prjcts: Dein individueller Schreibtisch

prjcts: Dein Schreibtisch der zu dir und deinen Vorstellungen passt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen prjcts doch kurz vor!
Ich bin Christian Knäbke, gebürtiger Berliner und habe prjcts im Februar 2016 gegründet. Zuvor habe ich neben und nach meinem Masterstudium in Marketing und Betriebswirtschaft für Trendfood-Produzenten (true fruits), in Agenturen (bspw. Mindshare Worldwide) oder Startups (bspw. Happy Cups, Department47) in leitenden Positionen gearbeitet und On- und Offlineerfahrungen sowohl im Marketing als auch im Sales erworben. Hierdurch hat sich meine Passion für Marken wesentlich verstärkt. Schon immer war es mein Traum selbstständig zu sein und ein sinnstiftendes Lifestyle-Produkt zu kreieren!
prjcts designed, produziert und verkauft individuell konfigurierbare Schreibtische, bei denen die integrierten Module und Lösungen im Fokus stehen. Hinter prjcts steht die Idee, dass ein Schreibtisch neben seinem ästhetischen Mehrwert für Büro und Wohnung auch funktionales Potential enthält, das bisher nicht ausgeschöpft wurde. Der Schreibtisch kann dich so während deiner Arbeit – bei deinem prjct – mehr als du es bisher gewohnt bist unterstützen. prjcts ist die Essenz meiner persönlichen Vorstellung und Ansprüche an einen individuellen Arbeitsplatz: Sowohl meine starke Affinität zu klarem Design und schönen Produkten als auch der Wunsch nach Lösungen á la „simple but great“ sind ungefiltert in die Designs und Module von prjcts geflossen.

Wie ist die Idee zu prjcts entstanden ?
Derzeit verwirkliche ich meinen Traum von prjcts als alleiniger Gründer. Die Idee begleitet mich schon seit Langem. Den Großteil des Tages verbringen wir seit der Schulzeit an einem Tisch. Wir arbeiten, spielen, lesen, malen und tagträumen an ihm. Wenn ich während des Jobs Überstunden mache, dann arbeite ich zehn und mehr Stunden am Tag am Schreibtisch. So ärgerte es mich beispielsweise jedes Mal, dass das Ladekabel vom Laptop beim Abziehen auf den Boden fiel. Es stört mich, dass wir dazu tendieren, den Schreibtisch mit Dingen voll zustellen, die nicht schön sind und optisch ablenken aber benötigt werden. Warum sollte dieses Problem nicht intelligent und dabei elegant zu lösen sein, indem die Möglichkeiten des Schreibtisches erweitert werden?

Der herkömmliche Schreibtisch ist nicht clever und unterstützt uns nicht bei unserer Tätigkeit, obwohl wir ihn den Großteil des Tages nutzen. Hier setzt prjcts an: Durch sowohl technische als auch nicht-technische organisatorische Module wird der Schreibtisch zum individuellen und nützlichen Möbelstück. Wenn du Linkshänder bist, wird das berücksichtigt, z. B. wird auf Wunsch das integrierte Ablagefach und der Stifthalter auf der linken Seite platziert.

Von der Idee bis zum Start; was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Designs in meinem Kopf zu visualisieren und letztlich die ersten fertigen Tische zu sehen war ein sehr spannender Prozess für mich. Außerdem musste ich die Module ohne ein „Testing“ unter realen Bedingungen durchdenken. Das hat aber eher Spaß gemacht, als dass es eine große Herausforderung war. Viele Module sind in der Planungs- und Realisationsphase „rausgeflogen“.
Zu Beginn war es nicht leicht, einen leistungsfähigen deutschen Hersteller für meine Schreibtische zu finden, der alle Prozessschritte (bspw. Fräsen, Lackieren, Verschicken) zuverlässig und hochprofessionell nach den Qualitätsansprüchen von prjcts abdecken kann. Denn am Anfang ist es wichtig, dass alle Prozessschritte in einem Guss abgearbeitet werden, da eine komplexe Supply Chain erst ab einer gewissen Menge wirtschaftlich Sinn macht. Letztendlich war es mir wichtig, dass der Hersteller eine langfristige Partnerschaft schätzt, nicht nur schnelles Geld machen möchte und wir uns gegenseitig vertrauen können.
Die Unternehmung prjcts ist vollständig bootstrapped. Die Website habe ich selbst erstellt – bei kniffligen Dingen hilft mir ein befreundeter Programmierer.

