Philipp Schröder: Man muss sich hohe Ziele setzen

Treffen Sie Philipp Schröder Geschäftsführer sonnen auf der Startup Konferenz Hinterland of Things

Stellen Sie sich und sonnen doch kurz unseren Lesern kurz!
Philipp Schröder: Ich bin Geschäftsführer Vertrieb & Marketing bei sonnen. sonnen wurde 2010 gegründet und ist heute der weltweit größte Hersteller von Stromspeichern für private Haushalte sowie der Betreiber der größten Stromsharing-Plattform. Wir gehören zu den schnellst wachsenden Technologie-Unternehmen in Europa und sind mittlerweile auch in den USA und Australien sehr erfolgreich. 2016 hat uns das MIT unter die weltweit 50 innovativsten Unternehmen gewählt.

Welche Idee steckt hinter sonnen?
Philipp Schröder: Das ist schnell erklärt: Saubere und bezahlbare Energie für alle.

Warum haben Sie sich entschlossen Tesla zu verlassen und was waren die größten Herausforderungen bei sonnen zu Beginn?
Philipp Schröder: Eine Idee mitzugestalten und eigene DNA einzubringen ist für mich reizvoller als eine fremde, wenn auch sexy Idee zu verwalten. Ich war der erste Mitarbeiter im Vertrieb bei sonnen zu einer Zeit als selbst die Gründer noch andere Jobs hatten und war vor meinem Wechsel zu Tesla sogar Gesellschafter – daher identifiziere ich mich voll und ganz mit der Marke. Sonnen hat mich also nie ganz losgelassen und ich kann heute sagen, dass ich mich als einer der Väter von sonnen fühle auch wenn ich nicht einer der beiden Gründer bin und genau das hat den Unterschied gemacht.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Philipp Schröder aus?
Philipp Schröder: Gestern bin ich um 04:30 Uhr aufgestanden, von Hamburg zu unserem Hauptsitz nach Wildpoldsried geflogen und am Abend nach Berlin, wo wir auch eine Niederlassung mit über 80 Leuten haben. Zugegeben, das ist nicht jeden Tag so aber solche Tage gibt es oft.

Über welche Themen werden Sie auf der Startup Konferenz Hinterland of Things referieren?
Im Grunde möchte ich zeigen, dass innovative, coole und schnell wachsende Unternehmen nicht immer aus dem Silicon Valley kommen müssen sondern dass es sie auch in Deutschland gibt. Dafür ist auch die Hinterland of Things der Founders Foundation der beste Beweis: Hier kommen Wirtschaftsgrößen, Startuppioniere und Digitalexperten, um im Herzen des deutschen Mittelstands die Digitalisierung gemeinsam voranzutreiben.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?
Momentan verändern sich viele Branchen ziemlich schnell und ziemlich grundlegend. Unternehmen die das nicht verstehen, können schnell untergehen. Jeder kennt Quelle oder auch Nokia. Das bietet aber gleichzeitig große Chancen für Gründer, die Sachen eben anders machen wollen, als die etablierten Konzerne. Ich habe das Gefühl, dass heute viele junge Menschen diesen Weg deutlich attraktiver finden, als die klassische Konzern-Karriere bei Siemens oder BMW. Da tu sich gerade sehr viel.

Welches sind die größten Fehler junger Gründer?
Die Überschätzung der eigenen Person und die permanente Angst vorm Scheitern.

Welches war das letzte Buch das Sie gelesen haben?
Homo Deus. Es geht darum, dass der Mensch die Kontrolle an die Technologie abgibt.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
sonnen ist der Energieanbieter der Zukunft. Wir möchten die heutige Form der Energieversorgung mit all ihren Folgen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen ändern. In 5 Jahren werden wir hunderttausende Kunden haben, die von unserer Vision und unseren Produkten überzeugt sind.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?
Man muss sich trauen Fehler zu machen, denn nur so kann man am schnellsten lernen. Man muss sich hohe Ziele setzen und man muss etwas mehr wollen, als die anderen.

Fotograf: Marcus Witte

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Philipp Schröder für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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