Lieber mit Fehlern beginnen, als immer perfekt zu verschieben

Reishunger: Reisvielfalt aus den besten Anbaugebieten der Welt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Reishunger doch kurz vor unseren Lesern vor!
Reis ist das beliebteste und sortenreichste Grundnahrungsmittel der Welt. Es gibt ihn in allen Farben, Formen und Geschmäckern – von weiß, lang und süß bis schwarz, rund und herb. Und weil das so ist, haben wir von Reishunger uns gedacht: Uns kommt nichts außer die gesamte Reisvielfalt aus den besten Anbaugebieten der Welt in die Tüte!
Wir importieren unseren Reis direkt von Bauern und Reismühlen aus der ganzen Welt zu uns nach Bremen, verpacken ihn in unserer Manufaktur und bieten die riesige Reisvielfalt auf unserem Onlineshop an. Durch den direkten Handel wissen wir immer woher unser Reis stammt und können unsere hohe Reisqualität zu einem fairen Preis anbieten.

Wie ist die Idee zu Reishunger entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir (Torben und Sohrab) haben zusammen Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Im Sommer 2010 saßen wir an der Uni Mensa vor unseren Tellern und dachten uns: Wieso schmeckt so ein natürliches Lebensmittel wie Reis hier bei uns in Deutschland immer nach Pappe mit Salz? Weil gerade kein Reisbauer in der Nähe war, der uns diese Frage beantworten konnte, machten wir uns selber auf die Suche nach Antworten. Wir entdeckten dutzende Reissorten, die nur eines gemeinsam hatten: Sie schmeckten alle total unpappig! Ansonsten unterschieden sich die Reiskörner komplett in Farbe, Form und Geschmack. Wir fanden echten Basmatireis aus dem indischen Himalaya, roten Reis aus der französischen Camargue, schwarzen Reis aus dem italienischen Piemont und den cremig weißen Sadri Reis aus dem Iran, der als beste Reissorte der Welt gilt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als wir uns dazu entschieden haben, Reishunger zu gründen, haben wir als erstes einen kleinen Businessplan geschrieben, der die wichtigsten Eckpunkte und die ersten Zahlen unseres Vorhabens zusammengefasst hat. Dann sind wir relativ schnell damit rausgegangen und haben Leute angesprochen, die uns bei der Umsetzung unserer Idee unterstützen können, wie Reisbauern, Webprofis, Designer und Köche. So bauten wir unser kleines Netzwerk rund um unser Thema auf. Ein halbes Jahr später im ging dann unser erster Onlineshop online.
Wir haben von der Stadt Bremen eine kleine Starthilfe bekommen. Danach sind wir aus eigenen Mitteln gewachsen.

Wer ist die Zielgruppe von Reishunger?
Im Grunde alle, die gerne gut und gesund essen – egal ob Reis bisher auf dem Speiseplan stand oder nicht. Wir bekommen immer wieder das Feedback, dass Menschen erst durch Reishunger angefangen haben, Reis zu essen, weil sie vorher nur den geschmacklosen Pappreis aus der Kantine kannten.

Woher stammt der Reis?
Unser Reis stammt direkt von den Erzeugern und Reismühlen aus der ganzen Welt – Jasmin Reis aus Thailand, Risotto Reis aus Italien, Sushi Reis aus den USA und Quinoa aus Bolivien – wir holen unsere Produkte aus fast jedem Kontinent zu uns nach Bremen.

Welche Mission steckt hinter Reishunger?
Deutschlands Küchen mit dem besten Reis der Welt versorgen!

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Wir hatten schon in der ersten Staffel der Höhle der Löwen daran gedacht, uns zu bewerben. Da wir aber voll und ganz mit dem Aufbau unserer Firma beschäftigt waren, kam das die ersten beiden Staffeln noch nicht in Frage für uns. Anfang 2016 beschlossen wir, dass wir mit unserem Reis auch über den Onlinebereich hinaus weitere Vertriebskanäle eröffnen wollen. Dafür benötigten wir Kapital und Know-how. Wir schauten uns nach Investoren um und kamen schließlich auf die Idee, uns auch bei der Höhle der Löwen zu bewerben. Schließlich sind in den letzten Staffeln sehr interessante Kollaborationen zwischen jungen Gründern und Investoren hervorgegangen, die ganz tolle Erfolge feiern konnten – auch in einem ähnlichen Bereich wie wir.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Im Grunde haben uns so vorbereitet wie man sich für Investorenrunden vorbereitet: Pitch üben, Zahlen aufbereiten und Ziele definieren und dann einfach möglichst gut auf den Frage-Antworten-Part vorbereitet sein. Da wir uns aber seit 5 Jahren tagtäglich mit unserem Geschäft beschäftigen, fällt uns das hoffentlich einfach – auch wenn der Q&A-Part natürlich immer einer gewissen Unsicherheit unterliegt.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Als wir die Nachricht bekamen, dass wir dabei sind, haben wir uns riesig gefreut. Wir haben aber nicht viel Zeit verstreichen lassen und sofort mit den Vorbereitungen begonnen. Wir versprechen uns von der Show, dass wir von den Löwen ein echtes Feedback zu unseren Konzept erhalten und ein hoffentlich gutes Angebot präsentieren können, welches akzeptiert wird.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Reishungeraufmerksam werden?
Die Teilnahme bei der Show ist definitiv ein neuer Meilenstein unserer jungen Unternehmenshistorie. Wir dürfen unser Konzept erfahrenen Unternehmern präsentieren, haben die Chance mit einen von ihnen zusammenzuarbeiten und bekommen zudem noch Medienpräsenz, die für unser Produkt natürlich super wichtig ist. Was will man mehr? Wir freuen uns rieisg!

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Für uns stand von Anfang an fest, dass wir nicht nur an einem Invest sondern auch an Know-how interessiert sind. Da wir ein Onlinefood-Unternehmen sind, die u.a. den Sprung in den Offlinemarkt anstreben, ist vor allem Frank Thelen für uns interessant.

Wie geht es mit Reishunger nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Darüber machen wir uns aktuell nicht viele Gedanken. Wir hoffen einfach, dass die Show für uns positiv verläuft. Sollte es zu einem Deal kommen, würden wir natürlich darauf achten, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie für alle Beteiligten gut sind und wir schnellstmöglich mit dem neuen Kapital und Knowhow in der Firma unsere Projekte angehen. Sollte es zu keinem Deal kommen, müssen wir unsere Projekte überdenken und schauen, wie wir sie alternativ umsetzen können.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen mit Reishunger über den Onlinebereich hinaus in neue Kanäle vorstoßen – im Grunde jeder Kanal, der dabei hilft, unsere Mission zu erfüllen, Deutschlands Küchen mit dem besten Reis der Welt zu versorgen. Wenn alles gut geht, wollen wir in 5 Jahren als Qualitätsführer Deutschlands bekannteste Reismarke sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist immer etwas komisch als Gründer Tipps für andere Gründer zu geben – wir könnten selbst noch gute Tipps gebrauchen 🙂 Aber soweit wir das aus der Erfahrung der letzten 5 Jahre sagen können, sind vor allem folgende Dinge wichtig:
1. Über die Idee reden, reden, reden. Es gibt nichts wertvolleres als ehrliches Feedback aus dem eigenen Umfeld
2. Lieber mit Fehlern beginnen, als immer perfekt zu verschieben
3. Ein übergeordnetes Ziel haben und dieses niemals aus den Augen verlieren

Bild © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Sehen Reishunger am 06.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Torben und Sohrab für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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