Durchhalten, hart arbeiten und nicht nur daran glauben sondern dafür brennen

Riding Dinner: Mit dem Genuss Fiaker Wien mit allen Sinnen genießen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Riding Dinner doch kurz unseren Lesern vor!
Marco Pollandt, CEO & Founder: Vor Riding Dinner war ich in verschiedensten Luxushotels und Restaurants tätig. Meine große Liebe galt immer schon dem Wein, dementsprechend habe ich nach einiger Zeit den Weg zum Sommelier (Weinspezialist) eingeschlagen. Generell würde ich sagen, dass ich ein sehr ruhiger Mensch bin, der zuerst versucht nachzudenken bevor er handelt. In unserer Firma widme ich mich eher den kreativen Aufgaben bei denen es manchmal an großer Ausdauer bedarf, da hier meine Stärken liegen. Zugegebener Maßen schaffe ich es aber auch manchmal mich derart in einem Moment oder in meinem kleinen Chaos zu verlieren, dass es dann mal etwas länger dauern kann.

Raimund Novotny, CEO & Founder: Ähnlich wie bei Marco, war ich ebenfalls in diversen Luxushotels im In- und Ausland tätig, bevor ich als Restaurantleiter wieder nach Wien zurück gekehrt bin. Ich bin vermutlich der Gegenpol von Marco, da ich ein sehr geradliniger Mensch bin, der sich immer um die schnellstmögliche Lösung bemüht. Dafür fehlt mir leider in manchen Situationen das kleine Bisschen Geduld, welches Marco dann wiederum hat. Bei Riding Dinner habe ich ganz klar meine Stärken in der Organisation und Strukturierung, schließlich soll alles ein System und eine roten Faden haben. In Summe würde ich sagen, dass wir uns mit diesen Eigenschaften sehr gut ergänzen. Ähnlich wie in der Chemie: Wenn unterschiedliche Elemente harmonieren, stimmt auch die Reaktion.

Zu Riding Dinner selbst:
Mit unserem „Genussfiaker“ kann man Wien mit allen Sinnen erleben. So kann man es wohl gut auf den Punkt bringen. Kurz gesagt: Genießt man während einer Fiakerfahrt erstmalig einen Mix kulinarischer Höhepunkte der berühmten Wiener Gastronomie und kann sich dabei von Wiens aufregender Innenstadt sowie den faszinierenden Sehenswürdigkeiten verzaubern lassen. Wir bieten unseren Gästen die Möglichkeit Wien ganz hautnah und trotzdem intim zu erleben. Durch den speziell konstruierten, im Fiaker eingebauten Tisch wird eine unvergleichbare Atmosphäre geschaffen welche zum Verweilen einlädt während Wiens Alltag gemütlich an einem vorbeizieht. Je nach Dauer und Package bieten wir Platz für 1-4 Personen pro Kutsche. Die Speisen und Getränke werden bei festgelegten Zwischenstopps von unseren speziell auserwählten Wiener-Traditionsrestaurantsdirekt in den Genussfiaker serviert. – Die Gäste müssen dabei nicht einmal den Fiaker verlassen. Unser Angebot ist breit gefächert und reicht von 90 minütigen Culinary. Sightseeing Touren, über individuelle Events, bis hin zu Stadtrundfahrten inklusive Sekt und Snacks aller Art.

Wie ist die Idee zu Riding Dinner entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Grundsätzlich lernten wir uns beim gemeinsamen Arbeiten in einem Luxushotel der Wiener Innenstadt kennen. Es hat nicht sehr lange gedauert bis neben der Arbeit auch eine Freundschaft entstanden ist. Wie das ab und an mal vorkommt, sind wir nach getaner Arbeit auf ein Feierabend-Bier gegangen. So ist auch die Idee von Riding Dinner entstanden. Also, nach ein paar Bier und intensiven Gesprächen. Wir waren gerade am Heimweg und haben dabei etliche Fiaker gesehen. Irgendwie sind wir ins Gespräch gekommen und meinten beide, dass es zwar recht nett sei, aber ehrlich gesagt langweilig ist…das Ganze wäre doch viel spannender, wenn man dabei vielleicht ein Schnitzel essen kann oder ein Gläschen Sekt genießen könnte…Viel länger hat das erste Gespräch eigentlich auch nicht wirklich gedauert. Am nächsten Tag haben wir dieses Themaerneut aufgegriffen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass diese Idee gar nicht so dumm sei. Danach haben wir uns einfach mal hingesetzt, ein kleines Brainstorming gemacht, alles aufgeschrieben was uns dazu eingefallen ist und überlegt was man denn alles für die Umsetzung benötigt…
Dieses Brainstorming hängt heute bei uns im Office und man muss echt sagen, es fasziniert uns immer wieder, dass die heutige Firma auf diesem einen Blatt Papier aufgebaut wurde.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Puh…Herausforderungen gab es eine Menge. Zum einen die Technische und Logistische, um den Ablauf von Riding Dinner überhaupt umsetzen zu können.
Die viel größere war leider aber die Behördliche und Bürokratische Herausforderung. Nachdem es unser Konzept noch nie gab, wusste keiner so recht, in welches Gewerbe/Branche wir fallen bzw. welche Konzessionen und Genehmigungen wir benötigen. Dieser ganze Prozess hat uns wahrscheinlich die meisten Nerven und Zeit gekostet. Wir mussten wirklich lange warten und zittern um unsere Firma gründen zu können. Das hat uns in unserer Planung sehr weit nach hinten geworfen. Doch Gott sei Dank ging es nach vielen Gesprächen und Telefonaten positiv für uns aus.

