PROJECKER vereinfacht die Projektkommunikation

PROJECKER bringt die projektbezogene Kommunikation zwischen Dienstleistern und ihren Kunden auf ein neues Level

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen PROJECKER doch kurz vor!
PROJECKER, das sind Chris, Marc und ich – Simon. Wir haben unser Büro im Herzen der Schwabenmetropole in Stuttgart und arbeiten seit nun knapp einem Jahr an einer Online-Software für Unternehmen der Digitalbranche. Mithilfe unserer Software lassen sich schlanke Projektstatusberichte erstellen, die auf der einen Seite dem Dienstleister bei der Erstellung leicht von der Hand gehen und auf der anderen Seite dem Kunden immer einen aktuellen und abstrahierten Einblick in seine Projekte verschafft.

Wie ist die Idee zu PROJECKER entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu PROJECKER entstand bereits vor zwei Jahren, als Marc und Chris Erfahrungen im Projektgeschäft bei verschiedenen Software-Dienstleistern in Stuttgart sammelten. Die beiden erkannten schnell, dass die interne Projektabwicklung nur den geringeren Teil an einem erfolgreichen Projekt ausmacht. Der viel größere Teil ist – und das kann wohl jeder Projektleiter, der in größeren Kundenprojekten eingebunden ist, bestätigen – die Kommunikation mit dem Projektkunden.
Projekte geraten häufig in Schieflage, wenn der Kunde das Gefühl hat, den Fortschritt des beauftragten Projektes nicht transparent überblicken zu können. Ansprechendes und informatives Kunden-Reporting kostet viel Zeit, jedoch gefährdet fehlende Transparenz die Zufriedenheit des Projektkunden und damit den Projekterfolg. Mit dem Ziel vor Augen, eine Software zu entwickeln, die die Projektarbeit an der Schnittstelle zwischen Dienstleister und Kunden für beide Seiten verbessert, kamen wir zusammen. In den darauffolgenden zahlreichen Interviews und Gesprächen mit unserer Zielgruppe entwickelten wir gemeinsam das heutige Produkt.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bisher finanzieren wir uns noch über das eXist-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Betrachten wir August letzten Jahres als “offiziellen Start”, dann hat sich einiges getan bis zum jetzigen Zeitpunkt.
In dieser Zeit mussten wir unsere ursprüngliche Vorstellung von einem Tool, das alles kann, immer wieder anpassen und verfeinern. Wir haben dabei gelernt, dass die Anzahl an Features nicht maßgeblich für den Erfolg ist. Viel wichtiger ist es, einen klaren Fokus zu behalten, um den Mehrwert unseres Tools für den Nutzer nicht aus den Augen zu verlieren. Die Herausforderung dabei ist, die getane Arbeit ständig in Frage zu stellen und keine Angst davor zu haben, Dinge zu verwerfen, die nicht dem Ziel dienen. Das war oft hart, beispielsweise mussten wir drei Monate Entwicklungsarbeit einstampfen, als wir erkannten, dass das damals anvisierte Tool bei unserer Zielgruppe nicht funktionierte. Dieser “Cut” half uns sehr dabei, das Thema Projekt-Reporting immer wieder neu zu beleuchten und zu validieren, welchen Nutzen unser Tool bei unseren Kunden stiften muss. Mit der Zunahme an geführten Interviews mit mittelständischen IT-Dienstleistern und Agenturen, wurde uns klar, dass wir mit der Entwicklung einer Reporting-Software auf dem richtigen Weg sind. Die Projektmanager sind bereits bestens ausgestattet mit Projektmanagement-Tools, die deren interne Organisation unterstützen. Nach außen zum Kunden hingegen, gibt es kaum schlanke Softwarelösungen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Zu Beginn wussten wir drei eigentlich so gut wie immer Bescheid, was gerade alles zu tun ist, ohne dafür extra ein Meeting anzusetzen. Mittlerweile ist es nicht mehr ganz so einfach, alles zu überblicken. Dafür möchten wir unsere täglichen Dailys (natürlich im Stehen, um das Ganze möglichst kurz zu halten) nicht mehr missen. Betrachten wir explizit das Thema Personal, so lässt sich festhalten, dass wir im Laufe der Zeit immer mehr Projektstudenten und auch Werkstudenten bzw. Praktikanten von unseren Benefits überzeugen konnten, sodass wir an gewissen Tagen schon vorsichtig von Platzproblemen sprechen können.

