Samstag, Mai 28, 2022

Stephanie Neumann: Trau dich deinen Traum oder Idee umzusetzen

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Prelovee Suchmaschine für Vintage Fashion und Secondhand

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Prelovee doch kurz vor unseren Lesern vor!
Prelovee ist eine Suchmaschine für Vintage Fashion und Secondhand Designerstücke, auf der man alle Produkte der angesagtesten Secondhand Shops auf einen Blick findet. Prelovee ist eine Fundgrube für alle, die den Traum des angesagten Designerstücks träumen, aber nicht Millionen auf dem Konto haben. Man findet dort aber nicht nur Designermode, sondern auch tolle Trendmarken zu bezahlbaren Preisen.Seitdem wir Ende Februar an den Start gegangen sind kommen immer neue Partnershops hinzu und die Suche nach dem neuen Lieblingsstück wird somit immer einfacher. Außerdem findet man dort tolle Infos rund um das Thema Secondhand Mode.
Ich, Stephanie, bin die Gründerin von Prelovee. Aufgewachsen bin ich auf einem bayerischen Bauernhof. Neben der Schule habe ich dann ab und zu als Model und regelmäßig in einem Modegeschäft gejobbt. Die Unmengen an Kleidung, die sich dadurch natürlich bei mir angesammelt haben, habe ich dann immer wieder auf Flohmärkten weiterverkauft. Mein Studium in International Management sowie Praktika und meinen ersten Job bei Google habe ich dann eigentlich komplett im Ausland verbracht: Angefangen in Australien über Argentinien, Spanien, Schottland, Frankreich und zu guter Letzt eben Irland bei Google. Nach 7 Jahren Fernweh zog es mich 2013 dann zurück nach München, wo ich bei EY in der Transaktionsberatung u.a. für Techunternehmen tätig war. Der Traum der Selbstständigkeit war durch meine Familie aber schon immer klar das Ziel!
Hinter mir steht außerdem ein unglaubliches Team, angefangen bei unserem CTO Mark bis hin zu unseren Werkstudenten und meiner Familie, ohne deren Hilfe und Begeisterung Preloveeso nicht existieren würde und wir sind natürlich durch unser Wachstumständig auf der Suche nach weiteren Mitarbeitern, die sich genauso für Prelovee und Secondhand Mode begeistern wie wir.

Wie ist die Idee zum Prelovee entstanden?
Das klingt immer etwas kitschig, aber die Idee entstand tatsächlich als ich vor einem Berg von aussortierter Kleidung saß. Ich überlegte wie ich damit so viele Menschen wie möglich erreiche, um sie möglichst gewinnbringend weiterzugeben. Da kommt wohl der BWLer in mir durch aber Fehlkäufe kennt jede Frau und auch bei mir gab es teilweise Kleider, die noch das Etikett trugen und die wollte ich einfach für den bestmöglichen Preis weiterverkaufen. Dabei kam mir dann die Idee, das Thema von der Nachfrageseite anzugehen. So entstand Prelovee, eine Plattform durch die Secondhand interessierte sich nicht durch jeden Shop suchen müssen, sondern eben auf einen Klick alles finden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Als Gründer hören, glaube ich, die Herausforderungen nie auf. Man denkt einen Tag man hätte wieder ein Problem bewältigt und eine Lösung gefunden, da taucht garantiert ein neues Thema auf, aber genau das macht das Ganze auch so unglaublich spannend und interessant. Man wächst jeden Tag ein bisschen mehr über sich hinaus und diese Entwicklung mitzuerleben macht unglaublich Spaß.
Was die Finanzierung anbelangt: In Prelovee steckt natürlich sehr viel Investition meinerseits. Ich bin allerdings mit meiner Idee und dem Businessplan auch auf meinen ehemaligen Arbeitgeber, ein Münchner Beteiligungsunternehmen, zugegangen. Obwohl LMP Partners eher im Bereich Industry 4.0 investiert, konnte ich sie von meiner Idee überzeugen. LMP Partners sind daher mit ihrem Venture Arm an Prelovee beteiligt. LMP Partners unterstützt uns allerdings nicht nur finanziell, sondern auch mit strategischem Know-How und in einigen operativen Themen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir sind vor 4 Monaten an den Start gegangen und sind überwältigt von unseren Besucherzahlen, die über den erwarteten Zahlen lagen. Das Interesse und der Markt haben unsere Erwartungen übertroffen. Auch binden wir ständig neue Partnershops an, um unseren Besuchern ein immer größeres und vollständigeres Angebot an tollen Secondhand- und Vintage Stücken zu bieten. Wir tun alles dafür, dass diese positive Entwicklung anhält und arbeiten intern natürlich ständig an weiteren tollen Features, Ideen und Verbesserungen um unseren Besuchern ein verbessertes Einkaufserlebnis auf Prelovee zu bieten.

