phojoca Willkommen bei Freunden

phojoca individuelle Urlaubs- und Freizeitaktivitäten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen phojoca doch kurz vor!
Hallo, zunächst einmal vielen Dank für das Interview mit StartupValleyNews. Ich heiße Andreas Fänger, Hotelbetriebswirt und seit Gründung in 2015 der visionäre und strategische Teil von phojoca. phojoca ist ein innovativer, junger Community Marktplatz, der sowohl Gastgebern als auch Gästen dazu verhilft Städte und Orte gemeinsam zu erleben und neu zu entdecken. Fernab von Pauschalangeboten bieten wir eine flexible Möglichkeit Land und Leute mit Einheimischen individuell kennenzulernen. Dabei ist das Prinzip so einfach wie praktikabel: Einerseits können Gäste Veranstaltungen in Echtzeit anhand ihres verfügbaren Zeitraumes auswählen und buchen. Andererseits können einheimische Gastgeber ihre unterschiedlichsten Interessen, Erfahrungen, Kreativität und Kenntnisse in Form einer eigenen Veranstaltung kostenlos anbieten und somit ihr Leben und Einkommen aktiv gestalten.

Wie ist die Idee zu phojoca entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
In meiner über 20-jährigen Arbeit in der 5* Hotellerie wurde mir bewusst, dass es meinen Gästen genauso erging wie mir selbst, wenn ich irgendwo in einem anderen Land oder Stadt zu Gast war. Es war der Wunsch nach authentischen und individuellen Urlaubserlebnissen, abseits der Touristenpfade. Eine Stadt, ihre Menschen und deren Kultur aus der Sicht und mit dem Wissen eines Einheimischen zu erleben und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, dass war es was einen unvergesslichen Urlaub kennzeichnete. Dieses Glück hatte ich nicht immer, doch wenn ich es hatte, waren diese Urlaube einfach unbezahlbar. Obwohl einige dieser Begegnungen schon mehrere Jahre alt sind, sind diese wundervollen Erinnerungen so frisch, als wären sie gestern passiert. Aus meinen Erfahrungen als Gast und als Gastgeber meiner Gäste, die sich nicht nur über die touristischen Gegebenheiten des jeweiligen Ortes informierten, sondern mir teilweise ihre ganz persönlichen Erfahrungen und sehr interessanten Erlebnisse mitteilten, wurde die Idee von phojoca geboren. Und genauso wie sich diese magischen Momente mit Einheimischen nicht vorher planen ließen, jedoch im Nachhinein genau zum richtigen Zeitpunkt ergaben, fanden sich das Gründerteam und die Partner. Ganz gleich ob es sich dabei um das Marketing, IT oder Unterstützer handelte, sie alle waren plötzlich und zur rechten Zeit an Bord. Dabei hatten wir immer eines gemeinsam, auch sie konnten ebenfalls diese Erfahrungen zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort erleben.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
phojoca hat seine finanziellen Mittel ausschließlich durch Eigenkapital erhalten, die natürlich Teilweise für die erste Herausforderung, Umsetzung der Idee und Programmierung des Community Marktplatzes, verwendet wurden. Die größte Herausforderung war und ist nicht zu überzeugen das phojoca ein gewaltiges Wachstumspotenzial hat, sondern vielmehr international so viel Menschen wie möglich zu erreichen. Das dabei „viel“ relativ ist, ist mir durchaus bewusst. In einem Hotel mit 150 Betten sind 350 Gäste relativ viel. Dagegen zählten allein die internationalen Ankünfte weltweit nach der letzten Erhebung von 2015 über 1,1 Mrd. im Jahr 2014 (Tendenz steigend). In diesem Zusammenhang sollte man auch wissen, dass z.B. in Deutschland der Anteil an Übernachtungen aus dem Ausland nur ca. 18% ausmacht. Somit ergibt sich für phojoca im Gegensatz zu einem Hotel mit 150 Betten Hotel eine andere Kennzahl bzw. Größenordnung von „viel“. Zumal phojoca nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische für Freizeitaktivitäten begeistern möchte.

Wer ist die Zielgruppe von phojoca?
Die Hauptakteure von phojoca sind Gastgeber und Gäste, die entweder oder, oder beides sein können. Dabei ist besonders die Zielgruppe der Gastgeber breit aufgestellt, die sich nicht nur auf eine Region, Alter, Beruf, Hobby oder sogar gesellschaftliche und soziale Situation beschränkt. Ob Studenten, Home-Manager, Arbeitssuchende, Voll-, Teil- oder Kurzzeitarbeitskräfte, Künstler, Freiberufler oder Senioren, jeder kann Veranstaltungen, in Form von Führungen, Auf- und Vorführungen, Workshops etc., auf Grund seiner Erfahrungen und Kenntnisse einstellen. Und genauso vielfältig wie die Gründe und Motivationen der Gastgeber sind, wird sich dies in den unterschiedlichsten Angeboten und Veranstaltungen widerspiegeln als Lösungen für ihre Wünsche, Bedürfnisse und Schwierigkeiten. Dies wiederum bewirkt, dass unterschiedliche Gästeprofile durch die Vielfalt der Angebote individuell angesprochen und auf der Ebene ihrer Wünsche und Bedürfnisse persönlich abgeholt werden. Übergeordnet kann man sagen, das auf phojoca Menschen zusammenkommen die aktiv und mobil ihr Leben, ihre Freizeit gestalten. Entdecker die mit Anderen abseits der Touristenmassen ihre Individualität, Spontanität und Abenteuerlust von einzigartig bis skurril teilen.

Wie funktioniert phojoca?
Nachdem die Anbieter ihre Angebote kostenlos auf dem Community Marktplatz eingestellt und veröffentlicht haben, sind diese noch für den gleichen Tag buchbar. Die Buchung und Bezahlung läuft online über www.phojoca.com sowie mobil über Smartphones und Tablets für Apple, Android und Windows. Für die notwendige Sicherheit sorgt ein Barcode, den die Gäste nach erfolgreicher Buchung erhalten. Er ist quasi die Eintrittskarte zum Event und dient der Teilnahmebestätigung. Die Teilnahmegebühr geht direkt an den Gastgeber – abzüglich einer Service-Gebühr in Höhe von 18 %, die phojoca im Fall einer erfolgreichen Vermittlung (und nur dann) erhebt. Wie viel Geld die Anbieter dabei verdienen, liegt bei ihnen: Die Preise und die Anzahl ihrer Angebote legen sie selbst fest.

phojoca, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Dafür sehe ich zwei mögliche Szenarien. phojoca startet jetzt in Deutschland. Entweder sind wir in 5 Jahren in ganz Deutschland bekannt oder mit einem entsprechendem Partner in 100 Ländern weltweit, als der größte Community Marktplatz für private Freizeit- und Urlaubsaktivitäten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
• Ich kenne keine keine einzige erfolgreiche Idee oder Konzept, dass zuvor keiner kennt.
• Der kürzeste Weg zum Ziel ist nicht zwangsläufig die Gerade.
• Der Businessplan ist wie ein Freund, je ehrlicher man zu ihm ist, desto ehrlicher zeigt er dem Schreibenden die konzeptionellen Schwächen und Fehler auf.

Wir bedanken uns bei Andreas Fänger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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