rightmart: Individuelle Rechtsberatung ohne Termine

rightmart verwandelt das Thema Rechtsberatung in einen modernen Service

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen rightmart doch kurz vor!
Vermutlich würde man uns als innovative Juristen bezeichnen, was nicht unbedingt ein Widerspruch ist. Wir, damit meine ich mich, Marco Klock, und meine Mitgründer Dr. Philipp Hammerich, Jan F. Strasmann und Philipp Harsleben.
rightmart verwandelt das Thema Rechtsberatung in einen modernen Service, der unseren Kunden jederzeit in Echtzeit zur Verfügung steht und ständig verbessert wird. Kostenlos kann der Rechtsuchende über unsere Website anspruchsbasierte Abfragen durchlaufen und erhält dann eine softwarebasierte Einschätzung über den möglichen Anspruch und dessen Höhe.
Dabei ist die Zielsetzung der Kanzlei, dass jeder Anspruch über ein möglichst erfolgsbasiertes Geschäftsmodell abgewickelt werden kann und der Mandant von vorne herein über mögliche Kosten aufgeklärt ist. Dies gehört zu unserem Verständnis moderner Rechtsdienstleistungen.

Wie ist die Idee zu rightmart entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Bereits 2014 haben wir mit edicted. (www.edicted.de) einen Dienstleister für Legal Outsourcing ins Leben gerufen. Und genau hier ist auch der Ursprung von rightmart: Wir lernten mit jedem Tag mehr, dass die Rechtsdienstleistungsbranche im Vergleich zu anderen Branchen wenig aus den vorhandenen technischen Möglichkeiten schöpft.
Wir fragten uns: Warum ist Rechtsberatung immer noch nicht transparent in Sachen Kosten und Abwicklung? Warum gibt es keine Kanzleien, die in Echtzeit den Mandanten Teile ihres Know-hows zur Verfügung stellen, wodurch diese bereits vor dem ersten Kontakt mit dem Anwalt eine Einschätzung des Sachverhalts, der Höhe des möglichen Anspruches oder der Durchsetzungswahrscheinlichkeit bekommen?
Technische Hürden oder gar die Tatsache, dass anwaltliche Arbeit nicht automatisierbar ist, konnten nicht die Antwort auf unsere Fragen sein, das wussten wir.
Diese Fragen, gepaart mit ein wenig Frustration, dass es so wenig Innovationsgeist im Bereich Recht (Startupszene: Legal Tech) gab (und auch heute noch gibt), hat uns dazu veranlasst, dass Konzept Kanzlei neu zu denken.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung bisher ist das Wachstum zu bewältigen und zu finanzieren. Der Aufbau von Strukturen und skalierbaren Systemen kostet Zeit, Nerven und Geld. Genau dieser Faktor bringt zwar auch die Spannung in eine Neugründung, dennoch gehört zur Bewältigung viel Einsatz dazu.
Finanziert wird rightmart bisher aus unserem Gesellschafterkreis und den mit der Testphase (hartz4widerspruch.de) zusammenhängenden Umsätzen.
Was die Zukunft betrifft, wird die größte Herausforderung die Systeme so weiterzuentwickeln, dass der Anspruch, Sachverhalt oder andere Umstände keine Rolle spielen, sondern eine Adaption auf alle Bereiche des Rechts möglich ist und der Grad der Automatisierung sich immer weiter erhöht. Dies ist unsere Vision und wurde bisher auch gut gemeistert: So ist bereits heute möglich mit unseren Strukturen alle erdenklichen Ansprüche in Echtzeit zu prüfen – sofern das rechtliche Know-how in die Software eingespeist wird.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Seit dem 02.05.2016 ist rightmart.de online und seither gehen die Erfahrungen der Testphase ebenso positiv weiter. Wir konnten bereits weit mehr als 1.000 Mandate erfolgreich bearbeiten und auch die ersten „software-basierten“ Mandate erreichen die gewünschte Effizienzsteigerung innerhalb der Kanzlei.

