Gründet nicht, um zu gründen, sondern weil ihr für eine Idee brennt

PonyHütchen: Handgemachte Naturkosmetik aus der Schweiz

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen PonyHütchen doch kurz vor unseren Lesern vor!
Mein Name ist Hendrike Grubert, ich komme ursprünglich aus Berlin. Nach Jurastudium und Referendariat bin ich vor einigen Jahren in die Schweiz ausgewandert und lebe dort mit meiner Familie in einem kleinen idyllischen Ort, direkt am Rhein.
PonyHütchen habe ich neben meiner Berufstätigkeit gegründet. Schritt für Schritt habe ich die ersten Rezepturen für PonyHütchen getestet und erprobt. Sämtliche Produkte sowie das Konzept für meine Naturkosmetik-Linie – wie sie heute nur und ausschließlich bei PonyHütchen zu haben ist – wurden also nach und nach entwickelt. 2013 habe ich dann den Sprung in die totale Selbstständigkeit gewagt, eine Werkstatt gemietet und mich der neuen Herausforderung mit Begeisterung gestellt.
PonyHütchen ist Naturkosmetik, aber anders. PonyHütchen bietet einzigartige Produkte, wirksame Rezepturen basierend auf hochwertigen und natürlichen Inhaltsstoffen–alles hübsch verpackt und zu erschwinglichen Preisen.

Wie ist die Idee zu PonyHütchen entstanden?
Ich habe schon in den Teenie-Jahren Naturkosmetik für mich entdeckt. Die Wirkung überzeugte mich vollständig.Aber ich hatte immer das Gefühl, dass sich gute Produkte und hübsche Verpackungen bei Naturkosmetik ausschließen.
2009 habe ich angefangen, für mich selbst Körperpflegeprodukte herzustellen und diese auch an Freundinnen zu verschenken. Ich bekam sehr viel positives Feedback und so entwickelte ich das Konzept für PonyHütchen. Dabei war mir wichtig, dass nicht nur hochwertige Inhaltsstoffe verarbeitet werden und wirksame Produkte entstehen, sondern dass meine Produkte auch optisch außergewöhnlich sind.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Anfang blieb neben meinen beiden kleinen Kindern und meiner juristischen Tätigkeit nicht wirklich viel Zeit, um das Projekt nach vorne zu bringen. Zeitmanagement war damals die allergrößte Herausforderung.
PonyHütchen ist immer selbst finanziert gewesen. Gestartet habe ich mit nur 200 Schweizer Franken, das waren damals ungefähr 150 €. Wenn man Leidenschaft und Herzblut investiert, kann man auch ohne eine große Anfangsinvestition viel erreichen.
Die massivste Herausforderung war und ist immer noch, der ständig wachsenden Nachfrage zu entsprechen – und das, obwohl wir unsere Produktionskapazität inzwischen sehr gesteigert haben.

Wer ist die Zielgruppe vonPonyHütchen?
Ganz klar: Alle, die sich für wirksame und natürliche Kosmetik begeistern und ästhetisches Ambiente mögen.

Auf was achten Sie da bei der Auswahl?
Generell ist es mir sehr wichtig, dass die Zutaten unter dem Gesichtspunkt von Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Die Rohstoffe aus biologischem Anbau beziehe ich von einem renommierten Rohstoffhändler, der seinen Geschäftssitz im Allgäu hat. Unser Macadamiaöl stammt aus Kenia, wo es in biologischem Anbau von Kleinbauern im Rahmen eines Fairtrade-Projektes gewonnen wird.

Was ist das Besondere an Ihren Produkten?
Das komplette Sortiment ist zu 100% vegan.Wir verwenden nur hochwertige Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Außerdem bin ich stolz darauf, dass PonyHütchen in der Schweiz produziert und zwar ausschließlich von Hand. Und das I-Tüpfelchen: Unsere Produkte zaubern einem schon morgens ein Lächeln ins Gesicht.

Wo kann man die Produkte kaufen?
Die gesamte Produkt-Palette ist in unserem Onlineshop erhältlich. Eine Vielzahl von Naturkosmetikläden, Biomärkten, Concept Stores und Onlineshops in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien und Polen führen unsere Produkte inzwischen auch.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Ich fand ‚Die Höhle der Löwen’ schon immer sehr spannend, weil sie den Kandidaten eine wirkliche Chance bietet. Mein Entschluss, mich zu bewerben, entstand dann im Gespräch mit Freunden. Ich hatte kaum damit gerechnet, dass ich diese Chance bekomme, weil es einfach sehr viele gute Ideen und engagierte Gründer gibt. Umso mehr freue ich mich, dass ich mit dabei bin und damit auch die einmalige Möglichkeit habe, viele Menschen für mein Konzept zu begeistern.

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Ich habe mir alle ihre Sendungen geschaut und mich in der Vorbereitung auch über die Löwen ausführlich informiert. Viel Zeit habe ich in meinen Pitch gesteckt, denn auf diese Art zu präsentieren ist schon irrsinnig aufregend. Das hatte ich vorher noch nie gemacht.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „ die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Diese Chance bedeutet für mich Motivation pur! Und ist auch ein Zeichen dafür, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Die Show eröffnet mir die Möglichkeit, viele Menschen für handgemachte Naturkosmetik zu begeistern und meine Marke vorzustellen. Ich freue mich auf die einmalige Gelegenheit, Feedback von fünf erfahrenen Investoren zu erhalten und sie von meiner Idee zu überzeugen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf PonyHütchen aufmerksam werden?
Für PonyHütchen wird die Höhle der Löwen eine wichtige Weichenstellung in Richtung Zukunft sein. Gerade die gesteigerte Aufmerksamkeit der Medien wird, denke ich, zu einigen neuen Berichten und damit zu einer Art Schneeball-Effekt führen. Das heißt: Ich gewinne neue Interessenten für den Shop und für meine Produkte.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Natürlich möchte ich alle fünf Löwen von meinem Konzept überzeugen. Toll wäre es, Frank Thelen zu begeistern, weil er uns im Onlinebereich stärken könnte. Auch Judith Williams als hocherfahrene Kosmetik-Unternehmerinkönnteeine wunderbare Option sein. Jochen Schweizer, mein persönlicher Favorit, wird vermutlich thematisch nicht so gut passen…

Wie geht es mit PonyHütchennach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Wenn der Deal zustande kommt, werde ich massiv in den Bereich Marketing sowie in verbesserte Herstellungs- und Abfüllmöglichkeiten investieren, damit wir der mit Sicherheit immens steigenden Nachfrage entsprechen können.

Natürlich wäre es schade, wenn kein Deal zustande käme. Aber ich meine, dass beide Seiten voneinander überzeugt sein müssen. Nur wenn Investor und Gründer an den gemeinsamen Erfolg glauben, bringt ein Deal tatsächlich Gewinn.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Fünf Jahre sind für ein junges Unternehmen eine lange Zeit. Ich habe Etappenziele. Als ersten Schritt plane ich, die Präsenz von PonyHütchen im stationären Handel auszubauen. Danach wäre mein Ziel, auch international als Naturkosmetikmarke vertreten zu sein.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
– Gründet nicht, um zu gründen, sondern weil ihr für eine Idee brennt.
– Holt Euch Feedback von unterschiedlichsten Personen und Seiten ein und setzt euch damit intensiv auseinander.
– Macht euch klar, wo genau eure Fähigkeiten liegen und verzettelt euch nicht.

Bild © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie PonyHütchen am 06.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Hendrike Grubert für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

KOSTENLOSER NEWSLETTER

Erhalten Sie regelmäßig die neuesten Updates der internationalen Startup-Szene!

X