Wer ist die Zielgruppe von Riding Dinner?
Ähnlich individuell wie die Leistungen von Riding Dinner würden wir auch unsere Zielgruppe beschreiben. In erster Linie aber ist unser Produkt ein sehr exklusives und wendet sich daher eher an zahlungskräftige Touristen die womöglich auch in relativ kurzer Zeit viel sehen, erleben und schmecken möchten. Wir möchten aber auch die WienerInnen für unsere Idee begeistern, nachdem ca. 80% der Wiener noch nie Fiaker gefahren sind…Wir denken, dass Riding Dinner da eine optimale Gelegenheit ist um besondere Anlässe gebührend zelebrieren zu können.

Was bieten Sie an?
Momentan bieten wir direkt über unsere Homepage zwei Standard-Packages an. Eines mit der Dauer von ca. 40 Minuten, welches sich „Sparkling. Sightseeing“ nennt. Bei diesem Package können 1-4 Gäste pro Kutscheeine klassische Fiaker-Sightseeing-Tour mit Sekt sowie kleinen pikanten und süßen Köstlichkeiten genießen. Unser „Aushängeschild“ ist aber das Package „Culinary. Sightseeing“. Hier bieten wir ein komplettes 3 Gang Menü in der Kutsche. Selbstverständlich inklusive Getränke sowie Aperitif. Das Highlight dabei ist, dass man die drei Gänge auch von drei Wiener Traditonsrestaurants erhält. Im Preis inbegriffen ist auch der Service von einem unserer Private-Butler, der neben dem Fiakerfahrer mit an Board ist und sich die ganze Fahrt über um die Gäste kümmert, den Service abwickelt und ganz wichtig, den ein oder anderen „Schmäh“ macht. Zusätzlich arbeiten wir gerade noch an weiteren Ideen für Packages und so viel sei gesagt…es wird schon bald noch weitere geben! An dieser Stelle muss man aber auch sagen, dass alle unsere Dienste nicht möglich wären, ohne der super Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Die von uns zur Verfügung gestellten Fiaker, kommen vom wohl bekanntesten Wiener-Fiaker-Unternehmen, nämlich Fiaker Paul. Für die kulinarische Umsetzung sind die Traditionsbetriebe und Institutionen: Zum Schwarzen Kameel, Bitzinger’s Augustinerkeller und das Café Landtmann mit von der Partie.

Wie ist das Feedback?
Der generelle Tenor gegenüberRiding Dinner ist sehr gut! Wir hätten uns keinen positiveren Start wünschen können. Es gibt natürlich immer Dinge, an denen wir noch feilen. Wir versuchen immer ganz individuell auf das Gästefeedback einzugehen. Die meisten Gäste beschreiben Riding Dinner kurzgesagt als „einzigartiges großartiges Erlebnis“. Viele Gäste teilen uns aber auch mit, dass man einiges wissen muss bevor man startet. Wie zum Beispiel: Die Gläser nicht allzu voll machen, da es am Kopfsteinpflaster schon mal etwas holpriger werden kann. (Natürlich informieren wir die Gäste darüber im Vorfeld)

Riding Dinner, wo geht der Weg hin?
Nachdem es dieses Konzept noch nie gegeben hat, ist es sehr schwierig für uns eine Prognose zu wagen. Man muss ganz offen und ehrlich zugeben, dass wirtschaftlicher Erfolg ein wichtiger Faktor ist. Daher definiert sich unser wirtschaftliches Ziel ganz klar: Nächstes Jahr davon leben zu können.
Unser persönliches Ziel ist es aber dem Kunden ein komplett neues, einzigartiges Erlebnis in Sachen Sightseeing oder Erlebnisgastronomie zu bieten. Wir kommen beide aus der Luxusgastronomie und leben für unsere Kunden. Es gibt nichts Schöneres als Kunden oder Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Klingt kitschig, ist aber wirklich so.Schön wäre es aber natürlich auch, wenn Riding Dinner eines Tages mal genauso zum Stadtbild gehört wie die Wiener Fiaker selbst.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Hm…naja in New York im Central Park stehen auch Fiaker. (lacht) Mal sehen vielleicht gibt es ja mal ein Riding Dinner New York als Franchise. Ähnlich nach dem Vorbild von Dinner in the Sky. Das wichtigste aber wird es sein, Riding Dinner in den nächsten Jahren als Marke zu etablieren und auch national wie international zu vermarkten. Salzburg ist bis dahin vielleicht auch ein ernsthaftes Thema.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Durchhalten, hart arbeiten und nicht nur daran glauben sondern dafür brennen. Ihr habt mit eurem Unternehmen so viele Chancen! Ihr könnt euch selbst verwirklichen, andere Menschen damit glücklich machen oder gar die Welt verbessern. Auch Perfektionisten dürfen Fehler machen –Gewisse Fehler muss man machen um daran zu wachsen. Man sollte nur so ehrlich sein und sich diese auch eingestehen. Wichtig ist dabei immer, das herauszufiltern was einem hilfreich erscheint und das zu vergessen, was unnütz ist. Schaut euch auf Youtube „The six Rules of Success“ von Arnold Schwarzenegger an…dieser Mensch hat so recht mit all seinen Worten. Und es ist für uns immer so ein kleiner Energybooster und Motivator. (lachen beide)

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marco Pollandt und Raimund Novotny für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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