REDS.box dein einfacher Heimserver

REDS.box erhalte die Kontrolle über deine Daten zurück

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz vor!
Wir sind Annika Schulz (29) und Torben Haase (35) aus Kiel, Geschwister und Gründer des Startups Flowy Apps. Seit 2013 arbeiten wir gemeinsam an unserer Vision den Internetnutzern die Kontrolle über ihre Daten in der Cloud zurück zu geben. Grundlage dafür ist unsere Open Source Technologie REDS.io, die es dem Nutzer ermöglicht den Speicherort seiner Daten frei zu bestimmen, ohne auf die Vorteile der Cloud verzichten zu müssen z.B. zu Hause oder im Büro. Der Datenaustausch erfolgt dabei immer automatisch verschlüsselt, so dass der Anbieter der Anwendung und auch Dritte keinen Einblick in die Daten haben.
Mit der REDS.box haben wir außerdem eine simple Plug’n‘Play-Hardware entwickelt, mit der jeder diese REDS-Technologie nutzen und sich schnell und einfach eine sichere private Cloud einrichten kann.

Wie ist die Idee zum REDS.box entstanden und warum haben Sie sich als Geschwister entschlossen ein Startup Unternehmen zu gründen?
Häufig werden die Daten von Nutzern nicht ausreichend geschützt, weil der Aufwand dafür einfach viel zu groß ist. Mit der REDS.box wollen wir auch wenig technik-affinen Nutzern ermöglichen, dass sie ihre Daten ohne großes technisches Know-how sicher in ihrem Kontrollbereich speichern können. Die REDS.box wird von uns schon so vorkonfiguriert, dass der Nutzer selbst nur noch einen ganz geringen Einrichtungsaufwand hat. Anders als bei herkömmlichen NAS-Systemen verbleiben außerdem alle Anwendungen in der öffentlichen Cloud, sodass der Nutzer auch im weiteren Verlauf sich nicht mit Updates o.Ä. auseinandersetzen muss.
2012 hatte Torben die Idee sich selbständig zu machen und wollte sich für das EXIST Gründerstipendium bewerben. Ich habe ihn während dessen schon bei vielen Punkten mit meinem kaufmännischen Wissen unterstützt und so haben wir uns letztendlich gemeinsam beworben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung ist eigentlich der ständige Prozess sich und seine Ideen immer wieder zu hinterfragen und sich auch immer wieder zu motivieren auch wenn es mal nicht so gut läuft und natürlich die Investorenakquise.
2013 haben wir ein 1-jähriges EXIST Gründerstipendium erhalten. 2014 haben wir selbst Eigenkapital investiert und wir sind zudem zwei Mal durch den EFRE Seed-und Startup Fonds Schleswig-Holstein unterstützt worden.

Sie haben auf Kickstarter eine Crowdfunding Finanzierung gestartet. Warum haben Sie sich für diese Finanzierung entschieden?
Als junges Startup ist man nicht nur auf finanzielle Unterstützung angewiesen, sondern braucht auch den Austausch mit anderen Unternehmen und potentiellen Kunden. Crowdfunding-Plattformen wie z.B. Kickstarter bieten uns deswegen neben dem Finanzierungsaspekt auch eine sehr gute Möglichkeit uns mit anderen über das Produkt auszutauschen.

Wo sehen Sie die Vorteile?
Man hat die Möglichkeit sich über seine Idee auszutauschen und Input und Feedback von potenziellen Kunden zu erhalten. Dadurch lässt sich direkt feststellen, ob ein Produkt das Potenzial hat langfristig erfolgreich zu sein. Hat es dieses Potenzial (noch) nicht, merkt man das direkt während der Kampagne und kann sich mit der Community austauschen und mit ihrer Hilfe die eigene Idee weiterentwickeln.
Außerdem ist eine Crowdfunding-Kampagne gleichzeitig eine sehr gute Möglichkeit den Bekanntheitsgrad zu steigern.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Das Ziel der Kampagne ist es, dass wir die Produktion der ersten Kleinserie von ca. 250 REDS.boxen starten können. Die Gehäuse lassen wir bei einem Partner hier in Deutschland fertigen, die restlichen technischen Bestandteile beziehen wir von Herstellern und Zulieferern aus Europa. Nachdem wir alle Bestandteile der REDS.box haben, starten wir dann eigenhändig mit dem Zusammenbau der REDS.boxen, sodass wir diese dann voraussichtlich im Mai an unsere Unterstützer versenden können.

Wer ist die Zielgruppe?
Zielgruppe für die REDS.box ist jeder private oder gewerbliche Nutzer von Clouddiensten, der seine Privatsphäre und insbesondere seine Daten sicher speichern und mit anderen austauschen will und das ohne großes technisches Know-how oder einen hohen zeitlichen Aufwand.

Wie funktioniert die REDS.box?
Der Nutzer muss die REDS.box zu Hause an den Strom und den Router anschließen und dann die individuelle REDS.box Adresse im Browser aufrufen, um einen Namen und ein Passwort festzulegen. Dann ist die Box aktiviert und kann als Speicherort mit einer REDS.app benutzt werden. Bei der jeweiligen REDS.app ist die Anmeldung genau so einfach wie bei einer bisherigen Cloud Anwendung, bloß dass dort einmalig die REDS.box als Speicher angegeben werden muss. Danach funktioniert alles wie bisher! (Tutorial Video in der Kickstarter Kampagne oder hier How to setup your REDS.box)
Bei Auslieferung der REDS.Box nach der Kampagne wird es z.B. die App ‚REDS.drive‘ geben, mit der Fotos, Dokumente etc. organisiert und ausgetauscht werden können.

REDS.box, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In 5 Jahren haben wir hoffentlich viele zufriedene Kunden und verkaufen unsere REDS.box nicht nur über unseren eigenen Online-Shop, sondern sind auch bei einigen großen Einzelhändlern gelistet. Neben unseren eigenen REDS.app gibt es dann viele weitere REDS.apps von anderen Entwicklern, die die verschiedensten Bedürfnisse der Nutzer abdecken. Und zu guter Letzt können wir uns mit unseren Umsätzen hoffentlich selbst tragen und haben ein tolles Team, mit dem wir Spaß bei der Arbeit haben.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Die Idee immer wieder hinterfragen und mit anderen dazu austauschen. Keine Angst vor Veränderung haben. Auch in schlechten Zeiten nicht den Mut verlieren, sondern immer an die Idee glauben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Annika Schulz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

Hier finden Sie unsere Datenschutzerklärung

X