Samstag, April 17, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Martin Behrens Gründer presono, Präsentationssoftware, war in der PULS 4 Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und das Startup presono doch kurz vor!

Mein Name ist Martin Behrens. Ich bin CEO der Präsentationssoftware presono, die ich 2015 mit meinen beiden Co-Gründern in Linz ins Leben gerufen habe. Der Anstoß zu dieser Gründung war die Tatsache, dass die verbreitetste Präsentationslösung im Business-Umfeld älter ist als das Internet. Dadurch entstehen dermaßen viele Herausforderungen im täglichen Arbeiten bzw. beim Einsatz von professionellen Anwendern, dass Zeit, Nerven und immens viel Wirkung verloren gehen. Aus diesem Grund denken wir das Thema Präsentation komplett neu. Wir haben eine Lösung entwickelt, die vom Design und der Erstellung von Slides über die Zusammenarbeit in Teams, dem zentralen Managen von sämtlichem relevanten Content bis hin zur Ausgabe und Analyse von Präsentationen alle elementaren Bereiche im Lebenszyklus professioneller Präsentationen in einer Plattform abdeckt. 

presono bringt professionelle Präsentationen ins 21. Jahrhundert und ist die einzige Plattform, die die Themen Präsentation, Inhalt und Zusammenarbeit in Teams und Unternehmen vereint. Der Fokus in der Anwendung liegt meist in den Bereichen Marketing und Sales. Die modernen und interaktiven Resultate sind das Ergebnis der Kombination aus Präsentieren, Zusammenarbeiten und Managen in Einem. 

Wie ist die Idee zu presono entstanden?

Mein Mitgründer Hannes hat sich als ehemaliger Marketing-Leiter in großen Unternehmen intensiv mit den zahlreichen Präsentationsproblemen geplagt und entsprechend auseinandersetzen müssen. Da er nach intensiver Recherche keine Software finden konnte, die alle Probleme in einem Tool löst, beschloss er selbst eine Software zu entwerfen, die alle seine gefundenen Problemfelder in einem löst – dann lernten wir uns kennen und die Story von presono begann.

Welche Vision steckt hinter presono?

presono soll den Arbeitsalltag für große und kleine Teams erleichtern und dabei helfen diesen effizienter und zielgerichteter zu gestalten. Mit unserer Software gelingt es nicht nur mit wenigen Handgriffen eine einzigartige Präsentation zu entwerfen, sondern auch alle Aufgaben auf einfache Art und Weise im Team zu managen. 

Langfristig wollen wir Business-Präsentationen intelligent machen. Man stelle sich vor, Daten verschiedener Systeme wie ERP, CRM und DAM können automatisiert zu Präsentationen kombiniert werden. Hinterlegt mit Machine Learning, können insbesondere große Unternehmen hier von vielen Dingen profitieren. Währenddessen können kleine Unternehmen oder Einzelpersonen mit dem selben Tool bzw. innerhalb der selben Plattform auf einen Content-Marktplatz für Präsentationen und deren Inhalte zugreifen, um zeitsparend zu Top-Ergebnissen zu gelangen. Dies sind nur ein paar Einblicke in die große Zukunftsvision wo und wie presono langfristig gedacht positioniert ist. 

Wer ist die Zielgruppe von presono?

Täglich werden mehr als 30 Millionen Präsentationen gehalten. Das Potential unseres Tools ist daher entsprechend groß. So kann presono jedem Vorteile bringen, der professionell  bzw. in einem entsprechenden Business-Kontext präsentiert. Das können Lehrende sein, Einzelunternehmer, kleine Teams, große Firmen, aber natürlich auch Studierende. Diese Zielgruppenbreite können wir durch die Aufteilung unserer Lösung in eine Managed- und eine Self-Service-Version perfekt abdecken.

Je größer, komplexer und internationaler ein Unternehmen aufgebaut ist, desto mehr Vorteile wird es aus unserer Software ziehen können. Aber auch kleine Teams und Unternehmen profitieren bereits enorm von unserem intelligenten wie zentralen Datenmanagement, den Möglichkeiten interaktiv zu Präsentieren, virtuelle Messen und Showrooms zu gestalten, unterschiedliche Sprachen zu managen und Kunden-Interessen auszuwerten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ zu bewerben?

Wir wurden direkt von PULS4 auf das Casting aufmerksam gemacht. Natürlich ist eine eher B2B-lastige Softwareplattform nicht der Idealkandidat für so eine Show, aber da doch nahezu jeder irgendwie etwas mit dem Thema „Präsentation“ anfangen kann, zu dieser Zeit unsere Self-Service-Lösung startete und wir auf Investmentsuche für die Vermarktung gehen wollten, bot sich die Teilnahme einfach an. Für uns war es somit genau der richtige Zeitpunkt, um dieses TV-Experiment zu wagen und wir sind sehr froh und stolz dabei gewesen zu sein.  

