Radbonus: Belohnungsprogramm fürs Radfahren

 

Radbonus – App starten und losradeln

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Radbonus doch kurz vor!
Radbonus ist ein Belohnungsprogramm fürs Radfahren. Für gefahrene Rad-Kilometer bekommen unsere Nutzer von unseren Partnern (Krankenkassen, Arbeitgebern, Bike-Shops) echte finanzielle Belohnungen.

Wie ist die Idee zu Radbonus entstanden?
Als passionierte Radfahrerin habe ich mich immer geärgert, dass Autofahrer so viel „unterstützt“ werden, obwohl sie doch den schlechtesten Impact auf unsere Gesellschaft haben. Als Gegengewicht dazu habe ich den Radbonus gegründet. Hier werden die Radfahrer honoriert und motiviert. Dafür habe ich mir überlegt, wer einen Nutzen daraus ziehen könnte, wenn mehr Menschen Rad fahren. Bei meinen Interviews und Recherchen haben folgende Gruppen folgende Bedürfnisse und Probleme bestätigt:

• Krankenkassen wollen Prävention fördern um Behandlungskosten einzusparen
• Arbeitgeber wollen Krankentage senken, die Konzentrationsfähigkeit/Produktivität steigern und die CO2-Bilanz ihres Unternehmens senken
• Bike-Shops wünschen sich größere Absätze und neue Marketing-Kanäle
• der stationäre Handel möchte die Park-Kosten senken und ihr Image aufbessern
• große Marken (besonders aus der old economy) wollen sich mit der digitalen Generation verbinden und ihr grünes Image aufbessern.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Im Juli 2015 haben wir erstmal nur mit möglichen Partnern und Nutzern gesprochen. Wir wollten wirklich verstehen, wo die Pain Points von allen Parteien liegen und die Möglichkeiten erkunden, die in unserem Geschäftsmodell liegen. In dieser Phase haben wir sehr viel Rückenwind bekommen. Die vielen Vor-Anmeldungen der Nutzer haben uns gezeigt, dass wir auf dieser Seite in offene Türen rennen. Viele Mentoren und Business-Experten haben der Idee ein riesiges Potenzial zugesprochen und die anvisierten Partner haben sofort Interesse bekundet. Das alles hat unseren Glauben an den Radbonus vollends gefestigt. Als uns klar wurde, dass Krankenkassen und Arbeitgeber allerdings ein fertiges Produkt sehen wollen, bevor sie wirklich mit uns verhandeln, haben wir uns entschieden aus eigenen Mitteln die erste Version der App umzusetzen.
Der Launch war dann ziemlich aufregend und die eine oder andere Fehler-Meldung hat uns ganz schön ins Schwitzen gebracht. Aber mit der Zeit haben wir gelernt damit umzugehen und die Rückmeldung als wertvolles Feedback zu verstehen. Mittlerweile macht es unglaublichen Spaß mit der Community zu interagieren.

Auf welchen Geräten läuft die App?
Wir haben native Apps entwickelt: IOS ab Version 8 & Android ab 4.0

Wie sammelt man die Punkte?
Einfach Radbonus-App starten und losradeln.

Was bekommt man für die Punkte? Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Im Moment arbeiten wir mit E-commerce Partnern zusammen. Für gefahrene Kilometer bekommen unsere Nutzer zur Zeit Rabatte. Auf unserer Bonus-Seite können Sie sehen welche Partner im Moment an Bord sind: http://radbonus.com/partner/
Zusätzlich läuft eine Challenge von ABUS. Alle Nutzer, die bis zum 31.12.2015 100 km gesammelt haben, nehmen an der Verlosung von ABUS-Gewinnen teil: http://radbonus.com/challenges/
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, auch Arbeitgeber und Krankenkassen einzubinden.

Radbonus, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir verfolgen eine Mission, die wir wirklich groß sehen wollen. 2020 sollen 350.000 aktive Nutzer mit dem Radbonus km sammeln. Mehrere Krankenkassen und viele Arbeitgeber unterstützen das Radfahren und wir machen einige Awareness-Kampagnen mit Partnern. Damit können wir den Radverkehr um einige Prozente steigern.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Redet mit eurer Zielgruppe und mit allen, die euch über den Weg laufen über eure Idee. Seid ehrlich zu euch selbst, wenn ihr schlechtes Feedback bekommt. Ein „naja“ reicht nicht aus.
2. Geht auf Veranstaltungen, wo eure Zielgruppe sich aufhält. Bleibt nicht nur in der Startup-Szene.
3. Baut euch vorher schon ein solides Netzwerk auf und arbeitet an Projekten mit. Auch wenn es nicht der Weisheit letzter Schluss ist, ist es eine Erfahrung, die euch später bei der goldenen Idee weiter bringt.
4. Startup heißt echt viel Arbeit. Wenn ihr nicht bereit seid, heute und sofort loszulegen und ohne Gehalt den Finger zu rühren, ist das Ganze vielleicht nichts für euch. Hackathons und Startupweekends sind super, um herauszufinden, ob man das wirklich will.
5. Arbeitet immer nur an dem, was für den nächsten Schritt wichtig ist und bleibt fokussiert.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Nora Grazzini für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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