Den Kunden als Menschen in den Mittelpunkt stellen

POTT au CHOCOLAT Schokolade und Pralinen aus feinstem Kakao 

Stellen Sie sich und POTT au CHOCOLAT doch kurz unseren Lesern vor!

Wir haben Pott au Chocolat am Valentinstag 2008 mitten im Ruhrpott in der Dortmunder Innenstadt gegründet. Auf der Suche nach ehrlichem Genuss waren wir schon etwas länger, aber bis dahin hatten wir noch nicht die ideale Lösung gefunden. Und so kam es wie gerufen, dass wir die Kampagne „Der Pott kocht“ entdeckten. Das hat uns doppelt inspiriert, genau an diesem Ort zu starten. Als Kommunikationswissenschaftlerin, Architektin und Konzeptionerin habe ich mich vor allem als Ideenerfinderin gesehen. Heute sprechen wir die Sinne einfach ganz anders und viel direkter an mit unseren Geschmackswelten.

Meinen jetzigen Partner Manfred Glatzel habe ich während einer beruflichen Auszeit kennengelernt. Er ist Koch, und Patissier. Wir haben schnell unsere gemeinsame Leidenschaft für den Genuss entdeckt. Während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Mexiko durften wir Kakao entdecken – weniger als Schokolade, denn als Würzmittel. Zum ersten Mal schmeckten wir den Unterschied der verschiedenen Sorten und Anbaugebiete. Diese Faszination hat uns seitdem nicht mehr losgelassen. Zurück in Deutschland entstand nach ein paar Umwegen schließlich die Idee, eine eigene Schokoladenmanufaktur für hochwertigen Genuss zu etablieren. Und das mitten im Ruhrgebiet, meiner Heimat. Die war bis dahin eher nicht für feine Schokoladenkreationen bekannt. Eine echte Herausforderung also. 

Auch heute holt sich unser Team viele Ideen für neue Geschmacks-Kreationen auf Reisen rund um die Welt. Dieses Jahr haben wir in Kambodscha zum Beispiel den roten Pfeffer aus Kampot entdeckt, der ist unglaublich aromatisch und in Verbindung mit einer kräftigen Milchschokolade eine echte Geschmacksexplosion. Unglaublich lecker. 

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Ich war schon immer ein selbständiger Mensch mit einem eigenen Kopf und vielen Ideen. Das passte früher nicht zu großen Unternehmensstrukturen. Daher habe ich mich nach mehreren kurzen Anstellungsverhältnissen nach dem Architekturstudium schnell als freie Konzeptionerin selbstständig gemacht. Das hat mir den für mich nötigen Freiraum gegeben, kreativ zu gestalten. Ich hatte einfach schon immer Spaß am Außergewöhnlichen und Überraschenden, an der Veränderung und wollte Prozesse lieber selbst steuern und auch mal mutige Entscheidungen treffen, um etwas bewegen zu können. Ich habe meine Arbeit immer geliebt und sehe diese meist als Berufung und Hobby zugleich. Unsere Chocolaterie haben Manfred Glatzel und ich gemeinsam gegründet, weil wir beide nochmal etwas Neues wagen wollten und hochwertige Schokolade ein Produkt ist, das uns beide begeistert. Als neugierige Menschen, die gern die Welt erkunden und als Genussmenschen, können wir mit Pott au Chocolat beides hervorragend vereinen. Wir lernen die Welt durch den Kakao und unsere Suche nach ehrlichen Geschmackserlebnissen heute viel ursprünglicher kennen als wir es vorher getan haben. 

Übrigens mochte ich früher Schokolade gar nicht wirklich. Aber das lag daran, dass ich einfach keine gute kannte. Erst in Wien habe ich richtig feine, hochwertige Sorten kennengelernt. Seitdem habe ich eine echte Leidenschaft dafür entwickelt.

Was war bei der Gründung von POTT au CHOCOLAT die größte Herausforderung?

