So früh wie möglich Kontakt zu anderen Gründern, Mentoren und möglichen Partnern suchen

Point 8 begleitet Unternehmen auf ihrem Weg der digitalen Transformation

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Point 8 doch kurz vor unseren Lesern vor!
Point 8 bringt Big Data Know-how vom CERN in die Wirtschaft und unterstützt Unternehmen und Organisationen mit Datenanalyse, Machine Learning und Simulationen. Anders als viele unserer Mitbewerber sind wir Umsetzer und keine reine Consulting-Firma. Wir legen großen Wert auf eine intensive Prototyping-Phase, in der wir dem Kunden für seine individuellen Unternehmensdaten das Potential unserer Methoden beweisen. Nach Consulting und Prototyping schließen wir das Kundenprojekt ab, indem wir die Integration unserer Lösung in die Unternehmensprozesse begleiten.

Wie ist die Idee zu Point 8 entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Am „Point 8“ des größten Teilchenbeschleunigers der Welt am CERN befindet sich das LHCb-Experiment, an dem wir während unserer Promotion zusammengearbeitet haben. Neben dem Namen für unser Startup haben wir von dort unsere Data Science-Expertise und viel interdisziplinäres Know-how mitgebracht. Unser Team besteht aus Tobias Brambach, Christophe Cauet und Florian Kruse. Obwohl wir von Haus aus Teilchenphysiker sind, hat jeder Einzelne individuellen Stärken. So ergänzen wir uns mit Erfahrung in Vertrieb und Industrieforschung, Praxis aus einer vorherigen Gründung, mathematisch-algorithmischem Spezialwissen und viel Know-how in Hochleistungscomputing und Big Data.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die Planungen für Point 8 haben im Sommer 2015 begonnen. Schnell war klar, dass wir die Gründung wagen wollen. Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, welche Märkte für uns attraktiv sind und wo wir in der Startphase unseren Schwerpunkt setzen wollen.
Unsere größte Herausforderung liegt in der Kommunikation unseres Kundenversprechens. Wir bieten eine hochkomplexe und für den Laien schwer verständliche Dienstleistung an. Den unmittelbaren Nutzen kurz und knapp für den Entscheider ohne Fachwissen zu formulieren ist nicht leicht. Nur indem wir unsere Kommunikation ständig hinterfragen und neu konzipieren, gelingt es uns mittlerweile, unsere Kunden passend zu adressieren.
Wir finanzieren uns aktuell aus eigenem Kapital, sind aber in Gesprächen mit verschiedenen Kapitalgebern. Für uns ist entscheidend, dass ein potentieller Investor neben dem finanziellen Part auch ein wertvoller inhaltlicher Partner ist.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Nach der Gründung im Januar 2016 haben wir Ende April auf der Hannover Messe unsere Vertriebsaktivitäten gestartet. Wir bedienen aktuell unseren ersten Kunden und sind mit einigen weiteren laufenden Akquisen auf einem guten Weg, unser erstes Jahr bereits mit schwarzen Zahlen zu beenden.

Wer ist die Zielgruppe von Point 8?
Wir richten uns mit unserem „Data Science as a Service“ Ansatz primär an den Mittelstand. Während Konzerne in Big-Data-Fragen oft den Weg über eigene Fachabteilungen gehen, haben Unternehmen kleiner und mittlerer Größe diese Möglichkeiten nicht.

Welchen Service bieten Sie an?
Wir bieten unseren Kunden an, sie auf ihrem Weg der digitalen Transformation zu begleiten. Wir unterstützen im Aufbau der dafür nötigen Infrastruktur, entwickeln die Unternehmen auch mit Bezug auf das Geschäftsmodell weiter und letztendlich beweisen wir agil und schnell mit Hilfe eines Prototypen die Machbarkeit des Projekts.
Der klare Fokus liegt auf Datenanalyse, Machine Learning und Simulationen. Die Kombination aus unseren Erfahrungen am CERN und in anderen Digitalisierungsprojekten in der Wirtschaft ist hierbei einzigartig.

Wie viel kostet der Service?
Je nach Projektumfang und Laufzeit rechnen wir auf Projektbasis oder auf Basis von Tagessätzen ab. Die tätsächlichen Kosten hängen natürlich von der konkreten Aufgabenstellung ab. In Zukunft bieten wir für bestimmte Branchen und Anwendungsfälle fertige Lösungen zu Festpreisen an. Wir erstellen gerne ein Angebot für einen Einstiegsworkshop.

Point 8, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir planen im nächsten Jahr unsere ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen, um für noch größere Projekte gewappnet zu sein. Point 8 soll zur ersten Adresse für DataScience-Projekte werden. Um das zu erreichen wollen wir mit unseren Kunden langfristig zusammenarbeiten und ihnen helfen, sich in der digitalisierten Welt zu behaupten. Wir haben das Ziel, die besten Köpfe für Data Science um uns zu sammeln und auch die Aufgaben zu knacken, an denen andere zuvor gescheitert sind.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sofort und offen mit so vielen Menschen wie möglich über die eigene Idee sprechen und sich das Feedback zu Herzen nehmen. Danach aber sich vom Zögern und möglichen Risiken lösen und stattdessen mutig die Umsetzung starten. Auch sollte jeder Gründungsinteressierte so früh wie möglich Kontakt zu anderen Gründern, Mentoren und möglichen Partnern suchen.

Wir bedanken uns bei Christophe Cauet für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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