Protero einfach natürlich fit

Protero: aus bester irischer Weidemilch

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz unseren Lesern vor
Hallo, ich heiße Michael Mallek und bin Gründer von Protero.

Wie ist die Idee zu Protero entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Mein Bruder Marcel Mallek, unser gemeinsamer Kumpel Samuel Weihrauch und ich haben bereits seit einiger Zeit einen Webshop geführt. Statt uns darauf auszuruhen, packte uns die Lust etwas Neues aufzubauen – ein zweites Standbein. Wir ernähren uns gerne gesund und ausgewogen, aber möchten nicht Stunden hinterm Herd verbringen und nicht immer nur zu Salatbars laufen. Eine Alternative musste her. Es muss lecker und einfach sein, satt machen und nicht zu viel kosten. Das zu leisten haben wir mit einem Gastro-Konzept, das wir Protero nannten, versucht und wurden damit sogar ins Fernsehen zur Höhle der Löwen eingeladen. Wir nahmen uns viel vor – zu viel. Aber es entwickelte sich daraus etwas wunderbares.
Ein Teil des Konzept war es Leckereien mit Eiweißpulver als Zutat kohlenhydratärmer und ausgewogener zu machen. Wir mussten dafür unser eigenes Eiweißpulver entwickeln, um unsere Ansprüche zu erfüllen und voll dahinter stehen zu können. Das haben wir Dank der Unterstützung vieler lieber Leute, die für uns in Blogs schreiben, auf Instagram posten und ihren Freunden weiterempfehlen ganz ohne Investor geschafft.

Von der Idee bis zum Start was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Der administrative und finanzielle Aufwand ist enorm. Noch bevor man einen müden Euro verdient, muss man etliche Behördengänge unternehmen und Formulare von der GEZ bis zur IHK ausfüllen oft mit erheblichen Kosten verbunden. Wir mussten dafür eine ganze Kraft abstellen, die dann natürlich kaum beim Verkauf mit anpacken kann. Ohne Verkauf aber kein Unternehmen. Denn unser Prinzip ist es, dass sich ein Unternehmen schnell durch den Verkauf tragen muss. Wir haben keine Kredite oder Investoren aufgenommen. Stattdessen haben wir das Geld aus unserer eigenen Tasche verwendet. Und weil auch das nicht so viel war und wir keine staatlichen oder sonstigen Förderungen erhielten, mussten wir eben persönlich zurückstecken. Wir haben eine Zeit lang zu dritt in einer kleinen 2-Zi-Wohnung gewohnt und zusammen gekocht, um irgendwie über die Runden zu kommen. Denn für uns gab es auch kein Hartz IV oder irgendeine andere soziale Absicherung außer unserer Familien. Wir waren vom System vergessen, aber das machte uns nichts. Das feuert den Tatendrang sogar weiter an.

Welche Produkte findet der Kunde auf Protero ?
Unsere Kunden sind mehr so etwas wie unsere Nachbarn oder Freunde. Wir wollen sie fair behandeln aber auch fair behandelt werden. Zum Glück haben wir die liebsten Kunden der Welt, aber es kam auch schon einmal vor, dass wir Kunden weggeschickt haben. Wir wollen ihnen nicht irgendetwas verkaufen, sondern bei dem Wunsch Leckereien ohne schlechtes Gewissen zu genießen und gesunde Ernährung mit der nötigen Gelassenheit zu verfolgen helfen. Viele setzen Eiweißpulver beim Backen ein und wünschen sich ein wirklich natürliches, das frei von künstlichen Zusätzen ist und für das Kühe draußen frei grasen dürfen. Mit unserem Eiweißpulver aus irischer Weidemilch können wir genau das bieten und machen nun auch fertige Backmischungen für Pancakes, Muffins uvm.

Was ist das Besondere an den Produkten von Protero?
Wir haben für unser Eiweißpulver irische Weidemilch gewählt, wofür Irland berühmt ist. In Irland ist es ganz normal, dass Kühe draußen weiden und Gras zu fressen bekommen. Das geschieht ohne teure Bio-Bürokratie sondern weil es schlichtweg ökonomisch Sinn macht.
So bekommen die Menschen mit unserem Weide Whey ein Protein aus Weidemilch mit den im Vergleich wohl meisten Weidetagen und dem niedrigsten Preis. Dieses mischen wir für Backmischungen aus regionalen Produkten aus unserer Heimat.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
Für uns muss alles 100% natürlich und frei von künstlichen Zusätzen sein. Wir gehen aber noch einen Schritt weiter und wollen nachvollziehen und zeigen können wie die Zutaten hergestellt werden – ohne Bio-Romantik oder Trickserei. Wir wollen traditionelle Methoden wo sie möglich sind mit einem maßvollen Einsatz von modernen Methoden kombiniert sehen.

Wo werden die Produkte hergestellt?
Die Milch kommt von einer von uns ausgewählten Kooperation von irischen Farmen und wird dann bei einem Lohnhersteller unter hoch professionellen Bedingungen zu Proteinpulver verarbeitet. Das erfordert teure Maschinen und viel Wissen. Der Rohstoff wird dann aber von uns selbst entweder pur oder mit weiteren Zutaten wie Mehl oder Kakao gemischt und in umweltfreundliche Tüten abgepackt. Das ist für uns in diesen Kleinmengen nur möglich, weil ein Müller aus unserem Heimatort die Produktionsstätte seiner Mühle zu Verfügung stellt.

Wo kann man die Produkte von Protero kaufen?
Die Produkte erhält man auf www.Protero.de und natürlich dem Mühlenladen unseres befreundeten Müllers. Nach und nach bekommt man sie auch im Einzelhandel und auf anderen Webshops.

Wie ist das bisherige Kundenfeedback?
Das Feedback der Kunden ist grandios. Sie unterstützen uns wo sie nur können mit Empfehlungen oder indem sie in den sozialen Medien über uns berichten. Gerade anfangs gaben sie uns auch Anregungen und Verbesserungsvorschlägen. Zum Beispiel war die umweltfreundliche Verpackung am Anfang nicht stabil genug, um den Versand immer unbeschadet zu bestehen. Die Kunden waren dabei sehr verständnisvoll und geduldig. Das haben wir ihnen gedankt, indem wir den Schaden nicht nur kompensierten sondern die Verbesserungen auch wirklich machten.

Protero wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ich bin ein großer Fan von Kerrygold. Es wäre mein Traum ähnlich wie Kerrygold für Butter in fünf Jahren eine feste Größe auf dem Markt für Eiweißpulver und Backmischungen einzunehmen und für Qualität durch Milch von frei grasenden Weidekühen zu stehen. Einen Investor sehen wir auch in Zukunft eher nicht. Eher soll Protero in irgendeiner Form den Erzeugern und Beteiligten gehören.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
>>Lerne von denen, die so leben und sich verhalten, wie du es für wünschenswert hältst.<<
Ob ich das für jemanden sein kann, kann ich nicht beurteilen. Ich habe Fehler gemacht und bin kein Senkrechtstarter, aber ich weiß, wie ich leben möchte und versuche zu lernen und zu tun was das Richtige ist.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Malleck

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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