In diesem Projekt steckt viel Zeit und Engagement.
Finanziert wird das Projekt aus eigener Gründertasche. Zu den Kostenfaktoren zählen neben dem Hosting und der Werbung auch Ausgaben für ein professionelles Erklärvideo sowie für Rechtsberatung.

Wer ist die Zielgruppe von Riopo?
Zielgruppe ist vor allem der sogenannte ROPO-Kunde. Das ist ein Kunde, der online recherchiert, den Abschluss aber offline bevorzugt, da er im Schadenfall einen Ansprechpartner haben möchte. Eine weitere Nischenzielgruppe sind Kunden, die aufgrund von Gesundheitsfragen oder Vorschäden, etc. von ihrer aktuellen bzw. bevorzugten Versicherung nicht angenommen werden und bei einer Recherche schnell viele Angebote von Vertretern unterschiedlicher Gesellschaften erhalten möchten. Aktuell haben wir als Zielgruppe den Privatkunden, später ist eine Erweiterung um Geschäftsversicherungen denkbar.

Wie funktioniert Riopo?
Riopo bietet Individuen zwei Möglichkeiten, um Angebote für den persönlichen Versicherungsbedarf zu erhalten. Einerseits kann ein Versicherungssuchender ein Gesuch nach einer Versicherungsart (über 30 der gängigsten Versicherungsarten) inserieren, da er beispielsweise eine private Haftpflichtversicherung benötigt. Andererseits kann ein Individuum zu einem bereits bestehenden Versicherungsvertrag einen Vergleich inserieren, da die aktuelle KFZ-Versicherung womöglich zu teuer ist. In beiden Fällen erhält das Individuum in kürzester Zeit von verifizierten Versicherungsvertretern unterschiedlicher Versicherungsgesellschaften vergleichbare, unverbindliche Angebote, wonach bei Gefallen das passendste Angebot auszusuchen und mit dem Vertreter in Kontakt zu treten wäre.
Um einen schnellen Eindruck von der Funktionsweise zu erhalten, lohnt sich ein Blick auf www.riopo.de. Dort wurde ein Erklärvideo eingestellt.

Welche Vorteile bietet Riopo?
Riopo bietet den Vorteil, dass man über das Internet mit einem Inserat unverbindliche Angebote vieler Versicherungsvertreter und –makler einholen kann, welche man offline nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand per Telefon oder persönlich vergleichen könnte. Riopo ist somit für Individuen interessant, die in Sachen Versicherung einen direkten Ansprechpartner für Fragen und im Schadensfall präferieren, während die gängigen Vergleichsportale lediglich Direktversicherungen ohne Ansprechpartner bieten.

Riopo, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Meine Vision ist, dass Riopo das führende Versicherungsportal in Deutschland wird. „Riopo.de sagt Direktversicherern den Kampf an – Versicherungsvergleich mit direktem Ansprechpartner ist der neue Weg“.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Man sollte an die Sache Gründung mit dem Wissen herangehen, dass viel Arbeit auf einen zu kommt und diese in der Regel nie weniger wird. Zudem sollte man nichts überstürzen und erst dann an die Öffentlichkeit gehen, wenn eine gute und gesunde Basis geschaffen ist – nicht, dass am Ende die Idee von finanzkräftigen Konkurrenten in kürzester Zeit übernommen wird. Weiterhin halte ich eine seriöse Außendarstellung für sehr wichtig.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei David Warmuth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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