Schokolade verstehen lernen. Kakao ist ein sehr komplexes Lebensmittel und verhält sich gern wie eine Diva. Um nochmal richtig tief einzutauchen, haben Manfred und ich sogar eine weitere Ausbildung bei dem Schokoladen- und Pralinen-Papst Jean-Pierre Wybauw gemacht. Danach hat es aber immer noch eine ganze Weile gedauert, bis wir mit unseren eigenen Kreationen zufrieden waren. Anfangs haben wir ein kleines Schokoladenlabor im Keller aufgebaut und dort verfeinert, probiert und uns immer weiter verbessert. Die zweite Herausforderung war also, etwas geduldiger zu werden. Vor allem für mich. Denn Geduld ist nicht unbedingt meine Tugend. Für die Gründung eines Unternehmens, das das Ziel hat, eine Marke zu werden, braucht es jedoch genau das. 

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Es ist nie alles perfekt, auch wenn man noch soviel Erfahrung hat. Aber wenn man wartet, bis alles perfekt ist, ist es vielleicht auch irgendwann zu spät oder man startet nie. Dass nie alles perfekt ist, haben wir auch bei der Eröffnung unserer dritten Filiale in Frankfurt erfahren. Eigentlich – so dachten wir – hatten wir alles bedacht. Doch bei der Lage hatten wir etwas Entscheidendes übersehen. Das passiert einfach. Aber aus Fehlern wird man ja auch klug und kann sich immer weiter entwickeln.

Welche Vision steckt hinter POTT au CHOCOLAT?

Wir möchten nachhaltigen Kakao in höchster Qualität mit guten Zutaten verfeinern, um im Mund unserer Kunden kleine Geschmacksexplosionen auszulösen. Ehrliche Lebensmittel handwerklich in bester Qualität nachhaltig verarbeiten und geschmackliche Vielfalt auf höchstem Niveau liefern. Wir sind Genussbotschafter und Good-Food-Kreateure.

Wer ist die Zielgruppe von POTT au CHOCOLAT

Unsere Zielgruppe sind Genussliebhaber jeden Alters, die Nachhaltigkeit schätzen und offen für extravaganten Geschmack sind. Meist sind es Menschen, die Kultur mögen oder denen die Herkunft von Produkten wichtig ist. Wir werden auch sehr gern „verschenkt“ und haben mittlerweile sehr viele Stammkunden. Aber auch das B2B-Geschäft hat sich extrem gut etabliert. Hochwertige, individualisierte Give Aways sind sehr gefragt. Die Firmen haben glücklicherweise realisiert, dass sich qualitätsvolle Produkte hervorragend eignen, um Wertschätzung zu zeigen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir produzieren ehrliche Spitzenqualität und extravagante Geschmackserlebnisse ohne Kompromisse. Genuss ist unsere ehrliche Leidenschaft. Wir wertschätzen jeden Handgriff – vom kleinen Keimling bei der Anpflanzung in den Ursprungsländern bis zum fertigen Produkt der Praline. Wir überzeugen mit einem Bouquet aus verschiedensten Zutaten und Kreationen.

POTT au CHOCOLAT, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Die Zukunft des Handels und auch der kleineren Manufakturen liegt nicht mehr ausschließlich im Offline-Geschäft. Wir alle sind täglich im Internet unterwegs. Auch ich entdecke gern schöne Dinge, habe aber manchmal auch keine Zeit und bestelle außerhalb üblicher Öffnungszeiten schnell etwas im Netz. Wir machen uns daher gerade fit für die digitale Zukunft. Daher freue ich mich sehr, Teil des Amazon Programms für Unternehmerinnen der Zukunft zu sein. Seit einigen Monaten habe ich einen Coach an meiner Seite, der mich fit macht in Sachen E-Commerce. 

In fünf Jahren hätten wir gern eine gut laufende Online-Filiale und vielleicht noch zwei weitere Offline-Filialen. 

Ein ganz großer Traum von uns ist, noch stärker in den Kakao-Herkunftsländern verankert zu sein und vielleicht irgendwann eigene Mitarbeiter vor Ort zu haben. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

  1. Ein gutes Team aufbauen, das die eigene Begeisterung teilt
  2. Den Kunden als Menschen in den Mittelpunkt stellen und den Service-Gedanken als oberste Priorität sehen
  3. Bei der Qualität der Produkte keine Kompromisse machen

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Marie-Luise Langehenke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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