Nutzt neue und bestehende Kontakte und baut euch ein nachhaltiges Netzwerk auf!

REDNUX – Das zukünftige Amazon des Handwerks

Stellen Sie sich und das Startup REDNUX kurz unseren Lesern vor!
Eugen Volz: Als einziger Online-Anbieter am Markt bieten wir Klimaanlagen inklusive Montage und Wartung als Komplettpaket zum Festpreis an. Über unseren digitalen Klimaanlagenplaner können sich unsere Kunden ihre Klimaanlagen ganz einfach zusammenstellen – und das aus einer Auswahl von über 25 Herstellern, ganz nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Die komplett fertigen Aufträge vergeben wir dann an unsere lizensierten Partner aus dem Handwerk.

Unser Ziel: Das Bindeglied zwischen Kunden, lokalen Handwerkern und Händlern sein.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?
Markus Iwin: Bereits 2015 haben wir am DIY-Markt einen Trend feststellen können: Der Internethandel verdrängt den lokalen Bau- und Heimwerkermarkt. Das hat vor allem damit zu tun, dass lokale Handwerker meist über keine eigenen Vermarktungskanäle im Internet verfügen. Viele Kunden suchen aber genau dort nach Angeboten und Anbietern. So wurde die Idee zu REDNUX geboren:

Durch unsere digitale Plattform bringen wir Kunden und lokale Handwerksbetriebe wieder zusammen.

Welche Vision steckt hinter REDNUX?
Jens Langenberg: Wir haben den Proof of Concept mit Klimaanlagen geschafft – darauf sind wir sehr stolz. Aber darauf ruhen wir uns nicht aus. Wir haben gemerkt, dass der Handwerkermarkt noch sehr viel mehr Potential hat und unsere Kunden auch andere Leistungen nachfragen. Dem Wunsch wollen wir nachkommen und schrittweise unsere Leistungen erweitern, z.B. um Fliesenlegen, Tapezierarbeiten bis hin zu Trockenbau. Also eigentlich eine Plattform, mehr als ein reiner Marktplatz, bei dem wir das Komplettpaket anbieten – ähnlich wie ein Amazon, nur eben im Handwerk.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Jens Langenberg: Die größte Hürde lag darin, den Fuß in einen alteingesessenen Markt zu bekommen. Mit dem durchoptimierten Angebot zum Festpreis haben wir auch ein hohes Maß an Transparenz in der Preiskalkulation aufgezeigt. Dies hat Unruhe und Unsicherheit bei Mitbewerbern und Handwerkern ausgelöst, was wir auch deutlich zu spüren bekommen haben.

Sascha Reinisch: Über die Finanzierung sind wir besonders stolz. Denn die Bilanzen geben uns recht: Trotz der großen Wachstumssprünge von fast 400 Prozenz, drei Jahren in Folge, schließen wir das Geschäftsjahr 2018 ohne Fremdfinanzierung und sogar mit positivem Ergebnis ab.

Wer ist die Zielgruppe von REDNUX?
Markus Iwin: Kundenseitig richten wir uns an Privathaushalte, also Mieter sowie Eigentümer, aber auch Gewerbekunden aus Mittelstand, Industrie oder zum Beispiel Hotellerie sind für uns spannend. Denn Klimaanlagen oder Dienstleistungen im Handwerksbereich kann prinzipiell jeder in Anspruch nehmen – egal ob Großkunde oder Privatperson. Auch immer mehr Handwerksbetriebe wollen mit uns arbeiten. Denn auch das ist anders bei REDNUX:

Wir haben kein eigenes Team, sondern setzen auf unabhängige Fachtechniker – die „Men in the Van“, wie wir so schön sagen.

Wie funktioniert REDNUX? Wo liegen die Vorteile?
Eugen Volz: Wir sind weder ein weiterer Handwerksbetrieb noch ein reiner Proxy zwischen Kunden, Handwerkern und Herstellern. Über unsere Plattform und die künstliche Intelligenz dahinter – das REDNUX SYSTEM TOOL – vertreiben wir individuell zusammengestellte Klimaanlagen zum Festpreis und gleichzeitig erhalten unsere Handwerker die bereits fertigen Aufträge zur Montage.

Der Kunde muss sich also um nichts mehr kümmern außer der Terminvereinbarung und der Handwerker konzentriert sich auf seine Arbeit – den Rest übernehmen wir.

Wie ist das Feedback?
Eugen Volz: Mit ganz wenigen Ausnahmen sind unsere Kunden zu 99 Prozent zufrieden mit uns. Nach anfänglicher Skepsis seitens der Handwerker, erhalten wir auch hier fast durchgehend positives Feedback. Denn unsere Partner haben verstanden: Wir sind keine Konkurrenz.

Ganz im Gegenteil: Wir kümmern uns um Vertrieb und Auftragsmanagement, damit sich der Handwerker auf seine Arbeit konzentrieren kann.

REDNUX, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Markus Iwin: Der Kundenwunsch nach einfachen und transparenten Dienstleistungen mit Planungssicherheit wird immer lauter. Deshalb ist es unser Ziel, REDNUX in diesem Segment breiter aufzustellen: Nicht nur durch die Diversifizierung der angebotenen Leistungen, sondern auch durch die Verbesserung unserer Services in den einzelnen Vertikalen. Wir arbeiten zum Beispiel an einer eigenen APP für unsere Handwerkspartner und an VR- und AR-Lösungen im Kundenservice. Auch die Expansion auf den internationalen Markt wird uns zukünftig beschäftigen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jens Langenberg: Habt eine Vision und haltet an ihr fest. Auch wenn es manchmal schwer ist. Nutzt neue und bestehende Kontakte und baut euch ein nachhaltiges Netzwerk auf. Aber am wichtigsten: Findet ein Team, das eure Vision nicht nur unterstützt, sondern auch aktiv vorantreibt und verbessert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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