Vertrauen ist wichtig

Print Your Own Floor individueller, temporärer und nachhaltiger Fußbodenbelag mit eigenem Motiv

Stellen Sie sich und das Startup Print Your Own Floor doch kurz unseren Lesern vor!
Print Your Own Floor, das sind Dirk Pieper und Sebastian Grimm, wir arbeiten seit vielen Jahren an den unterschiedlichsten Messeauftritten und Kampagnen zusammen. Kennengelernt haben wir uns im Rahmen der Hannover Messe auf der wir beide unabhängig voneinander Sonderschauen organisiert haben.

Unser neustes Projekt (Print Your Own Floor) ist viel Bodenständiger, einfacher und skalierbarer als alle vorherigen Projekte. Dirk ist Ingenieur und damit der Entwickler und Netzwerker unter uns, er kümmert sich auch um die korrekte Berechnung der Umweltbeeinträchtigungen, die durch Fußböden entstehen. Ich komme aus dem Marketing und dem Produktmanagement, bin damit eher der Impulsgeber und Ideenlieferant, wobei es uns beiden daran nicht wirklich mangelt.

Die Basis für Print Your Own Floor ist unser nachhaltiger Fußbodenbelag paprfloor. Mit Print Your Own Floorhaben wir das Konzept des temporärern, gesunden und nachhaltigeren Fußbodens erweitert. Individualisierbarkeit, sprich unter Print Your Own Floor kann jeder sein eigenes Bild in wenigen Tagen auf eine Fußbodenfliese drucken lassen oder er wählt ein Motiv von uns aus.

Wie ist die Idee zu Print Your Own Floor entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee zu print-your-own-floor entstand im Rahmen einer Hackvention der Hannover Messe zum Thema Virtual und Augmented Reality. Wir haben da mit paprfloor teilgenommen, um die individuell bedruckten Fußbodenfliesen als Augmented Reality Marker für eine Indoor-Navigation zu testen und eine entsprechende App zu entwickeln. Und dort kamen die bedruckten Fliesen so gut an, dass wir in einer Nacht-und-Nebel Aktion den Shop und die Website aufgebaut haben um zu schauen was passiert. Mittlerweile haben wir auch erste AR-Apps im Betastadium, mit denen sich der Fußboden noch mehr individualisieren lässt, weil er zusätzlich über AR eine Geschichte „erzählen“ kann.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Unsere größte Herausforderung ist eigentlich die Zeit. Da wir sowohl paprfloor, als auch print-your-own-floor neben unseren regulären Tätigkeiten betreiben, haben wir in der Regel nur wenig Zeit uns intensiv damit zu beschäftigen. Das hat den Vorteil, dass man an viele Dinge sehr pragmatisch und lösungsorientiert herangeht, hat aber den Nachteil, dass man leider nur langsam vorankommt. Die zweite große Herausforderung war für uns der neue Markt. Wir waren davor beide nur Anwender von Messeteppichen und Fußböden und hatten auch kaum Erfahrung in der Herstellung von Pappe (aus dem ja unser Boden besteht), so dass wir da in schnellster Zeit uns einarbeiten mussten.

Und dann natürlich die Beschäftigung mit Rechten und Patenten und anderen Schutzmechanismen. Und nicht zuletzt die Fokussierung. Denn Ideen wie wir das Unternehmen und das Produkt weiterentwickeln können, haben wir sehr viele. Und da sind auch noch ein paar richtig gute dabei. Aber jetzt geht es erstmal drum, paprfloor und print-your-own-floor erfolgreich zu machen.

Bisher haben wir das alles aus unseren eigenen Projekten und privaten Mitteln finanziert. Für eine schnellere Skalierung wären Investoren klasse, aber für eine richtige Suche fehlt uns derzeit leider die Zeit.

Wer ist die Zielgruppe von Print Your Own Floor?
Die Zielgruppe von print-your-own-floor sind Menschen, die Spass daran haben ungewöhnliche und sehr individuelle Produkte in Ihrem Haus oder Unternehmen zu haben und dabei Wert auf Umweltfreundlichkeit legen und über diese Produkte eine Geschichte erzählen wollen. Das kann der Optiker um die Ecke sein, der über print-your-own-floor POS-Promotionen über den Fußboden und eine AR-App machen möchte. Oder aber der Familienvater, der seinen Kindern individuelle Fußböden schenken möchte und damit vielleicht auch noch eine Geschichte über den Boden und die AR-App erzählt. Oder es ist die 35-jährige, die einen temporären Partyfussboden braucht.

Wie funktioniert Print Your Own Floor?
Print-your-own-floor ist sehr einfach und jeder der schon mal individuelle Fotogeschenke bestellt hat, weiß wie es geht. Denn im Prinzip ist es nichts anderes, nur das wir halt umweltfreundliche Fußbodenfliesen bedrucken.

Wie ist das Feedback?
Jeder der seine Fliese das erste Mal in der Hand hält freut sich darüber. Denn die Haptik und das Gefühl am Fuß ist etwas sehr spezielles und man möchte eigentlich sofort Barfuss darüber laufen. Denn das Material ist sehr widerstandsfähig und die Bedruckung wirkt sehr lebendig.

Print Your Own Floor, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir würden uns freuen, wenn wir es schaffen, dass auf allen Messen weltweit mehr als 10% des Fußbodens aus umweltfreundlichen Materialien, wie paprfloor bestehen. Und es wäre schön, wenn jedes Kind mal eine individuelle Fliese in seinem Zimmer liegen hätte und auf diese Weise besser schlafen kann, weil vielleicht der Bär darauf es beschützt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Vermutlich sind wir die falschen um das zu beantworten, denn bei uns läuft es ja aktuell eher nebenher. Was uns aber geholfen hat, war ein vorhandenes Netzwerk, wo immer irgendjemand einen Tipp hatte oder jemanden kannte, der uns weitergeholfen hat. Und wir waren immer dann gut, wenn wir einfach mal was gemacht haben und nicht lange diskutiert haben. Dazu gehört viel Vertrauen, dass der jeweils andere es gut macht.

Aber ohne dieses Vertrauen hätten wir den Shop nicht in 24h realisieren können. Da habe ich mich einfach mal hingesetzt, habe gemacht und Dirk hat mir vertraut. Und umgekehrt spricht Dirk mit Kunden und Partner und ich lasse ihn machen. Und ohne das hätten wir print-your-own-floor nicht machen können, denn da hat Dirk einfach mal den Partner für die Bedruckung und ein mögliches Franchise gefunden, ohne zu fragen. Also Vertrauen ist wichtig. Und nicht zuletzt eine Familie, auf die man sich verlassen kann.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sebastian Grimm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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