Wer ist die Zielgruppe von rightmart?
Grundsätzlich ist rightmart eine Kanzlei für Verbraucherrecht. Was die Zielgruppe im Detail betrifft, ist es wie folgt: rightmart hat ein anspruchsbasiertes Angebot, welches sich bisher (7 Tage) auf die automatische Überprüfung von Hartz 4 Bescheiden bezieht und in den Folgewochen um diverse Anspruchsprüfungen (Fluggastrechte, Abmahnungen, Bußgeldbescheide u. v. m.) erweitert wird.
Insofern gibt es keine direkte detaillierte Zielgruppe von rightmart, sondern eher viele einzelne Zielgruppen, je nachdem, welche Ansprüche von der Kanzlei geprüft angeboten werden. Dies wird sich die nächsten Wochen, Monate und Jahre stark erweitern.

Bei welchen Rechtsfragen kann man sich an Sie wenden?
Momentan kann unsere Software die Überprüfung von Hartz 4 Bescheiden übernehmen, dies wird stetig qualitativ erweitert. Folgen werden Ansprüche aus dem Bereichen Reiserecht, Mietrecht, Verkehrsrecht und Urheberrecht.
Im Bereich des B2B werden wir gemeinsam mit einer Partnerkanzlei das Gründen von GmbHs, AGs usw. angehen.

Was unterscheidet Sie von anderen Kanzleien?
Aus Sicht des Mandanten: Ohne Umwege gibt es direkte Rechtsauskunft in Echtzeit auf rightmart.de. Dabei übernimmt die Software über eine intelligente Abfragesystematik genau das, was eigentlich der Rechtsanwalt machen würde, wenn es zu einem Erstberatungsgespräch kommen würde.
Kein Telefonat ist nötig, genauso wenig wie der Weg in die Kanzlei oder die eigene Recherche im Netz.
Aus Sicht des Marktes: Der konzeptionelle Ansatz. Wir glauben daran, dass durch skalierbare System und zwar bezogen auf das softwareinterne Wissensmanagement immer die beste Rechtsberatung reproduziert werden kann. Natürlich erreicht diese Vorgehensweise irgendwann den Punkt, an dem es wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht eine Systematisierung anzustreben, aber dieser Punkt muss erstmal einmal erreicht werden.
Diese optimalen Punkte über unsere Software zu erkennen und bis zu diesem Punkten ein System zu entwickeln, ist unsere Herausforderung und unsere Vision.
Da wir große Teile des Kanzlei-Know-hows öffentlich zugänglich machen, verzichten wir nicht nur auf Mandate, sondern zukünftig auch bewusst auf einen Teil der Wertschöpfungskette. Wir glauben, dass Recht so zu einem modernen und transparenten Service werden kann und vor allem, dass die durchschnittliche Rechtsdienstleistung so qualitativ hochwertiger wird.

rightmart, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wird man rightmart zu den Pionieren des Legal Tech Booms zählen, die frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt haben. Selbst, wenn wir scheitern, werden wir die Branche der Rechtsdienstleistungen nachhaltig verändert haben.
Businessseitig betrachtet wird rightmart mit einer exklusiven Anzahl an Lizenznehmern diverse Ansprüche und Rechtsprodukte transparent und für den Mandanten komfortabel anbieten und zentral bearbeiten. Dabei definieren wir die Aufgaben des Rechtsanwalts komplett neu, indem bei uns nur über die eigene Lösung software-unterstützt gearbeitet wird.
Unsere Software enthält Züge von Machine Learning und verbessert unsere Prozesse jeden Tag.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht aufgeben. Nicht mit Ideen hinter dem Berg halten, sondern viel kommunizieren: Vergesst den Gedanken, dass eure Idee einzigartig ist.
Denkt aus Sicht des Kunden und versucht ein Produkt zu definieren und zu verkaufen. In anderen Worten: Keep it simple.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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