Wer ist die Zielgruppe von PROJECKER?
Die Zielgruppe besteht wie oben bereits erwähnt, in erster Linie aus mittelständischen Digitalagenturen wie zum Beispiel Internetagenturen und Software-Dienstleistern, die sich auf Web- und App-Entwicklungen spezialisiert haben. Gerade in den “kleineren” Unternehmungen mit bis zu 50 Mitarbeitern sehen wir ein enormes Potenzial deren Projektmanagement nach außen mit dem Kunden zu professionalisieren.

Wie funktioniert PROJECKER?
Einfach und schnell:
Der Projektleiter legt ein Projekt an und füllt seinen Report anhand unserer entwickelten Struktur aus, um eine umfassende Übersicht über den Status seiner Projekte darzustellen. Anschließend wird der fertige Report an den Kunden versendet. PROJECKER erinnert den Projektleiter daran, wenn wieder neue Reports ausstehen, sodass der Kunde regelmäßig darüber informiert wird, wo sein Projekt gerade steht – ohne ständig aktiv danach fragen zu müssen. Mit unserem Tool minimieren wir den “Reporting-Aufwand” auf der einen Seite für den Projektmanager und maximieren gleichzeitig den Nutzen für den Kunden des Dienstleisters durch erhöhte Transparenz. Da es sich bei PROJECKER um eine Software as a Service (SaaS) Lösung handelt, sind keine Installationen notwendig und es kann direkt im Browser gearbeitet werden.

PROJECKER, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir verfolgen weiter unser Ziel, die Transparenz im Projektgeschäft für den Kunden zu erhöhen und versuchen das mit unserer Software auf möglichst viele Dienstleister und andere projektgetriebenen Vorhaben abzubilden. Letztendlich ist die potenzielle Zielgruppe um ein Vielfaches größer, da wir mit der Entscheidung, eine Software für Projektmanager zu entwickeln, im Grunde genommen branchenunabhängig Projektmanager ansprechen. Die Probleme, dass Projekte in Schieflage geraten können, wenn der Kunde das Gefühl hat, nicht richtig abgeholt zu werden und keinen Einblick in sein eigenes Projekt bekommt, sind genauso auf andere Branchen übertragbar. Zunächst liegt unser Fokus auf der Digital- und Medienbranche, wo wir die Kommunikation mit den Projektkunden erleichtern wollen. Reporting ist dabei nur ein Aspekt der Kommunikation mit den Kunden, aber darüber können wir dann in fünf Jahren gerne noch mal sprechen.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Versucht so viel Aufgaben auszulagern wie möglich. Wenn ihr eines Tages feststellt, dass das selbstgebaute Tool zur Ticketverwaltung inzwischen einwandfrei funktioniert, euer eigentliches Produkt aber immer noch nicht wirklich weiter ist, solltet ihr etwas überdenken 🙂
• Geht raus und sprecht mit eurer Zielgruppe über eure Ideen und zeigt ihnen am besten direkt schon, wie das Ganze ungefähr aussehen bzw. ablaufen soll. Dieses frühe Feedback ist enorm wichtig, da man ansonsten Gefahr läuft, seine eigene Idee immer weiter perfektionieren zu wollen ohne dabei Rücksicht auf den eigentlichen Bedarf der Kunden zu nehmen. Auch wenn es am Anfang vielleicht leichter ist, sich vor einem Berg von Arbeit zu verstecken und dieses Thema hinauszuzögern – es bringt euch in jedem Fall weiter. Und wenn das erhoffte Feedback nicht wie erwartet ausfällt, dann trifft es LinkedIn Gründer Reid Hoffmann auf den Punkt: “If you’re not embarrassed by the first version of your product, you’ve launched too late”.

Wir bedanken uns bei Simon Wagner für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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