Wie aus einem Problem ein Startup entstand

Mit Record Bird verpassen Sie nie wieder einen Musik Release

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Record Bird doch kurz vor!
Record Bird ist ein kostenloser Online-Service, der Musikfans über die neuesten Releases ihrer Lieblingskünstler informiert – egal, wo auf der Welt diese erscheinen werden und egal, ob das Werk digital, auf Vinyl oderals CD auf den Markt kommt. Im Moment gibt es Record Bird als Web Applikation, sowie als Chatbot für Facebook Messenger und Kik. Die iOS App folgt im Sommer.

Wie ist die Idee zu Record Bird entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir kannten das Problem neue Musik Releases zu verpassen aus eigener Erfahrung. Wir wissen wie frustrierend es ist, erst Wochen nachdem offiziellen Release durch Zufall auf ein neues Album – oder eine neue Single – aufmerksam zu werden. Zuerst wollten wir das Problem lediglich für den Musikfan in uns lösen. In Folge wurde uns jedoch rasch bewusst, dass das Problem viel weitgehender ist und Fans weltweit sowie die globale Musikbranche nach einer nachhaltigen und effizienten Lösung verlangen. Niemand will Musik verpassen. Da konnten wir im Namen aller Musikliebenden nicht mehr locker lassen!

fb-bot-iphoneVon der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Qualität unseres Produkts wird stark durch die Datenqualität im Hintergrund beeinflusst. Musikgeschmack ist global, somit konnten wir nicht nur mit einer Teilmenge wie z.B. nur deutschen KünstlerInnen starten – das war eine große Starthürde. Im Moment tracken wir mehr als 4 Millionen Künstler weltweit. Der Aufbau dieses Datennetzwerks war ein wichtiger Meilenstein in Richtung unseres Nutzerversprechens, nie wieder einen Musik Release zu verpassen.
Darüber hinaus, wollten wir unbedingt Investoren aus dem Musikbereich für Record Bird zugewinnen, die uns weit über die Finanzierung hinaus unterstützen können. Wir haben infolge dessen auch Angebote abgelehnt, wo wir uns sicher waren, dass das Investment selbst der größte Nutzen sein würde. Bei unseren aktuellen Investoren, waren wir uns jedoch sicher, dass sie uns langfristig unterstützen können, Record Bird auf den nächsten Level zu befördern und ein Unternehmen aufzubauen, das die Musikbranche nachhaltig verändern wird.

Wer ist die Zielgruppe von Record Bird?
Jeder Musikfan, der/die sich schon mal ärgerte einen Release verpasst zu haben!

Wie funktioniert Record Bird?
Mit nur einem Klick können User geliebte Bands und MusikerInnen von Facebook oder Spotify importieren, welche dann mit der Release- Datenbank von Record Bird abgeglichen werden. Plant einer dieser Künstler in den nächsten Tagen/Wochen eine Veröffentlichung, werden die User bereits im Voraus informiert. Darüber hinaus können Nutzer ausgewählte Tracks bereits vor Release probehören und vorbestellen.
Darüber launchte Record Bird den weltweit ersten Musik-Chatbot für Facebook Messenger und Kik. So sind nun 900 M Menschen täglich nur einen Klick von Ihrem ersten Kontakt mit Record Bird entfernt.
Musikfans verpassen in Folge nicht nur keinen Release Ihrer Lieblingskünstler mehr, sondern sie wissen lang vor Veröffentlichung bereits über das neue Werk Bescheid. Ein Informationsvorsprung, der wertvollen Austausch innerhalb des Zielpublikums anregt: Das digitale Musikzeitalter zeigt sehr deutlich, dass die Zeit vor einem Release, und die Konversationen die indes angeregt werden, für einen erfolgreichen Release ebenso ausschlaggebend sind, wie die Musik selbst.

Was unterscheidet Sie von anderen Portalen?
Dieser Informationsvorsprung unterscheidet Record Bird auch deutlich von Release Notifications auf Spotify, Apple Music oder ähnlichen Streaming-Diensten. Musikfans interessieren sich nicht für die Abkommen zwischen ihrem Streaming-Dienst und den Plattenfirmen. Der neue „Radiohead“-Release ist für Fans spannend, unabhängig davon, wo die Veröffentlichung stattfindet – und umso früher Fans Bescheid wissen, umso wertvoller für Fans und Künstler.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Erstmals kommt die iOS App im Sommer, welche unser Produkt nochmals auf einen ganz neuen Level heben wird. Darüber hinaus arbeiten wir natürlich an der nächsten Version unserer Chatbots.
Wo wir in 5 Jahren stehen? Gute Frage. Aber wenn kein Musikfan mehr einen Release seiner Lieblingsband verpasst und stets einen kompakten Überblick über die Releasepläne seiner Lieblingskünstler hat, dann haben wir für Musikfans und die Industrie einiges bewirkt.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich geb’ lieber ein paar Lesetipps mit auf den Weg:
5 Bücher:
– The Lean Startup by Eric Ries
– Extreme Programming Explained by Kent Beck
– Delivering Happiness by Tony Hsieh
– The Hard Thing About Hard Things by Ben Horowitz
– The Tipping Point by Malcolm Gladwell

5 Blogs:
avc.com
bothsides.com
blog.samaltman.com
paulgraham.com/articles.html
askthevc.com

Wir bedanken uns bei Andreas Mahringer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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