Praktikum im Startup – Lohnt sich das?

Jeder kennt es und kaum einer kommt daran vorbei: das Praktikum!

Für die einen gleicht ein Praktikum der wirtschaftlichen Sklaverei und Ausbeutung, doch für viele andere entspricht es wiederum der besten Zeit ihres Studiums. Innerhalb eines Praktikums lassen sich wertvolle Erfahrungen sammeln und für viele Arbeitnehmer ist das Absolvieren eines Praktikums ein Einstellungskriterium für den Berufseinstieg nach dem Studium.

Doch wo sammelt man die meisten Erfahrungen? Und wo macht das Praktikum außerdem auch noch Spaß? Besonders ein Praktikum in einem Startup verspricht oft jede Menge Spaß und eine steile Lernkurve. Aber lohnt sich das wirklich? Oder sollte man doch lieber auf ein Praktikum in größeren Unternehmen setzen?

Womit locken die Jungunternehmen Praktikanten an?

Die Hierarchien in Startups sind meist flach und offen, daraus ergeben sich kurze Wege und schnelle Entscheidungen, welche die Effizienz und den Arbeitsflow erhöhen. Innovationen versprechen zudem eine sehr steile Lernkurve – denn kaum eine Idee im Startup bleibt undiskutiert (auch nicht die des Praktikanten). Des Weiteren wird Team im Start-Up sehr großgeschrieben. Alle sind immer hochmotiviert und unterstützend, auch Praktikanten werden sofort mit eingebunden. Sie haben von Anfang an viele Gestaltungsmöglichkeiten und damit einen hohen Einfluss sowie jede Menge Eigenverantwortung. Herausfordernde Aufgaben, mit Einblick in jeden einzelnen Geschäftsbereich gehören zum Praktikum im Startup immer dazu. Auch der Standort ist meist attraktiv und die Verpflegung inklusive – viele Jungunternehmen stellen Ihrem Team frisches Obst, Kaffee, Wasser und hippe Softdrinks kostenlos zur Verfügung.

Was außerdem im Startup niemals zu kurz kommt: der Spaßfaktor. Ob Kickern, Grillen, oder das gemeinsame Feierabendbier – Teamevents gehören im Startup einfach dazu, denn sie machen nicht nur eine Menge Spaß, sondern fördern auch den Zusammenhalt! Wer zusammen arbeitet sollte auch zusammen Spaß haben, Sympathie spielt eine sehr wichtige Rolle im Startup. Ein weiterer Pluspunkt beim Praktikum im Start-Up ist das abschließende Arbeitszeugnis, denn das fällt (sofern man sich denn gut angestellt hat) meist mehr als positiv aus. Auch eine anschließende Übernahme z.B. als Werkstudent ist bei den meisten Startups durchaus möglich.

Was steckt wirklich dahinter? Gibt es auch Nachteile?

Flache und offene Hierarchien können leider auch oft der Grund fehlender Strukturen sein, Chaos ist keine Seltenheit im Startup. Kurze Wege und schnelle Entscheidungen bedeuten viel Arbeit und eine Menge Druck. Wenn große Mitgestaltungsmöglichkeiten und hohe Eigenverantwortung gegeben sind heißt es oft: learning by doing – und das möglichst schnell und effizient. Die meisten Startups stehen kurz vor dem großen Durchbruch und hinter jeder Entscheidung steckt so auch eine Menge Risiko. Ein hochmotiviertes Team, dass sich gegenseitig unterstütz und hinter der Idee steht ist also unerlässlich. Entwicklungschancen müssen genutzt werden, wer keine Eigeninitiative zeigt ist oft von keinem großen Nutzen und schnell unbrauchbar für den Rest des Teams. Auch das Gehalt eines Praktikanten, wenn es denn vorhanden ist, ist meist nicht üppig. Oft sind so genannte Incentives, vor allem für Praktikanten, eine Art Bezahlung.

Lohnt sich ein Praktikum im Startup?

Definitiv – denn die Lernerfolge, wertvollen Erfahrungen und der Spaßfaktor überschatten die wenigen Nachteile eines Praktikums im Startup. ABER: wer sich dazu entscheidet ein Praktikum im Startup zu machen, sollte sich das vorher gut überlegen. Startups sind junge Unternehmen mit viel Herzblut aber auch klaren Vorstellungen der eigenen Firmenkultur. Wenn jemand also wirklich etwas lernen und selbst mitanpacken möchte, sollte ein Startup unbedingt ganz oben auf der Auswahlliste stehen. Wer jedoch als Praktikant nur schnelles Geld verdienen möchte oder als oberstes Ziel hat, einen bekannten Firmennamen in den Lebenslauf zu integrieren, ist für ein Praktikum im Startup völlig ungeeignet.

Lea Barge

Ich bin Jr. Online Marketing Managerin bei richtiggutbewerben.de. Ich kümmere mich im Bereich des Online Marketings überwiegend um Content Projekte wie z.B. die Betreuung des firmeneigenen Blogs oder die Zusammenarbeit mit verschiedensten Kooperationspartnern. richtiggutbewerben.de ist eine führende Online-Bewerbungsplatform, auf der sich Kunden professionelle Bewerbungsunterlagen erstellen lassen können. Wir unterstützen Bewerber und übernehmen die Aufgabe der Anfertigung individueller, richtig guter Bewerbungsunterlagen.

Schreibe einen Kommentar

X