Start-up Reishunger aus Bremen knackt die 5 Millionen Umsatz-Marke

„Wir haben von Anfang an in Contentmarketing investiert – das hat sich ausgezahlt!“

Die Jungunternehmer Sohrab Mohammad und Torben Buttjer sind ein gutes Beispiel dafür, dass Start-ups nicht immer nur nach rasantem Wachstum und schnellem Exit streben – sondern durchaus an einem nachhaltigem Unternehmensaufbau interessiert sein können. Im August 2016 traten die Gründer von Reishunger in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ auf, schlugen jedoch auf ein Angebot von Frank Thelen aus. Nun hat das Unternehmen bekannt gegeben, im Geschäftsjahr 2017 erstmals die 5 Millionen Umsatz-Marke geknackt zu haben – aus eigener Kraft.

Reishunger ist – wie der Name unschwer erkennen lässt-ein Spezialist für alle Themen rund um das Nahrungsmittel Reis

„Torben und ich waren noch Studenten und saßen gemeinsam in der Unimensa. Es gab mal wieder unappetitlichen Reis und so redeten wir darüber, dass es in Deutschland ein sehr unterschätztes Nahrungsmittel ist. Da meine Familie aus dem Iran stammt, gibt es bei uns zuhause oft Gerichte mit Reis und so wusste ich: Da liegen Welten zwischen! Wenige Monate später gingen wir mit Reishunger an den Start.“, berichtet Sohrab Mohammad über die Anfänge.

Im Jahr 2010 hätte wohl kaum jemand gedacht, dass man mit einem Onlineshop für Reis-und Reiszubehör wie Reiskocher oder Sushistäbchen erfolgreich sein kann. Doch die Bremer waren Mitbegründer eines spannenden Start-up Trends: Die Spezialisierung auf ein Alltagsprodukt, wie zum Beispiel Gewürze von JustSpices aus Düsseldorf, Suppen von LittleLunch aus Augsburg oder Müsli von MyMuesli aus München, das dann in modernem Branding hochpreisig verkauft wird.

Die Jungunternehmer befreiten all diese Produkte von ihrem altbackenen Anstrich und machten sie „sexy“: Durch hochwertiges Produktdesign, neue und zum Teil exotische Geschmacksrichtungen, mit einer exzellenten Markenposititionierung und gekonntem Onlinemarketing konnten sie sich so gegen die Traditionsunternehmen behaupten. Dies funktionierte auch bei Reishunger – das Start-up ist inzwischen auf insgesamt 60 Mitarbeiter angewachsen und vertreibt seine Produkte nicht nur über den eigenen Onlineshop, sondern auch in Feinkostläden, in renommierten Einkaufshäusern wie dem Kadewe in Berlin, sowie mehreren Edeka und Rewe in der Region.

„Unser Erfolg ist letztlich ein Produkt von Fleißarbeit einerseits und andererseits viel Liebe für Inhalte. Heute redet jeder über Storytelling und Contentmarketing – wir haben uns schon seit dem Start von Reishunger an das Bill Gates-Zitat „Content is king“ von 1996 gehalten. Das heißt, wir haben auf unserer Webseite ein ganzes Reis-Universum aufgebaut: Es gibt bei hunderte Reisrezepte und rund-um-Informationen zum Anbau, der Ernte, der Produktion, dem Handel, etc.

Diese Arbeit hat sich ausgezahlt, denn wir wurden stets mit guten Ergebnissen in den generischen Suchanfragen belohnt und haben uns so einen deutschlandweiten Kundenstamm aufbauen können. Mit richtigem Onlinemarketing haben wir erst vor einem Jahr angefangen.“

So scheinen die Jungs mit einem guten Kurs die nächsten Jahre anzusteuern. Auf die Frage, ob sie es sich vielleicht in Zukunft vorstellen könnten, mit einem Investor zusammenzuarbeiten, kommentieren die Gründer von Reishunger mit einem Augenzwinkern: „Sage niemals nie…!“

Bild: Torben Buttjer

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Quelle Die Zukunftsmanufaktur

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