Machen. Hinfallen. Aufstehen.

pumpin panda „Nasch dich fit“ verbindet Schokoladengenuss mit deinem sportlichen Fitnessplan

Stellen Sie sich und das Startup pumpin panda doch kurz unseren Lesern vor!
pumpin panda verbindet unter dem Motto „Nasch dich fit“ weltbesten Schokoladengenuss mit deinem sportlichen Fitnessplan.

Wie ist die Idee zu pumpin panda entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Jessica: Schon vor längerer Zeit hatten wir nach vielen Folgen Die Höhle der Löwen und Shark Tank den Wunsch entwickelt auch „einfach mal irgendwas zu gründen“. Trotz mehrerer Brainstorming-Abende mit Flipchart und Wein wollte uns aber nichts Gescheites einfallen. Wir hatten schon fast aufgehört zu suchen, als wir eines Abends auf der Couch saßen und Schokolade genascht haben. Nach einigen Stücken kam das schlechte Gewissen und wir fragten uns, ob man den klassischen Schokoladengenuss nicht auch ohne Gewissensbisse haben kann. Et voilà: pumpin panda war geboren.

Matthias: Anfangs waren wir etwas skeptisch, ob wir nicht nur privat sondern auch beruflich gut zusammenpassen würden. Aber die anfänglichen Sorgen um unsere junge Ehe waren schnell verflogen, als wir gemerkt haben, wie gut wir uns in unseren Stärken ergänzen und dass es die Kommunikation durchaus auch erleichtern kann, wenn man sich schon so lange kennt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Jessica: Am Anfang war es der Spagat zwischen Job und Gründung. Auch wenn es nie zur Debatte stand, war bald klar: 100 prozentig geht nur eines davon. Das war der Grund warum wir vor zwei Monaten unsere Jobs geschmissen haben. Aber auch wenn jetzt vieles schneller läuft, gibt es immer wieder Hürden zu meistern: die richtigen Produktionspartner finden, sich durch Lebensmittelverordnungen und Deklarationsvorschriften durchkämpfen, bedeutende Verbesserungsvorschläge von „man kann es nicht jedem Recht machen“-Feedback zu unterscheiden, aber vor allen Dingen niemals die Motivation zu verlieren.

Matthias: Auch Finanzierung ist da ein Thema. Bisher haben wir all unsere Ersparnisse in die Gründung gesteckt und sind dadurch privat in den ersten Jahren wesentlich schlechter aufgestellt, als wenn jeder einfach seinem alten Job nachgegangen wäre. Mit diesem Rückschritt muss man umgehen können.

Warum haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden? Wo sehen Sie für sich die Vorteile?
Jessica: Neben dem kleinen Finanzierungseffekt ist es ein praktischer erster Markttest. Wie ist das Feedback von zahlenden Erstkunden? Was können wir noch lernen? Wie sollen wir uns positionieren? Die Parameter, die wir zuvor in der Theorie aufgestellt haben, werden in der Praxis teilweise komplett verworfen. Je früher wir dieses Feedback bekommen, desto flexibler können wir das Produkt noch weiter verbessern.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Matthias: Zum einen werden die Rohstoffe für die erste größere Produktion vorfinanziert. Zusätzlich gibt es je nach Fundinggröße weitere Baustellen, die damit mitfinanziert werden: Verpackungsdruck, Versandmaterialien, letzte Anpassungen des Onlineshops, der nach Crowdfunding-Ende eröffnet wird. Mittelfristig möchten wir an weiteren Sorten und Abwandlungen arbeiten.

Wer ist die Zielgruppe von pumpin panda?
Jessica: Sportbekloppte, Weltbesserer, Individualisten, Naschkatzen, Schleckermäulchen, Lebensgenießer, Triathleten und Balletttänzerinnen. Und alle anderen, die Schokolade mit besserem Gewissen genießen wollen.

Was ist das Besondere an der Schokolade?
Matthias: pumpin panda Schokolade kommt komplett ohne raffinierten Zucker aus und verwendet stattdessen zum Süßen Kokosblütenzucker. Der hält den Blutzuckerspiegel weitaus stabiler und verhindert so Müdigkeit und Heißhungerattacken nach dem Naschen und spart dabei 40% Kohlenhydrate im Vergleich zu anderen Vollmilch-Varianten. Zusätzlich enthält eine Tafel mehr als 21% Protein für die Muskelversorgung und -Regeneration und ist so auch besonders für Sportler interessant. Die ersten vier Sorten Klassisch Pur, Erdbeerstückchen, Mandelsplitter und Kokosraspeln sind trotz Vollmilch-Geschmack rein pflanzlich und laktosefrei und schaffen es bisher bei jeder Verkostung die Tester geschmacklich umzuhauen.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
Jessica: Es gebe keine Schokolade ohne den Kakao. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, dass die fleißigen Kakaobauern in Kolumbien fair und ohne Zwischenhandel entlohnt werden. Wir sind sehr froh darüber, dass wir einen Produktionspartner gefunden haben, dem dieser Punkt ebenfalls sehr am Herzen liegt und wir uns so gemeinsam mit jeder Tafel für verbesserte Arbeits- und Gesundheitsbedingungen vor Ort einsetzen können. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Qualität der Rohstoffe aus. Qualität spielt auch bei den restlichen Zutaten eine große Rolle. Beim Sojaprotein beispielsweise haben wir auf garantierte Gentechnikfreiheit geachtet.

Damit die Qualität der Rohstoffe auch voll zur Geltung kommt, wird die Schokolade besonders lange conchiert und handgeschöpft.

pumpin panda, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Matthias: Das ist eine schwierige Frage, da man momentan kaum absehen kann, wo wir überhaupt in 2 Monaten stehen, weil sich ständig und rasant alles ändert und bisher alles schneller und besser läuft, als geplant.
Langfristig wollen wir DIE Anlaufstelle für gesündere Schokoladen sein, von klassischen Tafeln über Riegel bis hin zur Trinkschokolade.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jessica: Drei ganz simple Ratschläge: Machen. Hinfallen. Aufstehen.
1. Machen: Wir wollten am Anfang alles so perfekt und vorbereitet wie nur möglich sein und haben uns die ersten Wochen in den kleinsten Details verzettelt. Wichtig ist es, irgendwann den Startpunkt zu finden und mit der 90% Lösung einfach loszulegen. So kann man erstmal austesten, wie das Grundkonzept ankommt und die letzten Prozentpunkte mit den Kunden und Gesprächspartnern zusammen entwickeln.
2. Hinfallen: Jeder Tag ist anders und auch wenn der Tag gestern alle Erwartungen gesprengt hat, kann der nächste super enttäuschend und ein Schlag ins Gesicht sein. Aus jedem Fehler lernt man dazu und vermeidet diesen in Zukunft im größeren Rahmen zu machen.
3. Die Achterbahnfahrt der Startup Gefühle erleben andere Gründer genauso. Sich darüber auszutauschen macht Hoffnung und Mut, weiterzumachen.

Bildquelle Picasa

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Wir bedanken uns bei Henning Groß für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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