Realisiere etwas von dem du wirklich überzeugt bist

Remote Talents schafft durch digitale Arbeitskultur Work-Life-Pleasure

Stellen Sie sich und das Startup Unternehmen Remote Talents doch kurz unseren Lesern vor!
Genug vom tristen Büroalltag und dem klassischen 9 to 5! Remote Talents schafft durch digitale Arbeitskultur Work-Life-Pleasure. Reisen und Arbeiten soll sich mit uns nicht länger gegenseitig ausschließen und Freiheit, Flexibilität und Selbstbestimmung in Arbeitszeit und -ort sollen nicht länger nur Phrasen sein.
Remote Talents ist ein junges Unternehmen, welches sich die Etablierung der digitalen Arbeitskultur auf die Fahne geschrieben hat und damit entscheidend zur Gestaltung der Arbeit von morgen beitragen möchte. Zusammenarbeit und Kommunikation funktioniert heute anders als noch vor einigen Jahren und wird immer digitaler. Die Technik hierzu ist vorhanden, diese aber auch im betrieblichen Kontext im Sinne von Arbeit 4.0 voll auszuschöpfen, trauen sich derzeit nur die wenigsten Unternehmen. Es fehlt an Erfahrungswerten wie remote (Zusammen-)Arbeiten funktionieren kann und welche Benefits es sowohl auf Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerseite mit sich bringt.
Das Konzept: in einem einzigartigen Programm begibt sich eine Community aus 50 Professionals – unsere Talents – aus unterschiedlichsten Firmen und Funktionen, gemeinsam auf eine Entdeckungsreise in eine neue digitale Arbeitskultur. Dabei bereisen sie in 6 Monaten 6 verschiedene Städte. Das Besondere: während sie reisen, arbeiten sie in ihren bisherigen Jobs – aber eben remote – und leben aktiv digitale Arbeitskultur. Ihr Arbeitsplatz wird dabei in erster Linie ein Coworking Space sein, aber natürlich entscheidet jeder selbst, von wo aus er arbeiten möchte. Ob Coworking Space, Café, Park etc. Die Teilnehmer wechseln monatlich das Land, tauchen in neue Kulturen ein und vernetzen sich untereinander sowie mit der der lokalen Arbeitsszene. Damit sich die Teilnehmer neben dem Arbeiten voll und ganz auf eine einzigartige Reise konzentrieren können, nehmen wir all die organisatorischen Dinge wie Buchungen der Unterkünfte, der Transporte zwischen den einzelnen Stationen sowie der Arbeitsräume wie Coworking Spaces, ab. Es wird regelmäßig Veranstaltungen wie Netzwerkevents, Community-Connects und Workshops geben und zudem lokale soziale Projekte unterstützt. Letztlich lebt die Erfahrung mit Remote Talents in erster Linie von den Talents selbst. Bei uns geht es um Austausch, gegenseitiges Lernen und aneinander wachsen. Durch die gemeinsame Reise schaffen wir somit eine Plattform für größtmögliche berufliche und persönliche Weiterentwicklung und bieten eine außergewöhnliche Erfahrung „out-of-the-box“.

Wie ist die Idee zu Remote Talents entstanden?
Seit Ende Mai 2016 ist Nadja, schon immer passionierte Reisende, selbst in das Leben einer digitalen Nomadin gestartet und hat in einem eher untypischen remote Tätigkeitsprofil – als Personalerin – remote aus der Ferne gearbeitet. Von 0 auf 100 vom normalen Büroalltag zur digitalen Nomadin. Für sie war es schon immer ein Traum für einen längeren Zeitraum zu reisen, aber dabei weder Job noch Karriere auf der Strecke zu lassen sowie Einblicke in eine völlig neue Arbeitskultur sowie die digitale Nomadenszene zu bekommen. Ihr Arbeitgeber hat sich damit ganz klar als Pionier positioniert, indem er mit ihr diesen Pilotversuch gewagt hat.
Während des Arbeitens ist sie also gereist und hat dabei monatlich das Land gewechselt. Sie hat in Tschechien in einem Katzen-Cafe, in Belgrad in einem Bootsrestaurant, in London in einem Waschsalon, in Portugal am Strand oder auch in Marokko in der Wüste gearbeitet.Nadja hat dabei selbst erfahren, wie eine solch einzigartige Erfahrung beruflich wie persönlich wachsen lässt und was für ein innovatives Personalentwicklungs- und Talentmanagementinstrument dahinter steckt. Und genau das brauchen wir und versuchen wir anzustoßen: Unternehmen, die Lust haben Pionier in solch einer neuen Arbeitskultur zu sein, die die Bereitschaft aufbringen, etwas völlig Neues auszuprobieren und Vertrauen in ihre Mitarbeiter geben. Wir müssen aus der Routine ausbrechen, Neues wagen, Chancen nutzen und dem digitalen Wandel begegnen.Im Hinblick auf die Digitalisierung tut sich zudem derzeit so viel in der Welt und in Deutschland müssen wir schauen, dass wir Einblicke bekommen und hinterher kommen. Gleichzeitig wissen wir aber auch, wie groß die Ängste der Unternehmen sind, sich solch neuen digitalen Arbeitsweisen zu stellen. Remote Talents will Unsicherheiten nehmen und die Chancen der digitalen und globalen Welt nutzen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war der Schritt zur Gründung an sich. Sich völlig frei zu machen von den Gedanken „was, wenn es nicht klappt“ und „was könnten Andere denken“ und einfach den Schritt zu wagen. Da wir aber ganz getreu dem Motto leben „was würdest du tun, wenn du keine Angst davor hättest – das musst du tun“ war die Entscheidung zügig klar es einfach zu tun. Im Prozess der Gründung kamen natürlich immer wieder unbekannte Themen auf, mit denen man sich ad-hoc auseinander setzen muss und die zuvor völlig unbedacht und unbekannt waren. Das macht es herausfordernd, aber in sehr positiver Weise. Unser Geschäftsmodell ist aus privatem Eigenkapital finanziert.

