Traut euch, aber seid realistisch!

presono Lösung für professionelle Präsentationen

Stellen Sie sich und das Startup presono doch kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Martin Behrens und mit meinen beiden Co-Gründern habe ich 2015 presono ins Leben gerufen. Bei presono handelt es sich um eine smarte Präsentationssoftware, die als weltweit einzige Lösung von der Erstellung, über die Verwaltung bis zur Durchführung und Nachbereitung sämtliche Schritte einer Präsentation berücksichtigt.

Während bestehende Lösungen stets nur einzelne kleine Funktionsbereiche abdecken oder entsprechend einzelne Problemlösungen bieten, berücksichtigt unsere Software alle im täglichen Arbeiten mit Präsentationen auftretenden Problemfelder und bietet umfassende Möglichkeiten, diese zu beseitigen.

Um die Visionen und Ideen unserer Kunden sichtbar zu machen, stellen wir ihnen daher eine flexible Bühne mit allen Requisiten zur Verfügung. Wir leben das Thema Präsentation von Beginn an und orientieren uns dabei stets an den hohen Anforderungen unserer Kunden. Um dies möglich zu machen, verschieben wir täglich technologische Grenzen. 
Unsere end-to-end Software-Lösung basiert auf den Bereichen zentrale Datenverwaltung, interaktives & flexibles Präsentieren sowie Analytics.

presono führt somit in die nächste Generation der Präsentationen und ermöglicht hochprofessionelles Präsentieren.

Wie ist die Idee zu presono entstanden?
Einer meiner Co-Gründer ist während seinem beruflichen Werdegang als Marketingleiter und internationaler Produktmanager beinahe täglich auf diverse Präsentationsprobleme wie zum Beispiel deren Verwaltung, Übersetzung und Verteilung gestoßen. Er suchte intensiv nach einer entsprechenden Software-Lösung. Da er aber keine fand, begann er damit die Problemsituationen zu sammeln und an einem Konzept zu tüfteln, wie man diese Probleme vom dahinter liegenden Prozess her beseitigen könnte.

Die Idee zu presono entstand somit aus dem tagtäglichen Bedarf einer solchen Lösung. Seit wir 2015 mit der Entwicklung gestartet sind, haben wir dies an der Seite unserer Kunden weiter ausgebaut und verfeinert, um ein marktnahes Produkt anbieten zu können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zwischen den ersten Ideen-Ansätzen und dem wirklichen Beginn von presono lagen Jahre. Als wir drei Gründer uns dann gefunden hatten und gemeinsam von der Idee begeistert waren, ging der wirkliche Start als Unternehmung dann allerdings recht schnell. 
Zu den größten Herausforderungen gehörte sicher die Finanzierung des Beginns der Unternehmung. Dank dem Inkubator-Programm von tech2b gab es hier erste Unterstützung in verschiedenen Bereichen, unter anderem auch finanziell.

Um die Finanzierung zu ermöglichen und marktnah zu entwickeln, verkauften wir unser Produkt bereits vor dessen Implementierung an Unternehmen. Konkret heißt das, dass wir vielen Unternehmen im Raum Oberösterreich unsere Idee mittels Designs und Erläuterungen präsentierten. Dies führte zur Gewinnung unserer vier Referenzkunden KEBA, Greiner Packaging, Hauser und Haidlmair. Sie vertrauten bereits in dieser Phase auf uns, sahen einen Bedarf für unser Produkt und erhielten natürlich entsprechend bessere Konditionen für das Tool als spätere Kunden. Durch diese ersten Umsätze wurde es möglich, den Eigenanteil der Finanzmittel für das FFG Basisprogramm aufzustellen.

Auf diese Weise wurde es möglich, die ersten Mitarbeiter einzustellen und zu wachsen.
Unsere Seed-Investment-Runde, bei der wir 1 Mio. € aufstellen konnten, fand dann im Frühjahr 2017 statt, die uns weiteres Wachstum ermöglichte.

Es gibt natürliche viele weitere Herausforderungen, kleine und große, die immer wieder vor einem liegen. Eine der wesentlichsten Herausforderungen für uns war und ist das rasche Personalwachstum. Zwischen der Einstellung unseres ersten Mitarbeiters und heute – unser Team umfasst bereits 22 Personen – liegen nur zwei Jahre. Dementsprechend gibt es viele interne Themen die uns beschäftigen und die es zu lösen gilt. Dies ist ein spannender aber fordernder Bereich, der aufgrund des steten Wachstums kontinuierlich weiterläuft.

Welche Vision steckt hinter presono?
presono soll DIE Lösung für professionelle Präsentationen werden und langfristig als entsprechende B2B Lösung weltweite Bekanntheit erlangen.

