Macht euren Research genau

RENTIVATE Plattform für Gewerbeflächen die zum Unternehmen passen

Stellen Sie sich und das Startup RENTIVATE doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Thorsten Kröger, ich bin CEO und Co-Founder von RENTIVATE, der Plattform für Gewerbeflächen, welche junge Unternehmen direkt mit professionellen Vermietern verbindet. Anders als Makler oder die heute präsenten Immobilienplattformen haben wir einen kompletten digitalen Lifecycle vom Inserat und der Anfrage, bis zum unterschriebenen Vertrag – für jede Laufzeit. Über die nackte Flächen hinaus bieten wir zahlreiche Add-Ons für Services und Ausstattung, welche flexibel hinzugebucht werden können. Kurzum. RENTIVATE bietet alles, was man für das Zuhause seines Unternehmens braucht.

Ich war vorher lange für einen großen Immobilienfonds in Hamburg tätig und war im Prinzip für alle Arten gewerblicher Flächen als Vermieter aktiv. Daher kenne ich sehr viele Probleme und Herausforderung in dieser doch recht komplexen Welt aus eigener Erfahrung. Gegründet habe ich das Unternehmen Anfang 2019 gemeinsam mit Mario Glöckner, der über 7 Jahre die komplette Immobilien Exansion bei Zalando verantwortet hat und so die Perspektive der Mieter mitbringt.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Da reicht die Geschichte recht weit zurück. Ich war schon als Kind völlig fasziniert davon Dinge selbst erschaffen zu können. Mit 10 – 12 hatte ich Unmengen von Architekturzeichnungen, Bauplänen für ferngesteuerte U-Boote und so weiter und ich glaube mit 9 hab ich mal einen recht detaillierten „Businessplan“ für einen Bauernhof geschrieben, also ausgerechnet, was man tun muss um von null auf Landwirt zu kommen. Für mich war das also schon immer eine Art Bestimmung. 

Konkret habe ich den Entschluss dann nochmal im Architekturstudium in Seoul gefasst. Mich hat das unabdingbare Streben nach Fortschritt dort fasziniert. Ich hab dann verschiedene Ideen geprüft und sehr viel Research gemacht. Einige Sachen haben wir dann kurz vor der Gründung wieder abgesagt, weil wir nicht das optimale Team hatten und ich habe entschieden, dass man die Immobilienbranche erst von innen kennen muss und bin zu einem Immobilienfonds gegangen. Als ich dann 2018 meinen Mitgründer Mario kennengelernt habe und wir anfingen RENTIVATE zu entwickeln, war für mich klar, dass die Chance ist, die ich nicht liegenlassen kann.

Welche Vision steckt hinter RENTIVATE?

Wir haben uns zum Ziel gesetzt digitales gewerbliches Mieten zur Selbstverständlichkeit zu machen und einen völlig neuen Zugang zu Büros & Co zu schaffen. Heute ist es für Unternehmen oft ein riesige Schritt eine Fläche anzumieten: Verträge sind lang und komplex, Laufzeiten sind unflexibel, Provisionen sind hoch und die Prozesse sind nahezu altertümlich. Wir wollen das in ein neues Zeitalter führen. Dazu gehört auch, das wir gemeinsam mit vielen Add-On Partner deutlich mehr bieten als nur die Fläche und das wir immer den direkten Zugang zum Vermieter herstellen – provisionsfrei.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Technisch trifft man bei dem, was wir machen dann natürlich auch auf große Herausforderungen. Es hat schließlich seinen Grund, dass aktuell alles analog und kompliziert ist und es ist zurecht eine große Challange das zu ändern. Auch hier war ordentlicher Research vorab unabdingbar. Es gab außerdem neben den Immobilien-Themen und digitalen Prozessen viel über den digitalen Weg zu lernen, unsere Idee und die Plattform selbst auch an die richtigen Nutzer zu bringen. Vom Balancing von Angebot und Nachfrage natürlich mal abgesehen.

Wer ist die Zielgruppe von RENTIVATE?

