Mittwoch, Januar 19, 2022

Es gibt keine zu hoch gesetzten Ziele

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

PolaR BEAR Positive Relations berät Unternehmen und Organisationen in allen Fragen der Corporate Responsibility und Nachhaltigkeit

Stellen Sie sich und das Startup PolaR BEAR doch kurz unseren Lesern vor!

PolaR BEAR Positive Relations ist ein hoch wirksames Angebot für Unternehmen und Organisationen, die den Wandel unserer Zeit verstanden haben. Oder die zumindest merken, dass da draußen was im Gang ist und dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, sich sinnstiftend und nachhaltig aufzustellen. Dazu braucht es eine neue Identität, neue Strategien, neue Ideen und coole Kommunikation. Es geht nicht mehr alleinig darum, ein paar Bäume zu pflanzen und CO2 Zertifikate zu erstehen, um gut dazustehen. Wer seiner Verantwortung auf diesem Planeten nicht nachkommt, wird es schwer haben, ernst genommen zu werden. PolaR BEAR ermöglicht diese Transformation – ganz ohne Weltrettungsattitüde, aber Feigenblätter haben wir keine im Angebot. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe sieben Jahre die Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit der All Profit Organisation Viva con Agua verantwortet, war davor CEO des Bildungsvereins PEN PAPER PEACE e.V., Projektmanagerin bei Ärzte ohne Grenzen und Oxfam, der weltweit größten Nothilfe- und Entwicklungsorganisation. Da kamen so viel Erfahrung, Energie und Enthusiasmus zusammen, dass es nur noch den richtigen Zeitpunkt brauchte, selbst in die Verantwortung zu gehen. Der kam durch besagten Wandel. Plötzlich gibt es einen immensen Bedarf. Besonders bei Unternehmen, die sich erst noch zu Nachhaltigkeit, Diversity, People Empowerment, Inklusion und Menschenrechtsarbeit positionieren müssen. Im Geschäftsbericht klingt das ja meist noch gut. Aber die Realität sieht oft anders aus und wird von Kund:innen und Konsument:innen inzwischen durchschaut. Und dann braucht man zum Gründen noch die richtigen Partner. Mit den drei Geschäftsführern der zebra Group und meiner Geschäftspartnerin Kathleen Scheurer (ideemotion) habe ich das perfekte Set-Up für mich gefunden. 

Welche Vision steckt hinter PolaR BEAR?

Ich bin davon überzeugt: Verbraucher:innen werden mit Unternehmen nur dann dauerhaft und vor allem positiv interagieren, wenn diese sich für das Gemeinwohl wirkungsvoll einsetzen. Positiv und wirkungsvoll meinen hier: mit messbaren Ergebnissen als Teil der Kampagnen und des Engagements.
So entstehen „Positive Relations“ mit den Unternehmens- und Organisations-Zielgruppen. PolaR BEAR beabsichtigt, unternehmerische Ziele und gesellschaftliche Verantwortung in effektiven Einklang zu bringen. So entsteht eine nachhaltige Ökonomie. Mit PolaR BEAR Strategien macht man Gewinn aus Sinn. Und wir stecken fünf Prozent unseres Gewinns wieder in einen Sinn, zum Beispiel in den „PolaR BEAR Give me Five Nachhaltigkeitsfonds“. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war für mich, den Aufhebungsvertrag bei Viva con Agua zu unterschreiben und damit den sicheren Hafen zu verlassen. Jetzt bekomme ich viele Anfragen und muss eher sehen, dass wir schnell Mitarbeiter:innen finden, die sich ein Start-up im Social Business leisten kann. Wir sind eigenfinanziert und entsprechend behutsam im Finanz- und Rechnungswesen. Ich weiß von Gründer:innen mit zahlungskräftigen Investor:innen im Rücken, dass man Geld auch schnell ausgeben kann. Insofern entdecke ich gerade meine Freude an der hanseatischen Kaufmannsdiziplin.

Wer ist die Zielgruppe von PolaR BEAR?

Es gibt mehrere – auch weil die Themen Nachhaltigkeit und Purpose in Unternehmen noch nicht oder unterschiedlich verankert sind. Es ist eine Querschnittsfunktion wie Digitalisierung und bräuchte einen Chief Purpose Officer. Den gibt es hierzulande selten. Also wenden wir uns an Inhaber:in, Geschäftsführer:in, Corporate Communications Officer und manchmal auch an HR. Das zeigt, dass Unternehmen häufig schon organisatorisch nicht darauf ausgerichtet sind, eine wertige und wertvolle Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, erfolgreich zu implementieren und stringent zu erzählen. Genau hier eröffnet PolaR BEAR Möglichkeiten und Chancen, unterstützt und berät.

Wie funktioniert PolaR BEAR?  Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Das Prinzip ist einfach und heißt: Zuhören, nachdenken, machen sowie Apnoe tauchen. Ja, wir gehen auf Tauchgang zum Markenkern und identifizieren gemeinsam mit unseren Kund:innen die sinnhafteste Nachhaltigkeitsidentität. Ich selbst wurde mit 30 Minuten Sauerstoffmangel geboren und Performance sowie Apnoe Hochleistungssport ziehen sich durch mein Leben und Wirken – natürlich teilweise im übertragenen Sinne. Doch diese Einstellung: Meine Körperbehinderung als Chance und zur Freisetzung von positiver Energie zu begreifen und einzusetzen, erlaubt mir erfolgreich Ergebnisse zu erschaffen, die zunächst unerreichbar schienen.

Der Vorteil ist, dass wir sinnstiftendes und nachhaltiges Agieren so implementieren und inszenieren, dass es nicht mehr nur der Marke an sich sowie dem eigentlichen Unternehmensziel dient, sondern auch zum echten Wandel der Gesellschaft und des Planeten beiträgt. So ist die Frage für das Unternehmen oder die Organisation nicht mehr, was kostet mich das, sondern, was gewinne ich dadurch. Das Ganze wollen wir ohne verkrampfte Weltuntergangs-Pathetik und Drama angehen, sondern lösungsorientiert, aufweckend und mitreißend. Es sind die Positive Relations, die PolaR BEAR so wertvoll und auch anders machen. 

PolaR BEAR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Mir geht es um qualitatives Wachstum. Vielleicht müssen wir alle auch unsere Kennzahlen und Merkmale für Erfolg überdenken. Mir ist der gesellschaftliche Beitrag, den wir dank unserer Kund:innen und unsere Kund:innen dank uns leisten, auf jeden Fall wichtiger als Pro-Kopf-Umsatz oder Quartalswachstum. Das heißt nicht, dass wir nicht auch wirtschaftlich denken und arbeiten. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Ich bin mit einer Körperbehinderung geboren und musste mich ins und durchs Leben kämpfen, für das Leben. Das hat mich drei Sachen gelehrt: Die Erwartungen an Dich definierst nur Du und kein anderer. Es gibt keine zu hoch gesetzten Ziele. Durchhaltevermögen ist mindestens genauso wichtig wie Talent. Und mein Bonustipp für StartupValley-Leser:innen. Loslegen mit einer klaren Absicht, dem Ziel vor Augen und dabei eigene Erfahrungen machen, dabei positiv und sportlich bleiben, ist das Beste, was es gibt. 

Fotos by Guido Werner Photography

Wir bedanken uns bei Claudia Gersdorf für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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