Pressearbeit für Dein Start-Up: Warum Du Dienstleister sein musst

Über Pressearbeit gibt es vielerorts eine Menge zu lesen

Doch ein für mich ganz wesentlicher Punkt ist jener, der mitunter durchaus vernachlässigt wird: Wenn Du Pressearbeit für Dein Unternehmen machen willst, musst Du – so platt das auch klingen mag – mit der Presse arbeiten.

Dies bedeutet ganz einfach, dass Du Dienstleister sein und Journalisten punktgenau mit Informationen versorgen musst – nämlich mit jenen, die sie tatsächlich benötigen und das „in time“.

Erst vor wenigen Wochen zeigte es die deutsche Studie „Recherche 2018“ wieder Schwarz auf Weiß: Journalisten wünschen sich, dass PR-Verantwortliche schneller auf ihre Fragen reagieren. Sie fordern bessere Erreichbarkeit. Sie hätten gerne aktivere Unterstützung ihrer Recherchen, wünschen sich wie immer Bildmaterial zu Presseaussendungen, wollen konkreter zu „ihren“ Themenfeldern angesprochen werden und bevorzugen echtes Storytelling gegenüber Produkt-PR.

Das ist nachvollziehbar. Journalisten bekommen jeden Tag Hunderte E-Mails mit Presseinformationen – ob sie wollen oder nicht. Um mit Deiner Nachricht durchzudringen, ist es also notwendig, dass Du Dir für die Aufbereitung Deiner Information wirklich Zeit nimmst und dem Journalisten die Arbeit so leicht wie möglich machst.

Was das nun in einem ersten Schritt für Dich und Deine Pressearbeit bedeuten kann, habe ich in den folgenden Punkten zusammengefasst:

Definiere Deine Story: Was willst Du über Dich in den Medien lesen oder sehen? Daraus ergibt sich, was Du erzählen musst. Versetze Dich dafür in die Lage des Journalisten: Was benötigt sie oder er, um über Dich zu berichten?

Hast Du Bildmaterial? Du benötigst mindestens ein gutes Foto, das zu Deinem Thema passt und im Idealfall noch zusätzlich ein Bild von Dir bzw. einer anderen Person, die vielleicht in Deinem Text zitiert wird. Ein Bild, wenn es nicht zu groß ist, kannst Du direkt mit Deiner Aussendung mitschicken. Alle weiteren Bilder biete auf Deiner Website zum Download an.

Lass Deine Website für Dich arbeiten: Journalisten werden, wenn sie aufgrund Deiner Aussendung angebissen haben, höchstwahrscheinlich einen Blick auf Deine Seite werfen und mit schlafwandlerischer Sicherheit den Pressebereich ansteuern. Sorge dafür, dass dort sämtliche Informationen, die für Journalisten relevant sind, verfügbar sind. Zum Thema Pressebereich informiere ich an dieser Stelle demnächst. Achtung: Ein Pressebereich besteht nicht(!) aus bereits erschienenen Artikeln über Dich und Dein Unternehmen – er dient ausschließlich der Informationsübermittlung an Journalisten.

Journalisten haben die Angewohnheit, anzurufen und kurzfristig um Informationen zu bitten. Das machen sie nicht, weil sie Dich ärgern wollen. Sie haben eine Deadline für ihre Geschichte und Dein Antwortverhalten entscheidet darüber, ob Du darin vorkommst oder nicht – und wenn ja, in welcher Form. Deshalb: Sei erreichbar!

Bildquelle: Luke PR

Christoph Luke

Christoph Luke ist Kommunikationsberater in Wien. Er unterstützt Unternehmen im deutschsprachigen Raum, darunter zahlreiche Start-Ups, bei ihrer Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Web: www.luke-pr.at

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