Prinzipiell sind das alles Unternehmen die online sind und alle modernen, professionellen Vermieter. Momentan ist da bereits vom Dax-Konzern bis zum 2-Mann Betrieb alles dabei und das zeigt, wie groß das Bedürfnis nach Innovationen und neuen Lösungen in unserem Feld ist. Wir fokussieren aktuell zunächst auf Büroflächen in zentralen Lagen und wollen in den nächsten Monaten deutlich ausbauen.

Wie funktioniert RENTIVATE? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir bieten professionelle Inserate, die dem Grundsatz „what you see is what you get“ folgen. Man kann jede Fläche bei uns digital besichtigen und dann direkt Kontakt mit dem Vermieter aufnehmen. Anders als bei vielen Plattform, die nur als Lead-Generator fungieren, bieten wir aber einen kompletten digitalen Prozess, durch welchen Mieter und Vermieter im weiteren Verlauf bis zur Unterschrift des Vertrages geleitet werden. Das System ist sehr flexibel und ermöglicht es Verträge für jede Laufzeit rein digital zu verhandeln und abzuschließen. Das macht uns besonders und ist ein Novum im gewerblichen Mieten.

Wir bleiben außerdem als Plattform für die gesamte Laufzeit ansprechbar und ermöglichen zahlreiche Add-Ons flexibel zur Fläche hinzuzubuchen. So haben unsere Nutzer ihren völlig eigenen Office-Style statt Einheitslook. und all das ist selbstverständlich provisionsfrei für den Mieter. 

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Wir haben uns natürlich zunächst orientieren müssen. Bei vielen Unternehmen, die Expansionspläne oder Umzüge geplant hatten wurden derartige Vorhaben erstmal pausiert oder gestoppt und auch wir mussten im Marketing erstmal zurückschrauben. Da wir aber wussten, wie der Markt strukturiert ist und auch die Rückschau auf vorherige Krisen gemacht haben, hatten wir keinen Zweifel, dass wir auch in der Krise ein sehr interessantes Produkt haben. Schließlich arbeiten wir mit einer Branche zusammen, welche in ihrem Kerngeschäft noch immer kaum digitalisiert ist und dann auf einmal alles aus dem Homeoffice digital tun muss.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

In den ersten Wochen, als wirklich sehr wenig los waren, weil die Unternehmen erstmal schauen mussten, wie sie selbst durch die Krise kommen, haben wir den Fokus recht schnell noch mehr auf die Produktentwicklung gelegt und unsere Vision weiter vorangetrieben. Außerdem haben wir unsere digitale Infrastruktur allen Unternehmen zur Verfügung gestellt, auch wenn diese gar keine Flächen auf unserer Plattform hatten.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Tatsächlich ist Corona für den angespannten Markt, aus dem wir kommen eine sehr interessante Entwicklung. Wir hatten vor Corona in der deutschen Großstädten im Grunde kaum noch nutzbare Leerstände und lange Zeit war es für junge Unternehmen fast unmöglich an interessante Flächen heranzukommen, weil der Druck im Markt so groß war. Auch wenn dann im März die Unsicherheit zunächst sehr gewachsen ist und viele Unternehmen geplante Umzüge in neue Flächen abgesagt haben, zeigt sich für uns jetzt, dass wir ein deutlich größeres Angebot präsentieren können und das Interesse wieder wächst.

RENTIVATE, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

RENTIVATE wird sich stark darauf konzentrieren den neuen Zugang zum gewerblichen Mieten, welchen wir geschaffen haben, noch deutlich mehr Unternehmen zugänglich machen. Aktuell sind wir in Berlin aktiv und haben bereits eine breit gefächerte Schaar vom Dax-Konzern bis zum Startup. Um dies fortzusetzen, werden wir das Flächenangebot und auch die Märkte in denen wir aktiv sind deutlich ausbauen. Das Ziel ist es RENTIVATE zu dem zu machen, was man beim ersten Gedanken mit dem Zuhause für sein Unternehmen verbindet.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Macht euren Research genau. Legt Wert auf das richtige Team für die Mission. Akzeptiert das Scheitern im Prinzip immer wahrscheinlicher ist, als erfolgreich zu werden – und habt deshalb keine Angst.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Thorsten Kröger das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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