Freitag, August 12, 2022

Traut euch, abgelehnt zu werden

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Recruitee intuitives und kollaborative Recruiting Tool für Unternehmen

Stellen Sie sich und das Startup Recruitee doch kurz unseren Lesern vor!

Perry Oostdam: Ich bin Perry Oostdam, CEO und Gründer von Recruitee, dem intuitiven und kollaborativen Recruiting-Tool für alle, die sich vorgenommen haben gemeinsam zu wachsen. Wir wollen Unternehmen jeglicher Größe dabei unterstützen, eine stärkere Zusammenarbeit bei Einstellungsprozessen zu ermöglichen und für alle Beteiligten zu einem positiven Erlebnis zu machen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Perry Oostdam: Das ist tatsächlich aus der Notwendigkeit heraus entstanden. Damals hatte ich bereits ein anderes Unternehmen mit meinem Mitgründer Pawel Smoczyk gegründet und wir waren dabei, neue Teammitglieder zu finden und stark zu wachsen. Mit den vorhandenen Tools stießen wir dabei auf unsere Grenzen und merkten, dass es noch nichts auf dem Markt gab, das unseren Ansprüchen sowie unserem Ansatz des kollaborativen Recruitings folgte.

Welche Vision steckt hinter Recruitee?

Perry Oostdam: Wir möchten, dass Recruiting nicht mehr in Silos stattfindet, von denen ausschließlich die Personaler*innen und im besten Fall die*der Manager*in aus dem einstellenden Team etwas mitbekommen, sondern eine wirkliche Teamarbeit wird. Schließlich soll ja die Person, die eingestellt werden soll, auch wirklich in das Unternehmen passen. Dafür ist es wichtig zu verstehen, in welchem Team die*der Kandidat*in aufgenommen wird. Deshalb ist es unsere Vision, kollaboratives Recruiting zum neuen Standard zu machen, der in die Zukunft des Recruitings weist.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Perry Oostdam: Wir wollten selbstbestimmt bleiben und haben deshalb den Weg des Bootstrappings gewählt. Wir hatten bereits eigene Ersparnisse, die durch die vorherige Gründung zustande kamen, und konnten unser Team so organisch wachsen lassen. ​​Die Tatsache, dass wir in der Anfangsphase des Unternehmens bootstrapped waren, bedeutete, dass die Kunden zu unseren Finanziers wurden. Es war befreiend, die volle Kontrolle über die Richtung unseres Unternehmens und die Produktentwicklung zu haben. Allerdings mussten wir das Unternehmen über den Cashflow steuern und uns darauf konzentrieren, alles wieder zu reinvestieren. Einen Echtzeit-Überblick über unsere wichtigsten Kennzahlen zu haben, um sie schnell anzupassen, war entscheidend, um das Unternehmen auf Kurs zu halten. 

Wer ist die Zielgruppe von Recruitee?

Perry Oostdam: Im Grunde alle, die auf der Suche nach guten Mitarbeitenden sind: Egal, ob das Team wachsen soll, oder eine Stelle nachbesetzt werden muss. Recruitee ist dafür da, dass die Recruiting-Prozesse transparent und möglichst inklusiv gestaltet werden können. Ob Klein- und Mittelständische Unternehmen oder große Corporates, durch unsere Funktionalitäten ist das Tool auf alle möglichen Bedürfnisse anpassbar und kann sogar durch die API-Schnittstelle in bestehende Systeme integriert werden. 

Wie funktioniert Recruitee? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Perry Oostdam: Mit unserer intuitiven und einfach zu bedienenden Oberfläche können Personaler*innen den gesamten Einstellungsprozess abbilden und jederzeit Personen im Unternehmen einbinden, die in den einzelnen Schritten benötigt werden. Die individualisierbaren Dashboards ermöglichen es, dass alle wichtigen Informationen einem Ort gebündelt sind und das involvierte Team die für sie relevanten Informationen einsehen können.

Auch Prozessautomatisierungen sind möglich, wie etwa eine Terminvergabe für ein Bewerbungsgespräch (auf Grundlage der freien Kapazitäten des Teams) sowie der E-Mailversand von Zu- und Absagen beim Erfüllen bestimmter Bedingungen. Das macht es leichter und übersichtlicher für alle Personaler*innen, den Überblick zu behalten. 

Wie ist das Feedback?

Perry Oostdam: Ich denke, die Zahlen sprechen für sich: Wir sind aktuell das am schnellsten wachsende Tech-Startup in den Niederlanden, doch damit geben wir uns natürlich nicht zufrieden. Unsere Kunden sind froh, dass sie ihre Prozesse im Recruiting endlich in einem Tool abbilden können, anstatt ständig zwischen Programmen, wie etwa dem Mail-Programm, einem Projektmanagement-Tool und einem CMS zu wechseln. Die Koordination, um kollaboratives Recruiting möglich zu machen, ist dadurch viel zeiteffizienter geworden, Personaler*innen können sich also auf das Wesentliche konzentrieren – nämlich die*den Kandidat*in auf menschlicher Ebene zu begegnen und ihre einstellenden Teams zu involvieren.

Recruitee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Perry Oostdam: Als produkt- und kundenorientiertes Unternehmen hoffen wir, unsere Werte stets in den Produkten, die wir anbieten, und den Menschen, die wir betreuen, zum Ausdruck zu bringen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Nummer 1 unter den HR-Tech-Marken in Europa werden, die für die besten Tools bekannt ist, mit denen Teams kollaborativ rekrutieren und wachsen können. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir unser Produktangebot weiter ausbauen und HR-Teams mit noch mehr Tools unterstützen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Holt euch frühzeitig einen Mentor: Wenn ihr euch schon in der Anfangsphase einen Mentor sucht, könnt ihr sicher sein, dass ihr bei der Gründung eures Unternehmens keine wichtigen Schritte verpasst.

Versucht nicht, es allen recht zu machen: Die Rolle des Gründers bringt eine Menge Verantwortung und Meinungen darüber mit sich, was der richtige Weg vorwärts ist. Scheut euch nicht, das Heft in die Hand zu nehmen und das Unternehmen in eine Richtung zu lenken, die eurer Vision treu bleibt und mit euren Unternehmenszielen übereinstimmt.

Traut euch, abgelehnt zu werden: Viele „Neins“ können zu einem „Ja“ führen, und das ist alles, was ihr braucht, um loszulegen. Denkt daran: Wenn Ihr abgelehnt werdet, bittet um Klarstellung und Feedback. Das wird euch helfen, euer Konzept zu verfeinern.

Wir bedanken uns bei Perry Oostdam für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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