Voller Fokus auf die Kundenbedürfnisse und die entsprechende Kommunikation

PHYSEC: Die IoT-Security Plattform IoTree verbindet die physikalische und die digitale Welt

Stellen Sie sich und das Startup PHYSEC doch kurz unseren Lesern vor!
PHYSEC ist als Spin-off des europaweit führenden Horst Görtz Instituts für IT-Sicherheit und spezialisiert auf die angewandte Kryptographie im Internet der Dinge (IoT). Die PHYSEC GmbH wurde im April 2016 gegründet und das Gründungsvorhaben wurde 2014 konkret.

Wie ist die Idee zu PHYSEC entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Mein Geschäftsführerkollege Dr.-Ing. Christian Zenger und ich haben uns 2014 kennen gelernt. Christian hatte zu der Zeit überragende Forschungsergebnisse für eine neue Sicherheitstechnologie publiziert. Dies war auch der Startschuss für PHYSEC.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Aus Forschungsergebnissen eine Technologie und darauf aufbauend ein Produkt zu definieren ist eine große Herausforderung. Zudem ist der Markteintritt für innovative IT-Sicherheitslösungen nicht trivial.

Wir haben uns die ersten 18 Monate durch den EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft finanziert. Die EXIST-Programme sind wirklich eine tolle Möglichkeit den Schritt aus der Universität in die Selbständigkeit zu wagen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Sehr gut, aber vergangene Entwicklungsschritte haben nur dann einen Wert, wenn man auch gegenwärtig und zukünftig nicht nachlässt und die Unternehmensentwicklung vorantreibt. Nach dem der Zusage für den EXIST-Forschungstransfer haben wir verschiedene Gründer- und Businessplanwettbewerbe (Gründerwettbewerb Digitale Innovation (2017), ECO Internet Award (2016), Security Rockstars (2016), Senkrechtstarter (2016), ruhr@venture (2015)) gewonnen. Von entscheidender Bedeutung sind aber die ersten (zahlenden) Kunden, die wir 2016 gewinnen konnten.

Wer ist die Zielgruppe von PHYSEC?
IT-Sicherheit ist eine Querschnittsfunktion die in dem Ökosystem des Internets der Dinge für vielfältige Anwendungen interessant, eigentlich sogar notwendig sind. Unsere Kunden kommen aus dem Bereich hochwertiger IoT-Geräte, Industrie (4.0) und kritischer Infrastrukturen (KRITIS).

Wie funktioniert PHYSEC? Worin liegen die Vorteile für den Kunden?
Die IoT-Security Plattform IoTree verbindet die physikalische und die digitale Welt. Für eine einfache und sichere Digitalisierung von Produkten und Prozessen bietet PHYSEC eine branchenunabhängige Lösung, die Geschäftsmodelle und Datenerfassung schnell, sicher und unkompliziert digitalisiert. Der gesamte Prozess von der Authentifizierung des Endgeräts über die Verschlüsselung der Kommunikation bis zum Gerätemanagement auf Nutzer- und Geräteebene, wird mit der PHYSEC-Infrastruktur und Softwarekomponenten realisiert. PHYSEC bietet innovative Langzeitsicherheit (Post-quanten Resistenz) für ressourcenbeschränkte Geräte, eine einzigartige Schlüsseletablierung (kein Eingriff in die Produktion) und vieles mehr.

Wie ist das Feedback?
Durchweg positiv. Von unseren Kunden bekommen wir sehr positive Rückmeldungen. Unsere Unterstützer aus dem Universitären Umfeld und von EXIST haben auch noch keinen Grund zur Kritik gehabt, oder diese zumindest nicht geäußert.

PHYSEC, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Das ist sehr schwer zu sagen. Für 2017 wollen wir unsere Technologie in hohen Stückzahlen in Serienprodukte bringen. Wenn uns das gelungen ist, dann müssen wir eine gute Skalierung erreichen und Mittelfristig wollen wir natürlich auch in ausländische Märkte expandieren.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Das Team ist das wichtigste, jeder einzelne ist ersetzbar.
2. Voller Fokus auf die Kundenbedürfnisse und die entsprechende Kommunikation.
3. Mit dem Vertrieb kann man nicht zu früh beginnen.

Bildnachweis: © RUB, Foto: Marquard

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Wir bedanken uns bei Heiko Koepke für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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