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Unser Hauptaugenmerk lag darauf On Air einen optimalen Pitch zu liefern. Diesen haben wir akribisch vorbereitet und so lange in den unterschiedlichsten Situationen geübt, bis er perfekt saß.  Weiters haben wir einen Fragenkatalog mit möglichen Jury-Fragen ausgearbeitet, um hier keine bösen Überraschungen zu erleben. Ein bisschen Flexibilität und Spontanität gehören aber natürlich auch hier dazu. Und trotz aller Vorbereitung ist man kurz bevor es losgeht dennoch ein bisschen nervös.
Mein Mitgründer Hannes und ich berichten dazu übrigens auch detailliert in unserem Podcast „Achtung Achterbahn“, wo man sich bei Interesse gern alle Details zur Vorbereitung für die Aufnahme der Show anhören kann.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, das es in die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Die Teilnahme hat im gesamten Team einen ordentlichen Motivationsschub ausgelöst. So haben wir uns nicht nur auf den TV-Pitch vorbereitet, sondern u.a. auch unserem Tool und unserer Website ein Upgrade verpasst, das Marketing angekurbelt und im Sales noch mehr Gas gegeben. 

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „2 Minuten 2 Millionen“ viele Interessenten und auch Medien auf presono aufmerksam werden?

Die Show generiert einen Aufmerksamkeitsfaktor, den man als Start-up in dieser Form vermutlich nur in den seltensten Fällen aus eigener Kraft erzielen kann. Zudem erzeugt ein Auftritt im Fernsehen auch ein gewisses Vertrauen bei interessierten Personen bzw. Unternehmen und Kunden, was im Vertrieb natürlich ebenfalls sehr hilfreich ist. Das Interesse von Kunden- und auch von Medien-Seite war folglich überwältigend. Dafür sind wir bis heute sehr dankbar. Aber vor allem der Rückenwind, den man durch einen Investment-Abschluss erhält, ist enorm. SevenVentures-Investor Daniel Zech hat uns seit der Sendung tatkräftig unterstützt und viele Türen für uns geöffnet. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle auch noch einmal herzlich bedanken! 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Vermutlich kennen alle Investoren die grundsätzlichen Problemstellungen in Sachen Präsentationen aus ihren eigenen Unternehmen und können sich mit dem Thema bis zu einem gewissen Grad identifizieren. Durch die jeweiligen Business-Tätigkeiten und Netzwerke wären auch sicher alle spannende Partner gewesen. Aufgrund der Erfahrung im Software- bzw. App-Bereich war Florian Gschwandtner aber natürlich ein thematisch passender Kandidat, sowie aufgrund des Potentials der Vermarktungsmöglichkeiten natürlich SevenVentures mit Daniel Zech.

Wie ging es nach der Sendung weiter?

In der Sendung gelang es uns SevenVentures-Investor Daniel Zech zu überzeugen und mit einer Million Euro Mediavolumen ein besonders hohes Investment für uns zu gewinnen. Das potentiell abrufbare TV-Werbungsvolumen konnte nach der Sendung für die gemeinsam gesteckten Ziele sogar noch weiter ausgebaut werden. So erhielten wir die einmalige Chance unsere ersten TV-Spots zu produzieren, die seither auf den Sendern der ProSiebenSat.1 PULS 4 Gruppe zu sehen sind. 

presono, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Während unser Fokus aktuell auf den Themen Vermarktung, Vertrieb, Kundengewinnung und Aufbau eines Partnernetzwerkes liegt, wird sich dieser, abhängig von der Geschwindigkeit des Kundenwachstums, natürlich verändern. Für die kommenden Jahre sind die Hauptthemen daher zum einen der intensive Ausbau des Partnernetzwerkes auf internationaler Ebene und zum anderen der Ausbau des bestehenden Funktionsumfangs sowie die Erweiterung von spannenden, neuen Möglichkeiten in der visuellen Ausgabe und die Anbindung von Drittsystemen. Die Funktionserweiterungen werden immer mindestens eines der Themen Präsentieren, Zusammenarbeiten oder Managen ausbauen. In fünf Jahren möchten wir im europäischen Raum als DAS Tool für professionelle Präsentationen bekannt sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1) Traut euch, aber seid realistisch! 

2) Hört auf euer Bauchgefühl. 

3) Und denkt immer an die Fixkosten.

Bildquelle Generative3 Stefanie Eder

Wir bedanken uns bei Martin Behrens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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