Ist die Nachfrage nach Vintage und Second Hand Produkten in den letzten Jahren gestiegen?
Die Idee zu Prelovee kam, glauben wir, genau zum richtigen Zeitpunkt. Timing und Market Readiness ist ein unglaublich wichtiger Aspekt beim Gründenund der Secondhand Markt verändert sich gerade grundsätzlich. Das Image der Branche geht weg von ramschigen, abgetragenen Klamotten hin zu „pre“loved und in Ehre gehaltener Kleidung, die einen neuen liebevollen Besitzer sucht. Secondhandmode ist salonfähig geworden.Des Weiteren denken wir, dass wir genau zum richtigen Zeitpunkt kommen, um den Markt zu „konsolidieren“. Der „Need“ für mehr Übersichtlichkeit, Vergleichbarkeit und Schnelligkeit bei der Suche nach Designer Secondhand Taschen von Chanel oder ausverkauften Sneakers von adidas Originals wird durch die steigende Anzahl der Shops immer größer. Zusätzlich spielt das Thema Nachhaltigkeit heutzutage in der Gesellschaft ebenfalls eine immer größere Rolle, welches der Secondhand Markt und Prelovee natürlich stark unterstützen.

Wer ist die Zielgruppe von Prelovee?
Prelovee sieht seine Zielgruppe im Bereich der modebewussten Frauen und Mütter, die für sich selbst modische Produkte kaufen, aber eben auch für ihre Kids bei uns shoppen können. Die Kaufkraft von modischen Frauen zwischen 20 und 50 muss in Deutschland, glaube ich, nicht hinterfragt werden. Aber auch der Secondhand Bereich für Kinder hat ein extrem hohes Potenzial, da ein überdurchschnittlicher Umschlag der Stücke durch das ständige Wachstum der Kids gegeben ist. Auf der einen Seite wollen Mums die teilweise nur einige Wochen oder Monate getragenen Stücke ihrer Kinder verkaufen, weil sie super erhalten sind. Auf der anderen Seite wollen Mütter nicht unbedingt immer Neuwarefür ihre Kinder kaufen, weil sie einfach wissen, dass die Kleidung nur für einige Monate getragen werden kann. Daher ist hier von beiden Seiten eine hohe Nachfrage gegeben. Unser Credo ist auf jeden Fall: Egal wie teuer, bei uns findet Frau, Mädchen oder Mummy von den High-Fashion Luxuslabels alles bis hin zu den angesagten und erschwinglichen Trendmarken.

Wie funktioniert Prelovee?
Grundsätzlich sind wir eine Suchmaschine für Secondhandmode. Wir zeigen auf Prelovee das Produktsortiment aller unserer Partnershops und bei Gefallen der Produkte wird der Besucher direkt zum jeweiligen Partnershop weitergeleitet, um dort sein neues Lieblingsstück erwerben zu können. Umsatz machen wir damit auf zwei Arten: Erstens entweder durch Provisionen aus Sales, die durch Prelovee entstehenoder zweitens durch klassische CPC Abrechnungen für die Click-outs, die wir zu den Partnershops schicken.

Prelovee, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir sehen uns in 5 Jahren als „the place to be“ für Vintage Fashion, auf dem man Stöbern und Shoppen kann, sich aber auch einfach über aktuelle Trends im Bereich Vintage Fashion und Secondhand Mode informieren und austauschen kann. Also „the place to be“ für alle, die Vintage Fashion so lieben wie wir.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Trau dich! Trau dich deinen Traum oder Idee umzusetzen und steh mit Begeisterung dahinter. Natürlich sollte man sich vorher intensiv mit dem Markt beschäftigten, mit relevanten Leuten darüber sprechen und einen Businessplan erstellen, um alle Aspekte des Geschäftsmodells zu durchdenken und herauszufinden, ob es Sinn macht. Aber sollten alle Ampeln danach immer noch auf grün stehen: Trau dich! Es gibt einen Spruch, den meine beste Freundin und ich uns gegenseitig immer wieder als Rat geben, wenn es um wichtige Entscheidungen geht und der sich bis heute auch als wahr erwiesen hat: You only regret the chances you did not take!
2. Don`twaste time! Der Faktor „Zeit“ wird als Gründer noch sensibler, als er es in der heutigen Zeit sowieso schon ist. Mache dir daher einen strategischen Milestoneplan und davon abhängig auch jeden Tag eine To-Do Liste was du heute erreichen möchtest und kontrolliere abends was du davon wirklich geschafft hast. Dadurch behältst du im Alltag besser den Überblick.
3. Start Lean! Versucht eure Gründung so lean wie möglich zu halten und lest dazu das Buch „Lean Start-up“ von Eric Ries. Wenn man etwas nachhaltig schaffen möchte, macht es, zumindest in meinen Augen, keinen Sinn anfangs auch nur einen überflüssigen Cent für Overhead auszugeben. Man muss nicht gleich in ein Büro im Zentrum mit Glasfassade und super neuem Kaffeevollautomaten ziehen, dazu vielleicht noch ein Firmenwagen und die aktuellen Macbooks. So wird dir kein Investor (mehr) Geld geben. Werkstudenten können von zuhause arbeiten. Meetings können anfangs in Cafés oder Zuhause stattfinden und zu Beginn reicht auch erstmal der private PC. Die großen Mythen um erfolgreiche Firmengründungen in Garagen kursieren bestimmt nicht umsonst.

Wir bedanken uns bei Stephanie Neumann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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