Pick Your Pocket: Sei du selbst, aber mit Stil

Pick Your Pocket erstelle Dein Shirt individuell und persönlich

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Pick Your Pocket doch kurz vor!
Hi, wir sind die Pick Your Pocket GbR aus Reutlingen und nicht nur im Schwabenland zu finden, sondern auch unter www.pick-your-pocket.de.
Wir sind ein junges Onlineunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Marktnische zwischen Stangenware und Designermode im Textilbereich zu füllen. Wir wollen Mode anbieten, die zum Teil aus ‘Schablonen’ besteht, zum anderen Teil aus eigener kreativer Leidenschaft entworfen wird. Die Vision ist es, sich ein Standardtextil auszusuchen und dieses seinen eigenen Wünschen nach zu designen, erweitern und zu individualisieren.
Mode muss wieder etwas persönlicher werden.

Wie ist die Idee zu Pick Your Pocket entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Anfangs kam Marcus Beck, Mitgründer von Pick Your Pocket, auf die Idee seine Oma, ehemalige Akkordnäherin, 5 T-Shirts mit verschiedenen Brusttaschen (Pocket-Tees) nähen zu lassen. Natürlich stritten wir uns Anderen um zwei der Shirts, da diese einfach am besten aussahen. Daraus entstand die Idee, individuelle Brusttaschen nach Wunsch auf einen Textil-Rohling nähen zu lassen. So muss sich niemand mehr um die schönste Brusttasche streiten. Eins führte zum anderen und so sind wir jetzt mit individueller Mode am Markt.
Klar, das Sortiment ist noch recht klein, wird aber ständig ausgebaut.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Puh, Schwer zu sagen. Ich denke, jeder einzelne Schritt hat so seine Fallstricke. Gerade im Bereich eCommerce muss man genau planen. Die größte Schwierigkeit war, ohne Startkapital an den Markt zu gehen. Wir waren heiß darauf endlich anzufangen und mussten dann ernüchternd feststellen, dass wir schlechte Prozesse und einen schlechten Webshop hatten. Es gab zu Anfangszeiten keinen Konfigurator für die Mode. Wir mussten alles manuell erstellen. Damit sind wir quasi im Steilflug in das Aus geflogen. Da ist natürlich erst mal die Motivation weg. Wir haben uns dann entschieden, denn Shop wieder Offline zu nehmen und dann ganz in Ruhe von vorn anzufangen.
Die zweite Hürde ist natürlich auch der finanzielle Aspekt. Wir finanzieren uns aus den Privatgeldern der Gesellschafter. Wir sind ohne Startkapital gestartet und so machen wir es weiterhin. Einnahmen werden direkt investiert. Zurzeit arbeiten wir für Pick Your Pocket daher für lau.

Wer ist die Zielgruppe von Pick Your Pocket?
Unsere Zielgruppe sind alle Individualistinnen und Individualisten unabhängig ihres Alters. In Zeiten sich ständig ändernden Modeerscheinungen soll der Kunde die Möglichkeit bekommen, sich an alle Gegebenheiten anpassen zu können, ohne dabei seine Persönlichkeit zu verlieren. „Sei du selbst – Pick Your Pocket!“

Welche Produkte kann man auf Pick Your Pocket bedrucken lassen?
Das ist es ja gerade. Wir sehen uns keineswegs im Druck-Sektor. Wenn du Shirts drucken lassen möchtest, dann gibt es Unmengen von lokalen Anbietern und große Onlineshops, bei denen man das zu unschlagbaren Preisen machen kann.
Wir wollen, dass Mode wieder einzigartig wird. Wir bieten hauptsächlich Veredelungen von Standardtextilien an. Sei es eine Brusttasche aus einem bestimmten Stoff, mit gewünschtem Muster oder Swarovski Elementen. Wir haben für jeden etwas dabei.
Natürlich bieten wir auch bald Drucke (Flexdruck) an, aber nur mit von uns ausgewählten Designs.

Was unterscheidet Sie von anderen?
Einfach alles. So etwas wie Pick Your Pocket ist einzigartig. Zumindest haben wir bis jetzt noch keine Marktbegleiter ausmachen können. Natürlich gibt es jede Menge eCommerce-Anbieter, die Shirts mittels Druck individualisieren. Wir finden aber, dass hier nicht Schluss sein sollte und auch nicht darf. Denn in der Regel lässt man sich sein Shirt nur bedrucken, wenn man ein bisschen Spaß haben möchte.
Wir wollen aber ernsthafte Mode anbieten. Sei du selbst, aber mit Stil.

Pick Your Pocket, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zurzeit arbeiten wir hart daran, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern. Das geht natürlich nur langsam voran, da wir alle nebenher noch unseren normalen Berufen hinterher gehen. Da geht dann alles etwas langsamer voran, als bei einem Full-Time-Job. Das ist natürlich schade, aber ohne Investor nicht anders machbar.
Ziel soll natürlich sein irgendwann Vollzeit in Pick Your Pocket einzusteigen. Das geht aber auch erst dann, wenn man viel Umsatz generiert.

Wir wollen in 5 Jahren einen guten Stand in Deutschland haben und dann den ersten Shop aufmachen. Auch hier haben wir schon fantastische Ideen. Denn wer sagt denn, dass Einkaufen langweilig sein muss. (Gilt natürlich nur für die männliche Rasse). Aber Spaß beiseite. Wir stellen uns einen stilvollen Laden vor, indem Man(n) (und Frau) gemütlich Kaffee trinkt und über ein Tablet seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Im hinteren Bereich des Ladens soll das gute Stück dann direkt gefertigt werden und dem Kunden an den Platz geliefert werden. Das Tablet könnte die Zeit anzeigen, wie lange man noch warten muss. Shoppen soll ein Erlebnis sein und nicht nur Massenkonsum.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Tipp #1: Man sollte sich in der Anfangsphase nicht durch Unsicherheit bremsen lassen. Lieber anfangen nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“.
Tipp #2: Aufgeben sollte in den ersten 5 Jahren keine Option sein. Kürzlich habe ich einen Gründer sagen hören, wer keine Milliarde machen möchte, der sollte gleich aufgeben. Dem stimme ich so nicht ganz zu, aber wenn du etwas willst, dann solltest du dich nicht aufhalten lassen. Die Kunst ist es einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
Tipp #3: Anfangs hatten wir das Gefühl, wir hätten mit unserer Spitzenidee nur an ein paar Türen klopfen müssen um einen großen Investor zu finden. So hörten wir das zumindest immer mal wieder aus Gründerkreisen. So ähnlich wie die Mär, vom Tellerwäscher zum Millionär. Aber dem ist nicht so.
So eine Gründung ist zwar harte Arbeit, aber es gibt trotzdem genug Beispiele von Jungunternehmen, die ohne Kapital gestartet sind und sich nun erfolgreich am Markt etabliert haben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Ruwen Reinhard für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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