Samstag, Dezember 4, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Planted kompensiert CO2 und pflanzt Bäume in Deutschland

Stellen Sie sich und das Startup Planted doch kurz unseren Lesern vor!

Planted ist ein gemeinnütziges Startup, das seinen Kund:innen ermöglicht klimapositiv zu leben. Über ein Abo Modell zum Preis eines Netflix-Abos pflanzen wir monatlich für unsere Kund:innen mehrere Bäume in Deutschland und gleichen ihre jährlichen Emissionen aus. Dies wird über die Stilllegung von CO2 Zertifikaten ermöglicht.

Wilhelm und Heinrich hatten witzigerweise zur gleichen Zeit die Idee von Planted, ohne sich jedoch zu kennen und wurden nur über einen gemeinsamen Bekannten, dem sie die Idee von Planted pitchten connected. Bei ein paar gemeinsamen Kölsch wurde die Idee dann schnell zum konkreten Business Modell. Jan, unser Klimaförster fand Wilhelm über sein Netzwerk und schließlich kam ich, Cindy, als letztes Puzzleteil hinzu. Heinrich kümmert sich um die Webseite, also das digitale Produkt und Jan um die Aufforstung und die CO2 Berechnung, da er TÜV-zertifiziert ist und somit die Emissionen ganzer Unternehmen berechnen kann. Wilhelm ist unser CEO und Zahlenmensch und ich kümmere mich um die Öffentlichkeitsarbeit, das Design und das Social Media Management. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Wir haben Planted gegründet, um den Zugang zu Klimaschutz so leicht und zugänglich wie möglich zu machen und das für wirklich Jeden. Umweltschutz ist oft mit einem erhobenen Zeigefinger verbunden und wir möchten das Thema cool und vor allem positiv transportieren, um die breite Masse zu erreichen. Denn der Klimawandel kennt trotz Corona kein Halt und den Wäldern in Deutschland geht es so schlecht wie nie zuvor. Wir möchten der Natur etwas zurückgeben und forsten hier in Deutschland klimastabile Mischwälder auf. Diese können von unseren Kund:innen (B2B &B2C) besucht werden, um maximales Vertrauen und Transparenz zu gewährleisten. Zusätzlich bilden wir den missing link und ermöglichen unseren Kund:innen den Zugang zur freiwilligen CO2 Kompensation.

Welche Vision steckt hinter Planted HQ?

Wir sehen den Klimaschutz nicht mehr nur als Zukunftsmusik. Wir werden täglich damit konfrontiert. Das Wetter ändert sich, die Wälder sterben, der Permafrost taut und setzt zwischen 300 und 600 Millionen Tonnen an Treibhausgasen frei – jährlich! Wir befinden uns nicht nur im Klimawandel, sondern in einer handfesten Krise.

Planted möchte durch die Spenden wichtige und richtige Klimaschutzprojekte unterstützen, die aktiv etwas gegen den Klimawandel bewirken. Zusätzlich pflanzen wir Bäume, weil das nach wie vor die effektivste Möglichkeit darstellt, CO2 aus der Luft zu ziehen. Wir möchten daher die größte Aufforstungs-Organisation Europas werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind vergangenen Dezember 2020 mit einer ersten Testversion für Friends & Family online gegangen. Am 27. März hatten wir unseren offiziellen Launch und konnten bisher mit den eingenommenen Spendengeldern 10.000 Bäume pflanzen und 350 Tonnen CO2 ausgleichen (das entspricht etwa 42 Erdumrundungen mit dem Auto) und das ganz ohne Marketingbudget. 

Eine Herausforderung stellt aktuell noch das fehlende Gefühl des klimapositiven Lebens dar. Natürlich können unsere Kunden die Bäume besuchen gehen, aber wir möchten ihnen gerne das Gefühl nach Hause in den Alltag bringen. Daher planen wir zusätzlich noch Produkte, die ebenfalls einen positiven Impact haben. Um das Unternehmen skalieren zu können arbeiten wir daher noch an der Lösung, eine zweite For-Profit-Gesellschaft aufzusetzen. Zur Zeit boostrappen wir das Unternehmen.  zielen aber auf eine Seedfinanzierung gegen Ende des Jahres, sobald das Proof of Concept steht.

Wer ist die Zielgruppe von Planted?

Im B2C-Bereich ist die Zielgruppe eher weiblich orientiert. Eine Konsumentin, mit Interesse an  umweltbewussten Themen, die sich der Klimakrise bewusst ist. Sie konnte bereits einige nachhaltige Aspekte in ihren Alltag integrieren, möchte aber mehr tun, ohne ihren Lifestyle weiter zu sehr einzuschränken. Auf B2B Ebene bilden die Zielgruppe überwiegend Marken, die ihr Image verbessern wollen. Unternehmen mit starker Abhängigkeit von Humankapital wie Beratung, Recht oder Finanzen.

Wie funktioniert Planted? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Als gemeinnütziges Impact Startup kompensieren wir die CO2 Emissionen unserer Kund:innen und pflanzen Mischwälder in Deutschland. Die Kombination von internationalen Klimaschutzprojekten und lokaler Aufforstung mit unserem eigenen Klimaförster an Bord ist einzigartig. Wir bieten durch unsere Gemeinnützigkeit maximale Transparenz und veröffentlichen alle Zahlen sichtbar für jeden auf unserer Webseite. Außerdem sind wir befugt Spendenquittungen auszustellen, was für unsere B2C-Kunden interessant ist.
Da internationale Aufforstungs-Organisationen immer wieder in der Kritik stehen – etwa für nicht gepflanzte Bäume – haben wir uns für eine lokale Aufforstung entschieden, um auch hier das nötige Vertrauen zu schaffen. 

Planted HQ, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir planen viele einzelne Aufforstungsprojekte in ganz Deutschland umzusetzen. Überwiegend in der Nähe von Großstädten pflanzen wir eigene Klimawälder, um auch der urbanen Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, die Wälder zu besuchen, die durch ihre Spenden entstanden sind. Außerdem planen wir auch eigen zertifizierte Klimaschutzprojekte in Europa, über die wir CO2-Emissionen kompensieren können. Planted soll langfristiges die größte Aufforstungs-Organisation Europas werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Für mich ist es sehr wichtig, dass man ein Team hat, das sich perfekt ergänzt. Man muss die Stärken aber auch Schwächen des anderen kennen, um diese im Idealfall zu fördern oder aber zu kompensieren. In unserem Fall haben wir enormes Glück und sind sehr divers aufgestellt.

Heinrichs Devise lautet immer: testen, testen und nochmal testen. Du musst genau wissen, wie dein Produkt ankommt, ob überhaupt die Nachfrage besteht oder wie du es verbessern kannst. Teste also so viel du kannst!

Wilhelms Tipp lautet: einfach machen! Er hat von uns am meisten Startup-Erfahrung und ist von der WHU über Rocket und diversen anderen Businesses schließlich bei Planted gelandet. Sein Motto: wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Wir bedanken uns bei Cindy Schüller für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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