Wer ist die Zielgruppe von presono?
Theoretisch ist presono für jedes Unternehmen interessant und nützlich, welches in irgendeiner Form Präsentationen nutzt. Allerdings ist die Fülle an Funktionalität ein Indikator, wer tatsächlich den größten Nutzen aus dem Einsatz des Tools zieht. Momentan liegt unser Fokus auf Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Dabei sind Faktoren, die einen Bedarf für die Nutzung von presono erhöhen, unter anderem die Menge von Außendienstmitarbeitern, die internationale Aktivität des Unternehmens oder auch die Komplexität des Produkt- und Dienstleistungsportfolios sowie entsprechender Erklärungsbedarf.

Je mehr dieser Faktoren zusammenspielen, desto größer die Problemkette in den Unternehmen und entsprechend hoch der Bedarf nach einer Lösung wie unserer.

Wie funktioniert presono?
Wir bieten eine Vielzahl von Funktionen und Möglichkeiten im Tool an. Dabei sollte man ein wesentliches Grundprinzip verstehen, welches vielen unserer Funktionalitäten als Basis dient: Bisher denken wir bei Präsentationen immer in einer komplett seriellen Abfolge von Folien. Versendet man eine Präsentation oder gibt sie weiter, so entstehen automatisch dezentrale Duplikate und Varianten.

Wir wählen einen anderen Ansatz: Unser Kernelement sind Slides, die einzeln verwaltet werden. Man kann sich einen Container vorstellen, in dem alle Slides einzeln abgespeichert sind. Nutzt man diese Slides jetzt für Präsentationen, so verlinkt diese nur darauf. Das heißt, egal wie viele Präsentationen eine bestimmte Slide benutzen, sie ist stets nur ein mal zu warten und sämtliche Änderungen an Inhalt oder Design werden in allen Präsentationen sofort sichtbar. Ähnlich funktioniert auch unsere Medien- und Vorlagenverwaltung. Dieser einfache Kerngedanke führt zu unzähligen Vorteilen: Wir können die Aktualität der Inhalte garantieren sowie die Einhaltung von Corporate Design Vorgaben. Zudem ermöglichen wir Interaktivität und Flexibilität während der Präsentation, da die Slides dynamisch während des Präsentierens aufgerufen werden können. Im Nachgang ist bis zur Einzelslide auswertbar, welche Inhalte bspw. besonders interessant für die Kunden sind.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Funktionen, die das Gesamtpaket noch spannender machen.

Welche Vorteile bietet presono? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Auf Basis des zuvor beschriebenen Grundprinzips kann presono den Unternehmen helfen, eine Vielzahl von Problemen im Zusammenhang mit Präsentationen zu lösen. Während andere Anbieter von Präsentationslösungen sich nur auf den Editor, das Design oder ganz spezifische einzelne Themen fokussieren, haben wir den gesamten Prozess im Unternehmen berücksichtigt, der im Hintergrund abläuft. Das bedeutet, unsere end-to-end Lösung berücksichtigt alle Arbeitsschritte von der Erstellung, über die Wartung bis hin zur Durchführung und Nachbereitung der Präsentation anstelle nur einzelner Parts davon.

presono, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen DIE Lösung für professionelle Präsentationen werden. D.h. ganz konkret, dass wir uns im genannten Zeitraum bereits im europäischen Raum einen Namen als B2B-Lösung gemacht und auch international bereits eine Grundmenge an Usern haben. Neben der bisherigen Enterprise-Version arbeiten wir dieses Jahr auch an einer Cloud-Lösung, die die Zielgruppe deutlich erweitert. Mehr Infos dazu gibt es aber erst in der zweiten Jahreshälfte!

Um dies zu realisieren, wird unser Team in diesem Zeitraum noch mindestens auf die doppelte Größe anwachsen – ebenfalls ein spannender Weg, der hier vor uns liegt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Traut euch, aber seid realistisch! Aus meiner Sicht dürften sich ruhig mehr Leute trauen, zu gründen und ihre Ideen zum Leben zu erwecken. Allerdings sollte dabei auch ein gewisser Realitätssinn mitschwingen und der Marktbedarf gegeben sein.

Gründet gemeinsam mit den richtigen Leuten! Ein Gründungsteam mit verteilten Kompetenzen ist enorm hilfreich. Nicht nur zu Beginn, sondern auch im dauerhaften Aufbau des Unternehmens.

Erstellt einen Businessplan! Das Dokument mag in vielen Bereichen nicht lange aktuell bleiben, aber es zwingt einen, sämtliche Themen durchzudenken, diese zu analysieren sowie einen Plan für sich selbst festzulegen.

Bild: presono-Gründer Hannes Freudenthaler, Martin Behrens, Martin Luftensteiner Credit/Fotoquelle/ Fotograf: presono Anzhelika Kroiss

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Martin Behrens für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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