Wer ist die Zielgruppe von prjcts?
Mehr als ein Alltagsgegenstand ist der Schreibtisch ein Lifestyle-Produkt für mich. Ich sehe die Zielgruppe von prjcts als designaffin, ohne sich dabei zwingend im Thema ‚Design‘ auszukennen. Vor allem möchte ich im B2B-Bereich Firmen, sowohl Startups als auch bestehende Unternehmen, ansprechen, die Ihren Kollegen und Kolleginnen spannende Raumkonzepte mit intelligenten und formschönen Arbeitsplätzen bieten möchten. Außerdem gehören Freelancer, Autoren und digitale Nomaden, die im Home Office ihren Ideen freien Lauf lassen, zu den Kunden. Der typische prjcts Endkunde erkennt die Innovation und sieht den Zusatznutzen durch die Module und weiß, was zu ihm passt.

Welche Auswahlmöglichkeiten gibt es?
Der Kunde kann fast alles selbst auswählen. Das sind:

die Größe des Tisches (Breite und Tiefe),
das Material (z.B. MDF, Bambus, Birke),
die Beschichtung (klar lackiert, gebeizt, kunststoffbeschichtet in jeder RAL-Farbe),
die Module (sowohl technische als auch nicht technische organisatorische Module) und
die Tischbeine (z.B. Hairpin Legs oder runde Hölzer).

Er kann aber auch aus vier bereits konfigurierten Schreibtischen wählen, bei denen selbstverständlich die Platzierung der Module jeweils anpassbar ist. Im Onlineshop beträgt der Startpreis für die Grundkonfiguration der Tischplatte ohne dazu gewählte Tischbeine 220€. Die Module werden auf der Seite prjcts.de anhand der gefertigten Prototypen veranschaulicht: Vom integrierten eingefrästen Stifthalter, der nicht sichtbaren Induktionsladeplatte (zum schonenden Laden deiner technischen Geräte) bis zum integrierten Ablagefach an der Tischfront. Weitere Module sind bereits konzipiert und in der Planung.

Wie stelle ich meinen Schreibtisch zusammen?
Auf der Website sind alle Module und Konfigurationen zu sehen. Im eigens entwickelten Konfigurator kann der Schreibtisch aus den verschiedenen Möglichkeiten per Auswahl oder bei den Modulen per Multiple Choice zusammengestellt werden. In jeder Phase können die Positionen einzelner Module genau abgestimmt werden, beispielsweise wo das integrierte Ablagefach positioniert wird, oder wo die Induktionsladeplatte eingebaut werden soll. Individualität ohne Mehrkosten ist ein wesentliches Kriterium.

Im Bereich B2B ist es vor allem wichtig, dass sich die Tische optimal in die Bürofläche integrieren und auf die speziellen Bedürfnisse angepasst werden. Einige Büros arbeiten etwa mit Desktop-PCs, andere mit MacBooks.

prjcts, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Meine Vision ist, dass prjcts sich nicht nur auf Schreibtische fokussiert, sondern dass auch andere Möbel und Produkte nach dem Ansatz von prjcts in funktionaler und ästhetischer Hinsicht optimiert werden. Es würde mich sehr freuen, wenn prjcts in 5 Jahren einen eigenen namhaften Flagship-Store hat. Dort haben die Kunden neben dem Produkterlebnis dann die Möglichkeit im Stile einer gläsernen Manufaktur die Entstehung mitzuverfolgen. Hier sollen perspektivisch auch die Bestellungen finalisiert werden.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich wollte schon immer ein Produkt verkaufen, dass mich selbst als Musterkunde zu 100 Prozent überzeugt. Das ist kein Muss für eine Unternehmensgründung. Aber ich denke, dass es enorm dabei hilft, mit Rückschlägen leichter umzugehen, da man sich damit am Besten selbst motivieren kann. Viele Geschäftspartner fragen, welches Problem man löse. Hierauf klare Antworten formulieren zu können, ist ein wesentlicher Bestanteil der Gründung. Ich denke außerdem, dass jede Geldausgabe kritisch hinterfragt werden sollte, denn nicht jede Ausgabe ‚muss sein‘. Die modernen Medien ersparen uns zum Beispiel so manche Spesen und viel Zeit.

Wir bedanken uns bei Christian Knäbke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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