Seid offen für richtige Kritik und setzt gute Ideen um

Pleta: Teller aus der Areka Palme produziert in Nepal von benachteiligten Frauen

Stellen Sie sich und das Startup Pleta doch kurz unseren Lesern vor!

Vor Jahren haben wir angefangen Nepal zu bereisen. Die Leidenschaft zu diesem Land ist immer mehr gewachsen und wir haben mit unserer kleinen Travel Agency in Kathmandu angefangen, den Leuten die an Nepal interessiert waren, das Land und die Kultur, kombiniert zu unseren Hilfsprojekten näher zu bringen. 

Auf unseren Nepal Touren ist uns eine besondere Lösung aufgefallen, die Plastik Einweggeschirr komplett ersetzt und nachhaltig hergestellt wird, zurest haben wir in den Tempeln bei den Einheimischen eine Art Blattbeschirr aus Bananenstauden entdeckt, dananch sind wir auf die jetzige Produktlösung von Pleta gestoßen. 

Kati, Adem und Paul sind Pleta. Wir sind ein sozioökonomisches Unternehmen, dessen Ziel es ist, Menschen aus Nepal zu unterstützen und einen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten. 

Unsere Produkte werden von benachteiligten Frauen hergestellt, Randgruppen und Bäuerinnen sammeln den Rohstoff den wir für unsere Teller verwenden auf deren Farmen. Pleta wird durch ein umweltfreundliches Verfahren, frei von Chemikalien und Zusatzstoffen produziert und mit nachhaltigen Ressourcen aus Laub-Blättern der Areca Palme hergestellt. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Adem und Paul sind schon immer Macher gewesen, Menschen die eine überaus positive hands on Mentalität leben, deshalb haben wir einfach so vor vier Jahren eine Reise Agentur in Nepal gegründet – einfach so ? Ja einfach so – was man für solche Unternehmungen braucht ? man muss die Sachen mit Leidenschaft machen und für die Sache brennen, weil man sich nichts besseres vorstellen kann.  Pleta haben wir gegründet, weil wir uns schon in der Verantwortung sehen, einen positiven Impact zu schaffen, wir glauben, dass es genung konventionelle Unternehmen gibt, die Ihre Sache auch gut machen, aber wir brauchen mehr Unternehmen, die soziale und ökonomische Lösungen anbieten, jeder Kaufbeleg ist ein Stimmzettel so heißt es – aber die Menschen müssen auch die Möglichkeit bekommen sich verantwortungsvoll entscheiden zu können. 

Welche Vision steckt hinter Pleta?

Lasst uns eine Revolution für unsere Erde starten denn Plastik muss vom Tisch und von nachhaltigen Lösungen ersetzt werden

Unsere Mission:

plastikfrei, durch Produkte die Spaß machen, funktionieren und gut aussehen!

nachhaltig, weil wir bestehende Rohstoffe verwenden

sozial, weil wir Frauen eine Möglichkeit geben für finanzielle Unabhängigkeit und Existenz

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Finanzierung haben wir zunächst aus einer Tasche gestemmt. Mit unserem aktuellen Crowdfunding möchten wir Pleta auf dem Deutschen Markt etablieren.  

Wer ist die Zielgruppe von Pleta?

Im Grunde genommen jeder, denn jeder kann seinen Beitrag zur Umweltschutz leisten. Unser Ziel ist es, dem deutschen Einweg – Markt Produkte zu liefern, die mehr können als Einweg, welche Plastik nachhaltig ersetzen und auch in der Produktion ökologische und soziale Maßstäbe priorisieren.

Sei es in Schnellrestaurants, Restaurants, Foodtrucks, Cafes, Supermärkten, Imbissständen, auf Festivals, Firmenfeiern, Weihnachtsmärkten und Eisdielen,Campingplätzen, Freizeitparks, an Bahnhöfen und Flughäfen – dort wo es schnell gehen soll. Aber auch im privaten Gebrauch für Partys oder Picknicks, Geburtstage usw. Wir wollen nicht nur dem Konsumenten einen Mehrwert liefern, jeder soll profiteren, wir unsere Umwelt und die Menschen in Nepal.

Mit unseren Produkten möchten wir die Menschen erreichen, die anfangen eine nachhaltige Lebensweise anzustreben und über den Tellerrand hinausschauen. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund – bei der Produktion steht bei uns Transparenz im Vordergrund – Besonders im Bezug auf Arbeitsbedingungen und Entlohnung.

pleta teller areka palme nepal frauen

Aus was bestehen die Teller? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Die Produkte werden aus der Blatthaut der Areka Palme produziert

Pleta ist: 100% natürlich, biologisch abbaubar, chemiefrei, auslaufsicher & Herd – und Mikrowellengeeignet, abwaschbar, ABER Du kannst sie auch bedenkenlos wegwerfen. Unsere Transparenz ist der Unterschied zu anderen, wir sind keine Einkäufer für den eigenen nachhaltigen Shop Ware beschaffen  – wir sind Hersteller und haben die Verantwortung für Arbeitsplätze und unsere Menschen und Ihre Familien

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?

Corona hat unsere Auftragslage komplett verändert, keine Veranstaltungen, keine Feiern, keine Caterings – wir müssen mit unserem Crowdfunding wirklich kämpfen, niemand hat gerade ein offenes Ohr für Support und Umweltschutz, deshalb haben wir uns erstmal mit unserem Konzept beschäftigt 

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Wir haben erst eine sehr starke B2B Ausrichtung gehabt, nun müssen wir uns auf den Endkunden fokussieren, auf die Leute die im kleinen Kreis mal im Sommer grillen und zusammen kommen, deshalb müssen wir jetzt verstäkt andere Vertriebskanäle bespielen. 

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Wir lerenen den B2C Markt besser kennen, das ist eine sehr gute Chance auch hier zu wachsen. 

Pleta wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten uns auf dem Deutschen Markt etablieren, dieser Absatzmarkt ist für uns sehr wichtig, da wir durch mehr Abverkauf  – Löhne in Nepal erhöhen werden, wir können Arbeitsplätze absichern und Neue schaffen, also noch mehr Frauen die Möglichkeit geben finanziell unabhängig zu werden und die Familien zu ernähren. 

Und wir möchten die FAIR TRADE Zertifizierung 

Wir möchten mehr auf die Anforderungen der Märkte reagieren können und brauchen dafür Kapital 

Blauer Engel See Fracht / Baumschulen / Aufforstungsprojekte in Europa und in Nepal

In 5 Jahren – plastikfreie Veranstaltungen, Festivals 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Auch wenn ihr eure Sache 10 mal durchgeplant habt uns alles steht – es wird immer Menschen geben die eure Idee schlechtreden werden – lasst euch nicht entmutigen 

Seid offen für richtige Kritik und setzt gute Ideen um  – manchmal bedeuten 2 Schritte zurück eine enorme Entwicklung für die Zukunft

Versucht nicht alles allein  – Ihr werdet es nicht schaffen – nehmt Hilfe an wenn sie euch angeboten wird

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Adem Serilmez und Paul Harazim für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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