Einfach mal anfangen

Plakatkarte Plakate aufhängen, digital koordinieren und verwalten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Plakatkarte vor!
Wenn sie schon mal für eine Veranstaltung plakatiert haben, dann kennen sie das Problem: Normalerweise gibt es nur ein paar gute Plätze, die Plakate dürfen nur eine Zeitlang hängen, sonst gibt es eine Strafe und danach wollen sie ihre Plakate wieder finden, weil die Plakatträger teuer waren und sie die wiederfinden möchten.
Im Wahlkampf dürfen sie an viel mehr Stellen plakatieren, aber man verliert leicht die Übersicht, auch werden Plakate beschädigt und sie wollen ihrem Dienstleister, der für sie plakatiert, eine Nachricht schicken wo die kaputten Plakate sind. Außerdem würden sie gerne zuverlässig wissen, wo ihre Plakate hängen und wo sie evtl. noch plakatieren müssen. Und wenn ihre Plakate auf ihre Plakatträger aufgezogen wurden, dann wollen sie die auch wieder zurück.
Als Plakatierunternehmen wollen sie außerdem ihren Kunden nachweisen, dass sie so viele Plakate aufgehangen haben, wie sie berechnen.
Das alles macht Plakatkarte für sie.
Wir sind ein kleines Team, bestehend aus einem Programmierer und mir. Ich mache Projektmanagement und Vermarktung, als Nebenerwerb, neben meinem Studium.

Wie ist die Idee zu Plakatkarte entstanden?
Während der Zeit, in der ich Kommunalwahlkämpfe geleitet und begleitethabe, war Aufhängen und Wiederfinden der Plakate immer ein Problem. Aufhängen von Plakaten kostet in der Regel ca. 3 Euro oder mehr pro Stück, wenn man es professionell machen lässt. Plakatträger kosten ungefähr 1,5 Euro wenn man sie selber neu kauft.
Ein Großteil des Budgets von lokalen Kampagnen wird auf Plakate verwendet. Manch Wahlkämpfe haben ein Gesamtbudget von vielleicht 5000 Euro. Wenn man da 1000 Plakate aufhängt, -was in einer Großstadt nicht viel ist – hat man schon 3000 Euro weg.
Mit Google Maps Pins setzten hilft nicht wirklich. Kreuze auf eine Karte zu malen braucht mindestens eine Karte pro Plakatiertem. Sie wollen dann aber auch eine Übersicht wo sie hängen und wo nicht.
Diese Aktion hat mich immer genervt.

Von der Idee bis zum Start: was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Das schwierigste war, einen Programmierer zu finden, der die Idee der Plakatkarte umsetzen konnte und wollte. Finanziert habe ich mich durch meinen Bausparvertrag, der fällig wurde.

Wer ist die Zielgruppe von Plakatkarte?
Personen, die für kleine Veranstaltungen Plakate im öffentlichen Raum aufhängen, etwa Bands, Zirkusse, Flohmärkte usw. und die Übersicht über ihre Plakate behalten wollen. Bürgerinitiativen oder Parteien in Wahlkämpfen und natürlich auch professionelle Plakataufhänger, die das Aufhängen von Plakaten als Dienstleistung anbieten. Die geben ihren Kunden häufig auch eine Fotodokumentation, aber die ist wenig übersichtlich und zeigt auch nicht die Geokoordinaten.

Wie funktioniert Plakatkarte?
Ganz einfach. Sie hängen ein Plakat auf, machen die App auf, wählen „neues Plakat“. Die App zieht aus den Geodaten des Smartphons die Koordinaten für das Plakat. Sie können noch Kommentare und Tags eingeben, sowie ein Foto machen. Diese Einträge können sie mit anderen teilen und erhalten eine Übersicht wo ihre Plakate hängen. Sie können auch analysieren welche Plakate eher beschädigt werden oder geklaut. Bei der Programmierung haben wir darauf geachtet, das alles auch ohne ständige Internetverbindung geht und wir verwenden Open Street Maps.

Welche Vorteile bietet Plakatkarte?
Sie sehen live, wenn ein Plakat ausgehangen wird. Wenn sie vorbeifahren, können sie eintragen, dass ein Plakat beschädigt ist oder geklaut wurde. Bisher müssen sie das notieren und dann ihrem Plakatierteam eine Mail schreiben. Sie können denen auch schon vor dem Aufhängen auf der Karte markieren, wo Plakate hin sollen und wo nicht. Wenn sie die Plakate wieder abhängen wollen, finden sie die Plakate leichter. Über das Webinterface sehen sie welche Plakate beschädigt werden.
Das ist einfacher, übersichtlicher und bequemer als Papierkarten.

Plakatkarte,wo geht der Weg hin? (Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?)
Ab Anfang 2017 sind wir in den Stores von Apple und Google. Weiterhin werden wir die Anwendung verbessern, Landtagwahlkreise einpflegen, eine detaillierte Analysefunktionen und Gamefication einbauen. In 2017 läuft dann auch die Vermarktung. Ich kann jetzt noch nicht alles genauvoraus sagen. Ich lerne gerade so viel bei diesem Projekt und hoffe, dass wir bisdann auch Gewinn machen (lacht). Und vielen Menschen den Wahlkampf und das Plakatieren erleichtern.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einfach mal anfangen. Es gibt so viel Hilfsangebote. Einfach mal die Zeit zum Experimentieren nehmen.

Bildquelle: Razvan Orendovici unter CC-Lizenz BY 2.0.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sebastian Müller  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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