Petra Lohmann Ansprechpartnerin für Startups und Gründungsinteressierte

Petra Lohmann Referentin im Fachbereich Unternehmensförderung bei der IHK Köln und Sprecherin auf dem CrowdDay 2016

Frau Lohmann stellen Sie sich doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Hallo. Nach meinem Studium der Verwaltungs- Betriebswissenschaften habe ich im Jahr 2000 zu der IHK Köln gewechselt. Als gebürtige Rheinländerin pendle ich noch heute täglich mit Freude in die Dom-Stadt.

Welches sind Ihre Aufgaben bei der IHK Köln?
Als Referentin im Fachbereich Unternehmensförderung bin ich Ansprechpartnerin für Startups und Gründungsinteressierte. Diesen gebe ich Tipps und Hilfestellungen bei Fragen zu ihrer Geschäftsidee und dem Business Model, zu Finanzierungsmöglichkeiten und Fördermitteln. Darüber hinaus bin ich mitverantwortlich für die Weiterentwicklung unseres Angebotes. In diesem Zusammenhang konzipiere ich auch Veranstaltungen und suche hierzu strategische Partner. So ist auch der CrowdDay 2015 erstmals in das Haus der IHK Köln gekommen.

Wann sind Sie persönlich mit Crowdfunding das erste Mal in Kontakt gekommen?
Crowdfunding, als Möglichkeit der Projektfinanzierung, entdeckte ich dank der medialen Präsenz der wohl in Deutschland bekanntestes Kampagne zu „Stromberg der Film“. Das muss bereits Ende 2011 gewesen sein. Von da an habe ich kontinuierlich die Szene und deren Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeit der Finanzierung von gewerblichen Projekten beobachtet.

Sie fungieren als Sprecher auf dem CrowdDay, welches wird Ihr Kompetenz Thema sein, über das Sie referieren?
Bei Fragen des eigenen Unternehmens ist oft externe Unterstützung nötig – beispielsweise durch Unternehmensberater. Ich informiere über die Möglichkeiten und Voraussetzungen, die hierfür zur Verfügung stehenden Zuschüsse optimal zu nutzen. Leider zeigt es sich in meiner Beratungspraxis häufig, dass vielen Unternehmern gar nicht bewusst ist, welche Möglichkeiten für sie bestehen. Das werde ich am 27. April ändern!

Welche Förderprogramme gibt es für Gründer?
Der Bund, die Länder und die EU unterstützen den Start in die unternehmerische Selbständigkeit durch Förderprogramme. Dabei handelt es sich meistens um Kredite. Typisch für öffentliche Förderkredite sind unter anderem günstige Zinsen, lange Laufzeiten und häufig eine rückzahlungsfreie Anlaufphase, bis man mit der Tilgung beginnen muss. So hat man Zeit, erst einmal in Ruhe „Geld zu verdienen“. Um sich einen Überblick über die konkreten Möglichkeiten für ein Projekt zu machen, kann ich nur empfehlen: Sprechen Sie uns an. Wir lotsen Sie durch den Finanzierungsdschungel!

Wie hat sich die Gründerkultur in den letzten Jahren und speziell in Köln entwickelt?
In den vergangenen Jahren ist in Köln eine aktive Startup-Szene herangewachsen. Coworking- Spaces, Inkubatoren und auch kostenfreie Beratungsangebot, wie zum Beispiel in den Startercenter NRWs bei den IHKs, sind hier der Nährboden für eine lebendige Startup-Szene.

Welche Vorteile sehen Sie im Crowdfunding?
Im Grunde kann nahezu jegliche Idee finanziert werden. Wichtig ist nur, die Crowd muss Gefallen finden. Dem Projektinitiator bietet es die, aus meiner Sicht wertvolle, Möglichkeit, seine Idee der Crowd zu präsentieren und vorweg ein Feedback zu erhalten. Er lernt somit die Wünsche und Bedürfnisse kennen. Und er entwickelt ein Gefühl für den Markt und seine Zielgruppe.

Warum unterstützt die IHK Köln den CrowdDay und Crowdfunding?
So wie die Startup-Szene in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt, gewinnt auch Crowdfunding an Bedeutung. Crowdfunding stellt eine interessante Alternative zur klassischen Bankenfinanzierung von Projekten, Existenzgründungen und Unternehmen dar. Insbesondere dann, wenn es um kreative Projekte und kleinere Darlehen geht. Es gilt aber auch den Mittelstand weiter an das Thema heranzuführen, was uns meines Erachtens mit dem diesjährigen CrowdDay gelingen wird.

Was sind Ihrer Meinung nach die Größten Fehler die Gründer machen können?
Erst einmal möchte ich alle beglückwünschen, die den Mut haben, eine Geschäftsidee umzusetzen. Ermutigen möchte ich sie, sich frühzeitig den Rat von Experten aus den vielschichtigen Netzwerken der Region einzuholen.Und vor allem auch das Gespräch mit Jungunternehmern zu suchen, um aus deren Fehlern zu lernen. Leider scheitern aus meinen Beobachtungen Gründer häufig an mangelnder Liquidität, da sie ihren Kapitalbedarf zu gering eingeschätzt haben und erste Umsätze zur früh kalkuliert wurden. Ein wichtiger Faktor darüber hinaus ist aber auch das Gründerteam! Ein Geschäftsmodell kann man auf sich ändernden Anforderung anpassen, die Gründungspartner in der Regel nur bedingt.

Welche Chancen sehen Sie für KMUs durch das Crowdfunding?
In vielen Gesprächen merke ich, dass im Mittelstand Crowdfunding als Chance – nicht nur für die Finanzierung eines Projektes – noch nicht angekommen ist. Die Chance, die es bietet, ein Produkt am Markt zu testen, und mit Hilfe der Crowd ggfs. sogar noch zu verbessern,haben wir nach meinen bisherigen Beobachtungen nicht gesehen. Ich denke, dass der CrowdDay hier ein hervorragendes Format ist, um unsere Mittelständler in der Region – bildlich gesprochen – aufzurütteln.

Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
Ich hoffe, dass in fünf Jahren Köln als die Startup-City in aller Munde ist, Crowdfunding im Mittelstand angekommen und die Zahl der mutigen und visionären Gründerinnen und Gründer, die hier in der Region ihr Startup ansiedeln möchten,gestiegen ist.

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Wir bedanken uns bei Petra Lohmann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Markus Elsässer

Markus Elsässer ist 43 Jahre jung, Verleger und Herausgeber des StartupValley. Seine Karriere startete er, in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Er ist ein Auto und Technik begeisterter Querdenker. Verliebt in die Startup-Szene, was Ihn dazu bewogen hat, mit StartupValley ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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