Donnerstag, Januar 27, 2022

Wenn du gründen möchtest, warte nicht auf die perfekte Idee, denn die gibt es nicht

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

PuttView: Golftraining via Augmented Reality

Stellen Sie sich und Ihr Startup-Unternehmen Viewlicity doch kurz unseren Lesern vor!
Lukas Posniak: Die Viewlicity GmbH haben Christoph und ich im Oktober 2015 gegründet, um das Lernen durch den Einsatz von Visualisierungstechnologien wie Augmented Reality zu vereinfachen. Im Augenblick konzentrieren wir uns auf die Entwicklung und Vermarktung unseres Trainingssystems PuttView, das das Golftraining im Bereich Putten grundlegend verändern wird.

Wie ist die Idee zu PuttView entstanden?
Christoph Pregizer: Ich bin schon seit 15 Jahren begeisterter Golfspieler und hatte die Idee für PuttView während meines Trainings. In der Regel folgt der Ball beim Putten einer Kurve, die der Spieler nur mit viel Erfahrung und Training erahnen kann. Ich habe mir gedacht, es muss einen besseren Weg geben, um Putten zu trainieren, und habe mit Lukas begonnen, die ersten technischen Konzepte zu entwickeln. Seit Mai sind wir nun am Markt: Als erstes Trainingssystem berechnet PuttView die Putt-Linie und zeigt sie dort an, wo der Spieler die Information benötigt: nämlich direkt auf dem Grün.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Lukas Posniak: Zu Beginn waren unsere Herausforderungen vor allem technischer Natur. Die gesamte Augmented Reality Branche war noch sehr jung und die am Markt verfügbaren Augmented Reality Brillen nur sehr eingeschränkt für unsere Anwendung geeignet. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und mit Hilfe bereits etablierter Beamer-Technologie eine Indoor-Version von PuttView entwickelt. Inzwischen haben wir erste Kunden für PuttView Indoor und freuen uns, dass wir diesen Weg gegangen sind. Finanzieren konnten wir uns bisher über öffentliche Fördermittel: Im ersten Jahr wurden wir gefördert durch das EXIST-Gründerstipendium, bis Mitte 2017 werden wir durch das InnoRampUp-Programm der Investitions- und Förderbank Hamburg unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von PuttView
Lukas Posniak: Die Zielgruppe sind vor allem Golftrainer, Golfakademien und Golfanlagen, die PuttView für das Training einsetzen können. Allerdings wandelt sich auch der Golfsport und Konzepte, die Golf mit Entertainment und Events verbinden, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Unser erster Kunde, die Golf Lounge in Hamburg, ist mit einem solchen Konzept sehr erfolgreich und Topgolf setzt dies in den USA bereits in großem Maßstab um. Wir wollen mit PuttView alle Zielgruppen ansprechen und haben deshalb neben einem professionellen Trainingsmodus auch Spiele in unser System integriert.

Wie funktioniert das Golftraining mit PuttView?
Christoph Pregizer: Grundsätzlich kann das PuttView-System über eine Tablet-App „ferngesteuert“ werden. Für die Nutzung ohne Trainer stehen dem Spieler entweder vorgegebene Trainingssequenzen und Spiele zur Verfügung oder er überlegt sich selbst Übungen und gibt diese über das Tablet ein. Für die Nutzung mit Trainer gibt es einen eigens hierfür entwickelten Modus: Der Trainer kann in diesem das PuttView-System optimal an die Bedürfnisse des Spielers anpassen. Es gibt sogar eine Paint-Funktion, mit der der Golftrainer Übungen direkt auf dem Grün skizzieren kann. Das Tablet ist also nicht nur Fernbedienung für das System, sondern bildet eine neue Schnittstelle zwischen Trainer und Spieler.

Wie ist das Feedback?
Christoph Pregizer: Das Feedback ist sehr positiv und gerade die Golflehrer sind begeistert. Denn Putten, der wichtigste Teil des Golfspiels, wird viel zu wenig trainiert. PuttView soll deshalb nicht nur ein reines Trainingstool sein, sondern vor allem auch für mehr Spaß im Putt-Training sorgen. In der Golf Lounge Hamburg und dem Golfclub Velbert – Gut Kuhlendahl funktioniert das bereits hervorragend.

PuttView, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Lukas Posniak: Langfristig möchten wir uns mit unserem Know-how auch andere Anwendungen erschließen und setzen aktuell erste Pilotprojekte um. In fünf Jahren sehen wir uns als etabliertes Unternehmen in der Augmented Reality Branche mit weiteren Anwendungen im Bereich Visualisierung und Lernen. Wir denken an weitere Sportarten ebenso wie an Industrieanwendungen, z.B. das Erlernen komplexer Montageprozesse.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Lukas Posniak: Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich die folgenden drei Tipps mit auf den Weg geben:
1. Wenn du gründen möchtest, warte nicht auf die perfekte Idee, denn die gibt es nicht. Starte mit der besten Idee, die du hast, du musst ja nicht direkt in Vollzeit daran arbeiten.
2. Such dir Partner für dein Vorhaben, mit denen du dich gut verstehst und auf die du dich verlassen kannst. Unnötiger Streit hält dich auf, kostet Nerven und gefährdet möglicherweise sogar dein Vorhaben.
3. Gründe aus Leidenschaft, denn du wirst viel Durchhaltevermögen brauchen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Lukas Posniak und Christoph Pregizer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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