Philipp Schett: Überlegt euch gut, wen ihr mit an Bord holt

Treffen Sie Philipp Schett Detecon Innovation Institute San Francisco auf der innolution valley in Ludwigsburg

Stellen Sie sich und ihr Unternehmen doch kurz vor!
Mein Name ist Philipp Schett und ich arbeite für das Detecon Innovation Institute in San Francisco. Detecon ist eine internationale Management- und Technologieberatung und gehört zum Konzern Deutsche Telekom. Meine Aufgabe ist es unseren Kunden rund um die Welt durch Impulse aus dem Silicon Valley zu helfen, innovativer zu arbeiten. Außerdem arbeite ich daran unsere Geschäfte in den USA auszubauen – vor allem durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit zukunftsträchtigen Startups.

Wie sieht ein ganz normaler Arbeitstag von Philipp Schett aus?
Ganz normale Tage gibt es selten. Jedes Projekt in dem ich arbeite sieht anders aus. Aber es gibt bestimmte Muster: durch neun Stunden Zeitverschiebung nach Europa beginnen die Tage für mich sehr früh, meist mit Calls mit Kunden und Kollegen. Am Nachmittag arbeite ich dann oft in Teams an unterschiedlichen Projekten. Am Abend stehen öfter noch Meetups an, bei denen ich mich in dem Ökosystem des Silicon Valley bewege, stets auf der Suche Neues zu lernen und Kontakte zu knüpfen.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Man muss sogar. Eine Idee selber ist nichts, erst durch die Umsetzung entstehen Werte. Mein Lebensmotto kommt daher von Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.

Über welches Thema werden Sie auf der innolution valley referieren?
Ich werde über den Vorteil, aber auch die Herausforderungen von Partnerschaften zwischen jungen, innovativen Unternehmen und großen Corporates sprechen. Dazu konnte ich im Silicon Valley und in meinen zahlreichen Projekten in Amerika, Europa und Asien viel lernen. Vor allem auch, wie sich hier erfolgreich Brücken bauen lassen und was aus meiner Sicht echte Erfolgsfaktoren sind. Ich möchte gerne meine Erfahrungen sowohl mit Gründern als auch mit Corporates teilen und aus der Praxis berichten. Damit möchte ich meinen Beitrag für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und eine innovative Zukunft leisten.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
In fünf Jahren werde ich (vielleicht) nach Deutschland zurückkehren, um mich dort weiter für den sinnvollen Einsatz von Innovationen und neuen Technologien und gegen die Angst vor dem Neuen einzusetzen.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?
Im richtigen Moment „Nein“ sagen können. Erst einmal zu Investoren: Überlegt euch gut, wen ihr mit an Bord holt. Dann zu Ablenkungen: Pizza und Bier bei einem Meetup klingen natürlich immer gut, aber kosten oft wertvolle Zeit. Und dann irgendwann vielleicht auch noch ein „Nein“ zu seiner eigenen Idee: Zu oft erlebe ich Gründer, die ein totes Pferd noch drei Jahre reiten, weil sich gerade in Deutschland niemand eingestehen mag, dass es vorbei ist. Scheitern ist doof, aber irgendwann werden die Opportunitätskosten einfach zu hoch.

Wir bedanken uns bei Philipp Schett für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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