Wer ist die Zielgruppe von Remote Talents?
Wir sprechen sowohl jeden Einzelnen als auch gezielt Unternehmen an.
Derzeit gibt es viele Unternehmen, welchen auf dem Weg der Digitalisierung noch das richtige Tool im Hinblick auf neue Arbeitsweisen fehlt, denen die digitale Nomadenszene und deren Möglichkeiten völlig unbekannt sind und oder die auf der Suche nach Optionen sind, wie sie sich für die aktuellen und kommende Generationen als attraktiver Arbeitgeber positionieren können. Auch an innovativen Personalentwicklungsinstrumenten fehlt es heute mehr denn je. Auf diese Problemstellungen bietet Remote Talents eine Antwort. Die Teilnahme eines Mitarbeiters bietet Unternehmen dadurch eine unternehmens- und funktionsübergreifende Erfahrung, die zeitgleich einen ganz besonderen Blickwinkel auf die Arbeitswelt zulässt.
Unser Programm richtet sich zudem direkt an all diejenigen, die nach Selbstbestimmung und -verantwortung, Flexibilität und Freiheit streben, sich sowohl persönlich als auch beruflich weiterentwickeln möchten und die ihren Job remote ausüben können. An leidenschaftliche Reisende, Weltenbummler, Abenteuerlustige, die im Hier und Jetzt leben möchten und nicht erst auf einen Urlaub hinfiebern wollen. Menschen, die die Welt entdecken möchten sowie ein offenes Mindset und ein Interesse an anderen Kulturen in sich tragen. Ganz egal, ob Festangestellter, Selbstständiger, Startup-Vertreter oder Freelancer.

Wie kann man sich bewerben?
Für Arbeitgeber bzw. Unternehmen, die an Remote Talents teilnehmen möchten, steht ein online Bewerbungsformular auf unserer Website zur Verfügung. Wir wählen Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen aus, die dann Mitarbeiter mit uns auf die Reise schicken. Gerne beraten und informieren wir Unternehmen auch vorab persönlich.
Zudem kann sich jeder Festangestellte, Selbstständige oder Freelancer ebenfalls direkt über unser Bewerbungsformular für Talents auf der Webseite bewerben. Aus allen Bewerbungen stellen wir in einem Bewerbungsprozess eine besondere Mischung an Teilnehmern zusammen. Auch hier helfen wir gerne beim Gespräch mit dem Arbeitgeber.

Wohin geht die Reise?
Für das erste Programm ist eine abwechslungsreiche Tour durch Südostasien geplant. Dabei werden Stationen wie Chiang Mai (Thailand), KhoPhangan (Thailand), Kuala Lumpur (Malaysia), Ubud (Bali), Saigon (Vietnam) und Taipei (Taiwan) angesteuert. Die Teilnehmer haben so die Möglichkeit unterschiedlichste Kulturen und Ausprägungen der Digitalisierung sowie der digitalen Nomadenszene kennenzulernen.

Remote Talents, wogeht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist es digitale Arbeitskultur zu etablieren – und diese werden wir konsequent verfolgen und dabei wollen wir als Unternehmen gesund wachsen. Zeitnah wird es auch weitere Länderrouten geben. In jedem Fall möchten wir uns zu einem späteren Zeitpunkt auch noch auf das direkte Matching von remote Arbeitern auf offene Positionen bei Unternehmen fokussieren und auch unsere Beratungs-, Speaking- und Coachingmöglichkeiten weiter ausbauen. Selbstverständlich haben wir zudem die ein oder anderen zusätzliche Idee im Hinterkopf. Aber wir möchten erst einmal das doch ungewöhnliche Konzept von Remote Talents in der Arbeitswelt verankern und erst dann mit den nächsten spannenden Konzepten aufschlagen. Wir möchten uns aber trotz Visionen und Zielen stets offen für aufkommende Chancen positionieren. Unsere (Arbeits-) Welt ändert sich so rasch, da wäre es fatal, wenn nicht auch wir uns offen aufstellen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Realisiere etwas von dem du wirklich überzeugt bist. Etwas, das idealerweise eine echte Herzensangelegenheit mit Passion von dir ist. Hinter deiner Idee und getroffenen Entscheidungen musst du 100% stehen und letztendlich verkörperst du dein Business.
• Wenn du die Wahl hast, können wir aus persönlicher Erfahrung sagen: such dir einen Mitgründer. Und zwar einer, der auf gleicher Augenhöhe und Wellenlänge ist, wie du. Zu zweit lässt sich so ein Schiff zumeist besser schaukeln. Außerdem hilft es bei der gegenseitigen Motivation, die bei aufkommenden Tälern enorm wichtig ist und dem Austausch, der letztlich zu guten Ideen führt.
• Komm weg vom Glauben, dass du alles selbst wissen und können musst, wenn du gründest. Bei vielen Dingen macht es Sinn, diese an echte Experten abzugeben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nadja Mütterlein und Truc Vo für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.