Professionelle Unterstützung und Beratung holen

PrintPeter bringt Unternehmen und Studenten gezielt zusammen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen PrintPeter doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Cecil von Croÿ. Bis vor kurzem habe ich selbst noch studiert und dann im Mai 2016 PrintPeter gegründet. PrintPeter ist das, was sich Studenten immer gewünscht haben: ein Online-Portal, über das sie die Möglichkeit haben, ihre Lernunterlagen komplett kostenlos auszudrucken. Dazu liefern wir die gedruckten Dokumente bis nach Hause! Diesen Service können wir deshalb kostenlos anbieten, weil wir von Unternehmen unterstützt werden, die Werbung auf den Unterlagen platzieren können.

Wie ist die Idee zu PrintPeter entstanden?
Ich war als Austauschstudent in den USA und war beeindruckt über die offene Kultur. Es war einfach ganz selbstverständlich an den amerikanischen Universitäten, dass Unternehmen Studenten bei ihrem Studium unterstützen. Ich habe mich gefragt, warum das nicht auch in Deutschland möglich ist. Weil ein Studium sehr leseintensiv ist und deshalb viel gedruckt werden muss, war mir klar, dass wir genau dort ansetzen und mit der Unterstützung von Unternehmen das Drucken kostenlos anbieten müssen.

Von der Idee bis zum Start: Was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wenn man das erste Mal ein Unternehmen gründet, ist meist jeder Tag eine große Herausforderung. Du fängst von Null an, musst erst einmal bürokratische Hindernisse überwinden, eine Gesellschaft gründen. Dann brauchten wir eine Homepage und eine Druckerei. Das war viel Arbeit, bis alles so lief, wie wir uns das vorgestellt hatten. Gottseidank hatten wir Unterstützung von Leuten, die schon Unternehmen gegründet haben und daher wussten, welche Hürden und Hindernisse es gibt.
Für die Finanzierung hatten wir zunächst unser Startkapital von 25.000 Euro und bekamen recht schnell erstklassige Finanzierungen durch den StudiVZ-Gründer Michael Brehm und den Verleger Hendrik teNeues. Weitere Business Angels sind dann noch eingestiegen, sodass wir uns insgesamt einen mittleren sechsstelligen Betrag sichern konnten.

Wer ist die Zielgruppe von PrintPeter?
Unsere Kunden sind Studenten, die dank PrintPeter komplett kostenlos ihre Unterlagen drucken können. Was wir anbieten, richtet sich allerdings auch an Unternehmen, denn mit uns haben sie die Möglichkeit, so genau wie sonst nirgends eine Zielgruppe anzusprechen. Gerade in der aktuellen Zeit, in der Firmen dringend spezialisierte Fachkräfte suchen, bieten wir etwas an, was für beide Seiten nützlich ist. Studenten kommen durch PrintPeter mit einem potenziellen Arbeitgeber in Kontakt und Unternehmen finden genau die Fachkräfte, die sie suchen.

Wie funktioniert PrintPeter?
Uns war es von Anfang an wichtig, dass PrintPeter sehr einfach funktioniert. Wer über uns kostenlos druckt, muss sich einfach nur bei unserem Portal www.printpeter.de registrieren und kann dann schon das Dokument, das gedruckt werden soll, hochladen. Wir bitten die Studenten lediglich, einige Angaben zu Alter, Studiengang, Universität und Wohnort zu machen, damit sie auch nur Angebote erhalten, die für sie relevant sind. Die Unterlagen werden direkt nach Hause geliefert. Der Prozess ist also sehr einfach.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Um solche Massen an Druckaufträgen in einer erstklassigen Qualität zu produzieren, arbeiten wir mit einer Vielzahl an Druckereien zusammen. Zu den Unternehmen, die unseren Druck durch Werbung unterstützen, gehört unter anderem Lieferando, die wir direkt schon zu Beginn als Unterstützer gewinnen konnten. Roland Berger und Microsoft kamen auch relativ schnell hinzu, so ist das Ganze dann weiter gewachsen – inzwischen nutzen mehr als hundert Unternehmen PrintPeter, um zielgenau Studenten anzusprechen. Zuletzt konnten wir auch die Deutsche Bahn überzeugen, über uns Werbung zu schalten.

Wie ist das Feedback?
Das Feedback ist wirklich herausragend gut. Seit Mai 2016 sind wir mit unserer Homepage online und allein innerhalb von fünf Monaten haben sich 50.000 Studenten bei uns registriert. Anfang Dezember sind jetzt inzwischen 86.000 Studenten bei PrintPeter angemeldet, täglich kommen hunderte Neuanmeldungen hinzu. Wir waren uns sicher, dass PrintPeter ein Service ist, der wirklich gebraucht wird. Dass unsere Dienstleistung so gut angenommen wird, hat uns dann selbst etwas überrascht. Auch von den Unternehmen kriegen wir tolles Feedback, weil sie einfach merken, dass sie mit uns erfolgreich und zielgruppenspezifisch Studenten ansprechen können.

PrintPeter, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen ganz klar in unserem Heimatmarkt Deutschland wachsen und haben die Vision, das jeder Student in Deutschland seine Unterlagen über PrintPeter druckt. Das nächste Ziel ist dann der europäische Markt: PrintPeter in Spanien, Italien, Frankreich, Schweden und in all den anderen europäischen Ländern – das wäre doch klasse!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich würde jedem Gründer den Tipp geben, sich professionelle Unterstützung und Beratung zu holen. Man hat als Gründer viele Ideen, viel Enthusiasmus, viel Energie. Aber was man da aufbauen will, ist ein riesiger Berg an Arbeit und völliges Neuland. Da ist es wirklich unendlich hilfreich, wenn man Leute an seiner Seite hat, die einen da beraten können. Bei mir sind das Max Waldenfeld und Benjamin Pochhammer. Die beiden haben mit MyLorry bereits ein Unternehmen erfolgreich gegründet und wissen, was man in der Startphase alles beachten muss.
Zweiter Tipp: Rückschläge gelassen sehen. Niemand ist perfekt, jeder macht Fehler und als Gründer gibt es auch Rückschläge. Man sollte sie nutzen, daraus lernen – und es beim nächsten Mal besser machen!
Mein dritter Ratschlag ist, dass man niemals den Glauben an das eigene Produkt verlieren darf. Wer nicht zu eintausend Prozent an sein Business glaubt, kann auch nicht die Kunden dort draußen überzeugen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Cecil von Croÿ für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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