Dienstag, September 27, 2022

Reisen als Schlüssel zum Erfolg

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Dirk Fehse
Dirk Fehse ist Gründer und Geschäftsführer von PaulCamper. Das Start-Up aus Berlin ist Deutschlands größte Sharing-Plattformen für private Camper, Wohnmobile & Co. PaulCamper soll Spaß machen – und das nicht nur den Vermietern und Mietern. Besonders am Herzen liegt dem Gründer, dass sich das Team wohlfühlt und gemeinsam für ein Ziel arbeitet. Da greift er auch gern auf ungewöhnliche Methoden zurück.

Das Leben ist eine Reise. Sie besteht aus vielen unterschiedlichen Stationen, beruflich wie auch privat. Einige sind kürzer, andere dagegen länger. Manche empfinden wir als angenehm, andere möchten wir dagegen eher schnell vergessen. Abgesehen von dieser eher philosophischen Betrachtungsweise ist das Reisen im herkömmlichen Sinne eine ideale Möglichkeit, um den eigenen Horizont zu erweitern. Es schafft die Grundlage dafür, sich klar über das zu werden, was man als Mensch möchte. Ich nehme neue Eindrücke mit und verarbeite sie, stärke meinen Charakter und habe Zeit, mir Gedanken über meine Ziele zu machen. Nicht umsonst steigen immer mehr Menschen gegenwärtig aus dem Hamsterrad Arbeit für ein Sabbatical aus.

Leben bedeutet heute mehr, als nur einem Job nachzugehen und möglichst viel Geld zu verdienen. Als ich mit knapp 30 Jahren meinen gut bezahlten Job als Berater aufgegeben habe, wusste ich noch nicht genau, wohin mich meine Reise führen würde. Aber nachdem ich mich buchstäblich mit einem Camper auf den Weg machte, merkte ich, was ich wirklich machen möchte. Die Idee zu PaulCamper war geboren.

Unser Credo lautet: Von Campern für Camper. Entsprechend wichtig war es mir, dass die Crew immer wieder die Möglichkeit hat, aus dem klassischen beruflichen Alltag auszubrechen. Neben Community-Treffen, die zweimal im Jahr stattfinden, haben wir im Mai 2017 unseren ersten Team-Roadtrip gestartet. Wir sind mit sechs Mobilen von Berlin aus gestartet und in Etappen bis an die Ostseeküste gefahren. Tagsüber haben wir auf Camping-Plätzen gearbeitet und abends sind wir entweder weitergefahren oder aber haben die Zeit gemeinsam auf dem Platz verbracht.

Wichtig ist für uns dabei eigentlich nur folgendes: a) eine Internetverbindung, damit wir den Betrieb aufrechterhalten können, b) gemeinsam Spaß haben und c) keinen Sonnenbrand zu bekommen! In der heutigen Arbeitswelt ist das mobile Arbeiten oder auch das Arbeiten an Third Places keine Seltenheit mehr. Wir haben heute die Freiheit, überall dort tätig zu sein, wo es einen Anschluss ans Netz gibt. Das ist ein Privileg und viel zu viele Unternehmen nutzen das nicht aus.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Team umso zufriedener ist, wenn es Freiräume hat, um sich selbst zu entfalten. Dazu gehört für mich auch, keine klassischen Bürozeiten einzuführen. Jeder von uns weiß, was unsere Ziele und Aufgaben sind und was unsere Fahne am Horizont ist. Je mehr Freiheit ich in diesem abgesteckten Rahmen zur Verfügung stelle, desto höher sind die Motivation und auch die Kreativität. Natürlich gibt es Fixpunkte, wo jeder anwesend ist, entweder physisch oder virtuell, etwa bei unserer wöchentlichen Teambesprechung. Solche Fixpunkte sind wichtig, schaffen sie doch die Basis für Kommunikation über die Verantwortungsbereiche hinaus. Ein richtiges Team- oder Wir-Gefühl kann ich jedoch nicht über solche Besprechungen schaffen.

Ich merke, dass es unglaublich wichtig ist, im Team ein homogenes Mindset zu haben. Wenn alle hoch motiviert, kreativ und zugleich bodenständig und leistungsbereit sind, dann tut das dem Team, dem “Wir-Gefühl” und damit dem Unternehmen einfach unglaublich gut. Wichtig sind natürlich auch Achtung und der Respekt voreinander. Denn ein Team verbringt viel Zeit miteinander. Wenn jeder die gleichen Werte und Leistungen bewusst oder unbewusst einfordert, dann trägt sich die Mannschaft auch bei Gegenwind.

Auch hier ist Reisen ein Teil des Erfolgs: Mitarbeiter, die weltoffen sind und viel reisen, bringen oft eine gewisse Toleranz und vor allem Neugierde für das Andersartige auf.

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