Entscheidungen müssen gerade im Start-up schnell getroffen werden

Treffen Sie poqit auf der Langen Nacht der Startups

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen poqit doch kurz unseren Lesern vor
Wir von poqit.berlin entwickeln das erste intelligente Portemonnaie, das ein Smartphone durch einfaches Auflegen kabellos aufladen kann. Lästiges Mitnehmen von Kabeln, Ersatzakkus oder ähnlichem gehört somit der Vergangenheit an. Das Portemonnaie kann außerdem mit dem Smartphone kommunizieren. Sollte die Geldbörse dann einmal vergessen werden, bekommt der Nutzer eine Erinnerung auf sein Handy. So kann das Portemonnaie nicht zu Hause gelassen oder verloren werden.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Zum einen aus der Leidenschaft für das Produkt. Wir nutzen alle unser Smartphone den ganzen Tag über und ärgern uns, wenn in einem wichtigen Moment dann doch mal der Akku leer ist. Zum anderen brannte bei uns Gründern aber auch einfach der Wunsch, ausschließlich für den eigenen Erfolg zu arbeiten und verantwortlich zu sein. Die Vorstellung, in einem großen Konzern nur einer von vielen zu sein fand keiner von uns besonders anziehend.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie Ihr Startup finanziert?
Eine der größten Herausforderungen war sicherlich schon seit Beginn die Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts. Gerade wenn man ein physisches Produkt entwickelt, kann es bis zu den ersten Einnahmen einige Jahre dauern. Man ist also auf Förderungen, Investoren und natürlich auch die Familie und Erspartes angewiesen.
Mit dem EXIST-Gründerstipendium erhielten wir in 2015 eine wichtige staatliche Förderung für innovative technologieorientierte Gründungsvorhaben. Mit diesem Förderzuschuss wurden die ersten Prototypen und die technische Entwicklung maßgeblich umgesetzt und damit der Grundstein für unser Vorhaben gelegt. Eine enorme finanzielle Entlastung ist außerdem der freie Zugang zu Laboren und Gerätschaften durch die Humboldt Universität zu Berlin. Aktuell führen wir eine Crwodinvesting-Kampagne auf auf www.companisto.de durch, mit deren Investitionen wir die nächsten Schritte finanzieren.

Wer ist die Zielgruppe?
Unser erstes Produkt poqit spricht Smartphone-Besitzer an, die gern neue Techniktrends ausprobieren und Geld in technische Innovationen sowie neue Produkte investieren. Da poqit eine klassische Herren-Geldbörse ist, adressiert poqit.berlin zunächst technik- und designaffine Männer, die über einen hohen Bildungsgrad und ein überdurchschnittliches Einkommen verfügen. Sie sind unabhängig, leben überwiegend in Großstädten und sind überdurchschnittlich gut vernetzt. Noch ist das Produkt nicht im Handel erhältlich. Die Markteinführung ist für das Ende des Jahres geplant.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Lange Nacht der Startups zu bewerben?
Wir waren letztes Jahr als Besucher auf der Messe und waren vom großen Andrang der Menschen fasziniert. Spätestens dann war klar, hier wollen wir unsere Idee auch präsentieren. Umso erfreulicher, dass es in diesem Jahr gleich geklappt hat.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen die es auf die Lange Nacht der Startups geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von dem Event?
Wir haben uns tatsächlich sehr gefreut, als wir die Zusage für die LNdS bekommen haben. Das zeigt uns wieder einmal, dass durchaus Interesse an unserem Produkt besteht. Wir präsentieren poqit das erste Mal auf einer Consumer-Messe und erhoffen uns vor allem eine Menge Feedback zur Idee und natürlich besonders zum Produkt.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Jungunternehmer? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch das Event viele Interessenten und auch Medien auf Sie aufmerksam werden?
Wir leben in einer extrem schnelllebigen Zeit, in der man immer und überall auf sich aufmerksam machen muss. Sonst geht man einfach in der Masse an guten Produkten unter. Die Präsentation unseres Produkts auf einer großen Veranstaltung wie der LNdS versuchen wir also besonders um weiterhin Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Nachdem wir unser erstes Produkt poqit erfolgreich am Markt platziert haben, wollen wir weitere Produkte entwickeln und verkaufen, die mit kabelloser Ladetechnologie ausgestattet sind. Wir denken da in erster Linie an ein Damen-Modell, aber auch Produkte wie Handtaschen usw. sind schon in unserer Patentanmeldung berücksichtigt. So wollen wir poqit.berlin als Marke etablieren und damit Marktführer für eine neue Generation modischer Produkte werden.

Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Machen! Das ist eine Sache die wir besonders am Anfang lernen mussten. Entscheidungen müssen gerade im Start-up schnell getroffen werden. Hier und da fehlen Erfahrungswerte und das schürt Ängste. Diese müssen überwunden werden. Wenn bei den Entscheidungen Fehler gemacht werden, muss man lernen mit diesen umzugehen. Daraus entwickelt sich dann der Erfahrungsschatz aus dem immer wieder zurückgegriffen werden kann. Auch der Erfahrungsschatz anderer Gründer hilft dabei, ein stetiger Austausch mit anderen Gründen ist also unbedingt zu empfehlen.

Wir bedanken uns bei Martin Volmerding für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X